Giro del Zimon

~800- 1000 Höhenmeter (mittel)

5.7.2025

 

Mit dem Auto geht es ins Trentino nach Castello Tesino bzw. Pieve Tesino, wo eine kleine asphaltierte Straße nach Norden zur Malga Sorgazza (1450m, Parkplatz) abzweigt.

Der Giro del Zimon startet beim Rif. Cima d'Asta, die Aufstiegroute dorthin gibt es hier:

Rifugio Cima d'Asta

 

Vom Rifugio Cima d’Asta wandert man zunächst in nordwestlicher Richtung hinab zum Lago di Cima d’Asta und dann und dann hinauf zum Passo Socede (2516m). Hier hält sich der Wanderer rechts (Norden) steigt wenige Höhenmeter ab und quert dann zur Forcella Coronon (2537m). Nun geht es rund 80 Höhenmeter steil über ein Schuttfeld hinab. Dann gilt es kurz ein Kar zu queren und auf der anderen Seite am Rande einer Felsrippe nach rechts (Osten) wieder steil aufzusteigen. In etwa 2525m leitet der Steig nach links (Norden) hinauf auf einen Grat, welchem man nach links (Westen) hinab zur Forcella de Medo (2533m) folgt. Von der Scharte steigt der Wanderer am kleinen aber durchwegs gut markierten Steiglein in nordöstlicher Richtung in ein Kar ab. Mit abnehmender Höhe wird das Kar immer weiter und schließlich gelangt tief unten der Lago del Bus (2283m) ins Blickfeld. Bis man den See erreicht, muss man aber noch einen weiten Bogen gehen. Kurz nach dem Seeausfluss gelangt man zu einer Weggabelung, wo man rechts (Osten) abzweigt (Wegweiser Giro del Zimon). Jetzt folgt der wohl mühsamste Teil der Tour. Durch ein zunehmend steiler werdendes Schuttfeld steigt man zur Forcella Col del Vento (2496m) auf. Nach dem mühsamsten folgt der ausgesetzteste Teil der Rundwanderung. Ein alter Kriegssteig leitet von der Scharte nach rechts (Süden) durch eine steile Flanke höher. Immer wieder geben Stahlseile ein wenig Sicherheit. Knapp unter 2600m wird das Gelände wieder deutlich flacher und der Steig gemütlicher. Teils über Stufen geht es durch zwei Kare höher bis zur Wegkreuzung Laste die fiori (2637m). Hier zweigt der Wanderer nach rechts (Westen) ab und erreicht schon nach wenigen Minuten eine weitere Weggabelung. Für den Höhepunkt der Tour wandert man einfach gerade aus weiter (Wegweiser Cima d’Asta). Ein alter Kriegssteil führt teils über Stufen aber sonst nicht allzu schwierig durch den steilen und felsigen Osthang der Cima d’Asta auf den Gipfel. Wer die Cima d’Asta auslässt hält sich bei der Weggabelung links (Süden), durchquert ein Kar und steigt dann an Stahlseilen gesichter über eine Steilstufe zur la Forzeleta (2680m) auf. Von dort zieht der Steig durch felsiges bzw. blockiges Gelände abwärts und leitet zuletzt gemütlich zurück zum Rifugio Cima d’Asta.

 

Der Giro del Zimon gilt als einer der schönsten Rundwanderwege. Da der Rundweg beim Rifugio Cima d’Asta startet, muss man mindestens ein Mal übernachten. Der Genussspecht wird zwei Nächte auf der gemütlichen Hütte verbringen und noch den einen oder anderen kleineren Gipfel in der Umgebung mitnehmen. Geht man den Steig im Uhrzeigersinn hat man einen wunderbaren Ausblick nach Norden zu den Dolomiten. Mit dem Lago del Bus (etwa Halbzeit) gibt es einen wunderschönen Gebirgssee als herrlichen Rastplatz. Es ist aber zu bedenken, dass man bei dieser Tour Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition mitbringen muss. Denn geht man den Rundwanderweg inklusive Cima d’Asta, sind knapp 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Und beim Großteil des Steiges handelt es sich nicht um einen breiten Wanderweg sondern nur um ein schmales Steiglein. Teils sind Schutt- oder Geröllfelder zu queren, steile und ausgesetzte Passagen zu überwinden und im Frühsommer auch steile Schneefelder zu passieren. Die beste Jahreszeit für diese Tour ist grundsätzlich der Juli, denn im August ist die Region dank der italienischen Ferien stark frequentiert.

 

 

Blick zurück von der Forcella Coronon zum Passo Socede (links)
Blick zurück von der Forcella Coronon zum Passo Socede (links)
Der Wegweiser sowie die gelb-rote Beschriftung der Forcella Medo lacht schon hier
Der Wegweiser sowie die gelb-rote Beschriftung der Forcella Medo lacht schon hier
Bei der Scharte angekommen der Blick zurück
Bei der Scharte angekommen der Blick zurück
Der wunderschöne Lago del Bus; links im Bild ist bereits der mühsame Aufstieg durch das Geröllfeld hinauf zur Forcella Col del Vento zu sehen
Der wunderschöne Lago del Bus; links im Bild ist bereits der mühsame Aufstieg durch das Geröllfeld hinauf zur Forcella Col del Vento zu sehen
Schon auf der Forcella Col del Vento mit dem Blick zurück hinunter zum See
Schon auf der Forcella Col del Vento mit dem Blick zurück hinunter zum See
Spektakulär zieht der alte Kriegssteig aufwärts
Spektakulär zieht der alte Kriegssteig aufwärts
Querung in steilem Gelände mit Seilversicherung
Querung in steilem Gelände mit Seilversicherung
Abzweigung hinauf zur Cima d'Asta
Abzweigung hinauf zur Cima d'Asta
Cima d'Asta
Cima d'Asta
Letzter Aufstieg zu la Forzeleta
Letzter Aufstieg zu la Forzeleta
Rifugio Cima d'Asta mit Cima d'Asta
Rifugio Cima d'Asta mit Cima d'Asta

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining