Gerhard Hohenwarters  Berg- und Schitourenseite

 

 

29.6.- 1.7.2026 Karnischer Höhenweg Straniger Alm - Dolinza Alm

In den letzten Jahrzehnte muss ich mittlerweile sagen, war ich viel in den Karnischen Alpen und auch am Karnischen Höhenweg unterwegs. Mittlerweile bin ich den gesamten Weg vom Helm im Westen bis zum Oisternig im Osten gegangen. Der einzige Teil, der mir tatsächlich noch fehlt, ist der Abschnitt von der Feistritzer Alm zur Göriacher Alm. Eine andere Lücke habe ich heuer Ende Juni bzw. Anfang Juli geschlossen.

In dieser Zeit durfte ich einen Journalisten von Bergwelten auf seinem ersten Höhenweg begleiten.

Dabei waren wir auf der "Karnischen Milchstraße" von der Straniger Alm bis zur Dolinza Alm unterwegs. Während der westliche Teil des Karnischen Höhenwegs stark frequentiert ist, findet man in diesem Abschnitt nur mehr wenige Weitwanderer. Wie ich aber sagen muss, eigentlich zu unrecht. Denn landschaftlich haben diese Etappen wirklich viel zu bieten. Ich persönlich liebe ja besonders den Bereich rund um die Ringmauer :-)

Schönfeldspitze 25.6.2026

Die Schönfeldspitze hat wohl eines der bekanntesten Gipfelkreuze Österreichs. Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, wird regelmäßig mit diesem Foto konfrontiert. Und eines muss ich sagen, das Kreuz ist wirklich beeindruckend, auch wenn das Original vor einigen Jahren einem Blitz zum Opfer gefallen ist.

Ich musste beruflich nach Saalfelden und hatte die Möglichkeit einen Tag anzuhängen und das Steinerne Meer unsicher zu machen und da fiel meine Wahl auf die Schönfeldspitze. Mit den Öffis aber gar nicht so leicht, denn zum Ausgangspunkt der Tour fährt kein Bus und von Maria Alm aus ist es echt weit. Glücklicherweise hat mich eine liebe Bekannte von Saalfelden aus zum Parkplatz Sandten gebracht und mein Klapprad haben wir am Weg dorthin im Krallerwinkel deponiert, so konnte ich die Überschreitung machen.

Die Tour auf die Schönfeldspitze lässt dann das Bergsteigerherz höher schlagen. Nach einem gemütlichen Start wird es richtig rassig, aber nie extrem. Einfach zum Genießen. Gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch zwingend notwendig!

23.6.2026 Gartnerkofel NW Grat

Jetzt geht es Schlag auf Schlag!
Nach dem Gamsgrubenweg am Vortag war heute die Region rund um das Naßfeld dran. Für die Tourismusregion darf ich mehrmals im Sommer Bergwanderungen unter dem Motto "In den Wolken lesen" anbieten.

Normalerweise gehe ich dabei auf den Auernig, einen wunderschönen Aussichtsberg, der relativ leicht zu erreichen ist.

Heute waren wir aber nur eine kleine und top fitte Gruppe und so entschieden wir uns kurzer Hand über den NW- Grat auf den Gartnerkofel zu gehen.

Das Motto "In den Wolken lesen" kam aber nicht zu kurz. Es war extrem spannend die Entwicklungen der Quellwolken zu beobachten und das Gesehene einzuordnen und mit dem Wissen aus Wetterprognosen und Wetter-Apps abzugleichen.

Das angewandte Wissen ermöglichte uns eine entspannte Wanderung, welche wir bei einem Einkehrschwung auf der Watschiger Alm ausklingen ließen.

22.6.2026 Gamsgrubenweg

Der Großglockner ist und bleibt einfach ein Magnet. Und wer nicht auf seinen Gipfel kommt, für den gibt es wohl kaum einen schöneren Platz um auf Österreichs höchsten Berg zu blicken als den Gamsgrubenweg.

Offiziell ist der Gamsgrubenweg nach dem letzten Tunnel gesperrt, da der Weg danach für etwa 200m noch durch steinschlaggefährdetes Gebiet führt. Aus den steilen Hängen zwischen Freiwandspitz udn Freiwandkasten können sich hier immer wieder Steine lösen und der Wegerhalter (in diesem Fall die GROHAG) will und kann die Haftung nicht übernehmen. Deshalb ist der Weg offiziell gesperrt.

Im alpinen Bereich muss man jedoch fast überall mit Steinschlag rechnen, es gilt also wie sonst auch, Augen und Ohren offen halten und gefährdete Bereich relativ rasch passieren.

So haben wir das auch gemacht und der weitere Weg hinein in den Wasserfallwinkel ist dann einfach der reinste Genuss. Traumhafte Blicke zum Großglockner sowie hinab zur Pasterze gespickt mit spannenden Geschichten. Fazit: Unvergesslicher Tag für meine Gäste :-)

21.6.2026 Berg- und Schitourenseite mit fast 500 Wanderungen

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Nutzerinnen und Netzer! Seit knapp über 20 Jahren trage ich hier auf dieser Seite Bergtouren und Wanderungen im Sommer und Schitouren im Winter zusammen.

