Monte Piper 2069m

~800 bis 1350 Höhenmeter (mittel-schwer)

28.10.2020

 

Mit dem Auto fährt man über Tarvis und Valbruna bis zum Parkplatz bei der Kapelle in der Saisera (1004m).

 

Von dort folgt man dem markierten Steig nach Westen hin zum Rif. Grego (1389m). Weiter über einen Fahrweg in nordwestlicher Richtung gelangt man nach kurzer Zeit zum Sella di Sompdogna (1398m). Hier wendet man sich nun nach Norden und steigt vorbei an der Casera Sompdogna (1427m) höher. Über alte italienische Kriegssteige erreicht man das Bivacco Gemona in 1890m. Hier wendet sich der Bergsteiger nach links (Westen) und folgt einem markierten Steig (Wegweiser Monte Piper) nach Westen. In leichtem Auf und Ab geht es zunächst gemütlich dahin. Schließlich muss jedoch eine steile Schuttflanke gequert werden. Nach wenigen Metern Abstieg heißt es schließlich über eine mit Stahlseilen versicherte Steilstufe (Klettersteig B) Richtung Gipfel aufzusteigen. Die letzten Höhenmeter wird es wieder etwas flacher und der Steig windet sich durch Latschen und zuletzt über freies Gelände zum Gipfel.

 

 

Der Abstieg erfolgt entweder über die Aufstiegsroute oder man überschreitet den Monate Piper nach Westen. Dazu folgt man den Markierungen auf der Nordseite des Gipfels steil hinab in eine Scharte (~2010m). Jetzt geht es für ein paar Minuten gemütlich Richtung Westen, ehe der markierte Wanderweg nach links (Süden) hinab leitet. Vorerst geht es über steile Bergwiesen abwärts. Allmählich taucht man aber in Latschen (Abzweigung Richtung Due Pizzi) und schließlich in den Wald ein. Sich immer talwärts haltend (Wegweiser Strada Sompdogna) erreicht der Wanderer schließlich nach der Querung eines meist trocken liegenden Grabens die Straße zum Sompdogna Pass. Auf dieser geht es nun zurück hinauf zum Pass und dann über das Rif. Grego zurück zum Parkplatz in der Saisera.

 

Ein Aufstieg über die Abstiegsroute ist deutlich leichter, da man sich sämtliche versichteren Passagen erspart.

 

 

Wer die Tour etwas abkürzen will kann auch mit dem Auto auf den Sella di Sompdogna fahren (aber über 1h zusätzliche Fahrzeit).

 

 

Eine Wanderung auf den Monte Piper ist besonders im Herbst ein Hochgenuss. Während es im Sommer auf den steilen südseitigen Hängen rasch sehr warm werden kann, genießt man im Herbst hier die Sonne. Die Höhenwanderung vom Bivacco Gemona Richtung Westen mit dem ständigen Blick zum Montasch ist einfach wunderschön. Neben guter Kondition und Trittsicherheit ist aber auch Schwindelfreiheit und sicheres Steigen in steilem und felsigem Gelände notwendig. Die Klettersteigstellen sind grundsätzlich leicht (meist A oder A/B, eine Stelle B). Wer hier unbedingt ein Klettersteigset braucht, für den ist wohl auch schon der Zustieg zu schwierig. Natürlich kann man aber ein Klettersteigset mitführen.

 

Bei schönem Wetter bietet sich vom Monte Piper ein herrliches Panorama. Nach Süden hin erheben sich die mächtigen Nordwände von Wischberg, Grande Nabois und Montasch, welche eine prächtige Kulisse bilden. Im Norden breitet sich fast die gesamte Kärntner Berglandschaft vor dem Gipfelstürmer aus.

 

Am Weg zum Monte Piper finden sich zwei Einkehrmöglichkeiten (Rif. Grego und Casera Sompdogna) sowie ein Biwak.

 

Am Sella di Sompdogna kommt man aus dem Schatten in die Sonne, im Hintergrund links das Ziel
Am Sella di Sompdogna kommt man aus dem Schatten in die Sonne, im Hintergrund links das Ziel
Links der Wischberg und in der Mitte der mächtige Montasch, dieses Panorama begleitet den Wanderer über weite Strecken bei dieser Tour
Links der Wischberg und in der Mitte der mächtige Montasch, dieses Panorama begleitet den Wanderer über weite Strecken bei dieser Tour
Der Höhenweg vom Biv. Gemona Richtung Monte Piper zieht zunächst gemütlich in leichtem Auf und Ab dahin
Der Höhenweg vom Biv. Gemona Richtung Monte Piper zieht zunächst gemütlich in leichtem Auf und Ab dahin
Ehe es nach einer Schuttfeldquerung an Stahlseilen gesichert steil bergauf geht
Ehe es nach einer Schuttfeldquerung an Stahlseilen gesichert steil bergauf geht
Der Blick vom Gipfel Richtung Südwesten (rechts die Due Pizzi); der Abstieg erfolgt über den breiten Wiesenrücken talwärts
Der Blick vom Gipfel Richtung Südwesten (rechts die Due Pizzi); der Abstieg erfolgt über den breiten Wiesenrücken talwärts

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Perfektes Rundumtraining
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