Steinberg (Kamnik) 1655m

~1050 Höhenmeter (mittel, Abfahrt Nordostrinne schwer)

 

19.1.2021

 

Mit dem Auto geht es nach Fürnitz bzw. Hart von wo aus schmale asphaltierte Straße nach St. Leonhard bzw. Korpitsch führen. Auf diesen geht es bis zum Beginn des Korpitschgrabens, wo sich für die Rodelbahn hinauf zum Trabiner ein großer Parkplatz befindet (640m).

 

Zu Fuß bzw. mit den Schiern folgt man nun einer Forststraße kurz nach Norden und dann in westlicher Richtung aufwärts. Je nach Schneelage geht es entweder auf der relativ flachen Forststraße in mehreren teils weiten Kehren oder über den markierten Sommersteig durch den Wald nach Südwesten höher. Der Aufstieg erfolgt grundsätzlich zwischen dem Ulrichgraben im Südosten und dem Fuggergraben im Nordwesten. Zwischen 1300 und 1400m passiert man zwei schöne Hütten, wobei besonders bei der höher gelegenen die Aussicht nach Norden wunderschön ist. In rund 1560m wird der relativ flache Nordrücken des Steinbergs erreicht. Die letzten knapp 100 Höhenmeter geht es nun in südlicher Richtung zum höchsten Punkt.

 

 

Die Abfahrt erfolgt im Regelfall über die Aufstiegsroute.

 

Für ausgezeichnete Schifahrer besteht auch die Möglichkeit direkt vom Gipfel des Steinbergs nach Nordosten in den Ulrichgraben abzufahren. Bis zu einem querenden Forstweg in rund 1600m ist das Gelände mäßig steil. Danach ziehen bis zu 40° steile Hänge in den Ulrichgraben hinab, wobei gleich die Einfahrt in den Graben die steilste Passage darstellt. Ab etwa 1400m Seehöhe wird es deutlich „flacher“. Im relativ schmalen Graben schwingt man bis auf 1100m Höhe hinab. Dort erreicht der Rinnenfahrer auf der Nordseite des Grabens einen Forstweg, auf welchem es flach bzw. sogar kurz leicht bergauf zur Aufstiegspur und über diese zurück zum Ausgangspunkt geht.

 

 

 

Der Steinberg ist kein klassischer Schitourenberg der Karawanken. Der Aufstieg und die „einfache“ Abfahrtsvariante verlaufen stets durch Wald und vom Gipfel hat man durch die umstehenden Bäume leider kein schönes Panorama. Die Lawinengefahr ist im Bereich der Aufstiegsspur aber überschaubar und so ist diese Schitour in schneereichen Wintern auch nach kräftigen Schneefällen oder bei relativ hoher Lawinengefahr gut geeignet. Gute Schitechnik ist für die Waldabfahrt aber von Vorteil.

 

Die Nordostrinne hinab in den Ulrichgraben ist hingegen eine alpine Unternehmung und sticht dem begeisterten Rinnenfahrer bei jeder Fahrt ins Untere Gailtal sofort ins Auge. Diese Abfahrtsvariante erfordert neben perfekter Schitechnik auch sichere Verhältnisse. Nach größeren Neuschneemengen ist der Ulrichgraben zu meiden, da aus seinen steilen Flanken Lawinen abgehen. Für eine lohnende Befahrung der Rinne braucht es auch Jahre mit überdurchschnittlicher Schneelage, damit die Rinne bzw. der Graben gut mit Schnee gefüllt sind.

 

Aufstieg im unteren Teil über den Wanderweg
Aufstieg im unteren Teil über den Wanderweg
Schöne Aussicht vor der Hütte in knapp 1400m (Foto: Christoph Greilberger von Chrisport)
Schöne Aussicht vor der Hütte in knapp 1400m (Foto: Christoph Greilberger von Chrisport)
Eine seltene Perspektive hinab nach Villach und ins Klagenfurter Becken
Eine seltene Perspektive hinab nach Villach und ins Klagenfurter Becken
Einfahrt in die Rinne
Einfahrt in die Rinne
Abfahrt im obersten Rinnenteil
Abfahrt im obersten Rinnenteil
Im mitterlen Rinnenteil, Blick zurück hinauf
Im mitterlen Rinnenteil, Blick zurück hinauf

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining