1.11.2025
Mit dem Auto geht es über die mautpflichtige Großglockner-Hochalpenstraße bis zur Franz-Josefs-Höhe (2370m). Eine Anreise mit dem Postbus ist auch möglich, der Bus verkehrt aber nur von Anfang Juni bis Mitte September.
Von der Franz-Josefs-Höhe weg steigt man am markierten Steig in südwestlicher Richtung über steiles Gelände rund 270m bis auf rund 2100m Seehöhe bis zu einem Wegweiser ab. Hier hält man sich rechts (Nordwesten) und wandert entlang des Pasterzensees Richtung Gletscher. War der Gletscherrand vor 20 Jahren noch in unmittelbarer Nähe zur Weggabelung, so gilt es mittlerweile fast 1km taleinwärts zu gehen, bis die Gletscherstirn erreicht wird. Der Weg dorthin ist meist gut erkennbar. Im Bereich eines auffallenden Kastentales erreicht man eine Weggabelung. Um zum Gletscher zu gelangen, geht es hier geradeaus weiter, bzw. muss man teilweise die tief eingeschnittenen Gräben etwas höher umgehen. Nach dem Kastental geht man am Rande eines flachen Sees bis zum Gletscherrand.
Das Erreich der Gletscherstirn gestaltet sich im Sommer aber sehr schwierig und ist oft sogar unmöglich, da die junge Möll überquert werden muss und diese durch die Gletscherschmelze sehr viel Wasser führt.
Der Rückweg erfolgt bis zur Weggabelung beim Kastental über die Aufstiegsroute. Jetzt hält man sich aber links (Norden) und steigt am gut markierten Weg steil Richtung Gamsgrubenweg höher. Einzelne Stellen sind mit Stahlseilen versichert. Im Bereich der ehemaligen Hoffmannshütte trifft der Wanderer auf den Gamsgrubenweg und folgt diesem nach rechts (Südosten) zunächst im freien Gelände und schließlich durch sechs Tunnels zurück zur Franz- Josefs- Höhe.
Eine Tour zum Rand der Gletscherzunge der Pasterze war vor wenigen Jahrzehnte noch leicht zu bewerkstelligen. Mittlerweile handelt es sich hierbei aber um eine Halbtagswanderung. Die Stirn des Gletschers selbst ist im Hochsommer aufgrund der starken Wasserführung der jungen Möll kaum zu erreichen. Deshalb empfiehlt es sich diesen Bergausflug erst im Herbst bei kühlem Wetter und dementsprechend geringem Wasserstand durchzuführen. Der Rand des Gletschers ist in ständiger Veränderung. Pro Jahr nimmt die Eisdicke der Pasterze um rund 5m ab und der Gletscher zieht sich um 50 bis 100m zurück. Einstürzende Gletscherhöhlen oder herabfallende Eisbrocken stellen eine ständige Gefahr dar. Es empfiehlt sich also zum direkten Eisrand etwas Abstand zu lassen. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind bei dieser Wanderung notwendig.







