19.8.2008, 27.5.2026
Mit dem PKW gelangt man über Ferlach nach Zell- Pfarre. Von dort geht es über eine mautpflichtige Straße hinauf zum Koschutahaus (1280m, Parkplatz).
Von hier weg folgt man einem markierten Steig nach Südosten in ein weites Schuttkar unterhalb der Nordwände der Koschuta. Bei einer schlecht markierten Weggabelung (~1800m) zweigt man rechts (Süden) ab und steigt durch das Schuttkar hinauf bis zum Wandfuß. Der Steig durch das Schuttkar zieht zunächst steil nach oben und quert dann etwas unterhalb der Wände nach links (Osten). In etwa 1900m gelangt man zu einem dem Koschutnikturm nach Westen vorgelagerten Pfeiler. Hier befindet sich der Einstieg des neuen ÖTK- Klettersteiges (B/C). An Stahlseilen gesichert überwindet man nach kurzer Zeit einen steilen ausgesetzten Aufschwung (Schlüsselstelle) und erreicht dann eine Seilbrücke. Hier mündet der alte Klettersteig, welcher etwas höher im Kar startet in den "neuen ÖTK- Steig ein. Der Weiterweg führt über kleine Aufschwünge nach Südosten in einfacher Kletterei zum Ausstieg in etwa 2075m, wo man sich nach links (Osten) wendet. In wenigen Minuten gelangt man nun über die Steile Südflanke hinauf zum Gipfel des Koschutnikturms.
Der Abstieg erfolgt entweder über die Aufstiegsroute oder durch die aufgrund der Steinschlaggefahr berühmt berüchtigte Ostschlucht. Hierfür geht es zuerst nach Osten über eine steile Grasflanke in die Ostschluchtscharte (2024m), wo man sich nach links (Norden) wendet. Durch die Schlucht steigt man, phasenweise an Stahlseilen oder Ketten gesichert, hinunter in ein weites Schuttkar. Der Abstieg durch die Schlucht ist schwierig und steinschlaggefährdet. Wenn sich mehrere Alpinisten in der Ostschlucht befinden ist größte Vorsicht geboten. Am Ende der Schlucht geht es über ein Schuttkar hinunter zu einem Steig, der in 1750m Seehöhe die Höhe entlang durch das Kar zieht. Am Wanderweg wendet man sich nach links (Westen) und gelangt so nach einer kurzen Gegensteigung (Welzescharte) wieder in das weite Kar unterhalb der Koschuta, wo man auf den Aufstiegsweg trifft. Über diesen geht es zurück zum Koschutahaus.
Diese Tour führt in die schroffen Nordwände der Karawanken und ist nur für trittsichere und schwindelfrei Bergsteiger zu empfehlen. Besonders der Abstieg durch die Ostschlucht erfordert alpine Erfahrung und größte Vorsicht. Ein Steinschlaghelm darf hier auf keinen Fall fehlen! Da der Fels relativ brüchig und die Steinschlaggefahr deshalb relativ groß ist, gilt es sehr vorsichtig zu steigen.
Vom Gipfel aus bietet sich ein wunderbarer Blick in die Steiner Alpen aber auch nach Westen und Norden reicht die Aussicht bis zum Dobratsch, der Hochalm oder dem Dachstein.
Die Bilder stammen großteils aus dem Jahr 2008.