In dieser mittlerweile doch sehr langen Zeit sind viele Gipfel und Wege zusammengekommen.

Alle auf dieser Seite beschriebenen Ziele habe ich für euch auch übersichtlich in mehrererem Google Karten eingetragen. In Summe sind es mit Stand 21.6.2026 insgesmat 490 verschiedene Bergtouren und Wanderungen über welche ihr euch auf meiner Homepage kostenlos informieren könnt.

Ich bin immer bemüht die Seite klar und übersichtlich zu gestalten. Bei dieser Menge an Touren gar nicht so einfach. Deshalb habe ich in den letzten Wochen viel Zeit investiert, um z.B. die Übersichtlichkeit der Region "Hohe Tauern" zu erhöhen.

Aus diesem Grund gibt es nun bei den Bergtouren nicht mehr "nur" die Hohen Tauern sondern eine Unterteilung in Ankogelgruppe, Goldberggruppe, Glocknergruppe und Kreuzeckgruppe.

 

Ich freue mich über Rückmeldungen und wünsche euch einstweilen viele schöne Wanderungen und genussvolles Schmöckern auf meiner Seite.


Bergwetter erleben

Ihr wolltet schon immer einmal mit ruhigem Gewissen auch bei nicht so schönem Wetter eine Wanderung oder Bergtour unternehmen?

Dann kommt mit mir mit.

Ich zeige euch, wie ihr Wolken richtig deutet, was man tut, wenn man doch ins Gewitter kommt und wie man mit einer vernünftigen Prognose erst gar nicht in so eine Situation kommt!

Im Sommer und im Herbst gibt es mehrere Möglichkeiten.

Hier auf meiner Homepage bleibt ihr immer up to date und erfährt, wo es die nächste Chance für ein Bergwetterseminar gibt.

Ich freue mich auf Anmeldungen 😀
Ihr möchtet ein Wetterseminar bei euch oder für eure Berggruppe haben? Schreibt mir einfach 🤓

17.6.2026 Moschelitzen und Falkert

Gut dass es Freunde gibt, die einen animieren wieder einmal etwas gemeinsam zu machen. Denn sonst wäre wohl eine weitere Woche ohne Bergtour und ohne Freundetreffen ins Land gezogen. Denn manchmal lassen Arbeit, Hausarbeit und Familie nicht viele Lücken.

Deshalb ging es dieses Mal zu einer Afterworktour. Nachdem wir beide beruflich in Feldkirchen zu tun hatten, zog es uns dieses Mal in die Nockberge. Vom Falkertsee aus statteten wir dem Schwarzstein, der Moschelitzen und dem Falkert einen abendlichen Besuch ab.

Neben spannenden Gesprächen gab es wunderbaren Stimmungen.

Von einem Meer von Almrausch über herrliche Sonnenmomente bis zu magischen Lichtstimmungen.
Ich liebe das flache Abendlicht, jedes Mal denke ich mir, man müsste viel mehr später am Tag unterwegs sein.

Wieder einmal machte es sich bezahlt im Rucksack einiges an Gewand mit zu haben, denn der Wind kühlte ganz schön ab.

Danke Benji für animieren zur gemeinsamen Wanderung :-)

4.6.2026 Krainer Törl und Großer Frauenkogel

Endlich hatte ich einmal ein wenig Zeit um wieder eine Bergtour zu machen. Eigentlich wollte ich zuerst von zu Hause aus mit dem Rad starten und auf den Mittagskogel gehen, entschied mich dann aber doch für die Zuganfahrt nach Rosenbach. Dort wollte ich weiterplanen .-)

Vom Bahnhof weg zog es mich schließlich in den Gratschenitzengraben. Kindheitserinnerungen an eine damals gefühlt ewig lange und verdammt heiße Tour kamen auf. Mittlerweile bin ich aber etwas schneller unterwegs und so ging es zügig aufwärts. Damals war unser Ziel die Roßalm. Heute ging es auf die andere Seite des Grabens auf das Krainer Törl. Am Törl angleangt war ich mir kurz unsicher, ob ich nach links oder rechts gehen sollte. Das ist der Vorteil, wenn man mit den Öffis anreist. Man muss nicht zum Ausgangspunkt zurück. Ich entschied mich für die Ostroute und so führte mich der Weg über den Mlinzasattel auf den Großen Frauenkogel. Via Kleinen Frauenkogel ging es zurück hinab nach Rosenbach und mit dem Zug (Stundentakt) ab nach Hause.

Fazit: Lange und sehr einsame Tour in den Karawanken.

31.5.2026 Erste Eiskargletscherbegehung im Jahr 2026

Nach dem Winter 2025/26 stellte sich vor der ersten Begehung des südlichsten Gletschers Österreichs eigentlich nur eine Frage:

Wie wenig Schnee wird liegen?

Die Antwort kam rasch und "niederschmetternd".

Seit ich Ende Mai bzw. Anfang Juni an 21 Punkten am Gletscher die Schneehöhe messe, lag um diese Zeit des Jahres noch nie so wenig Schnee. Der bisherige Negativrekord meiner mittlerweile 16- jährigen Messreihe aus dem Jahr 2012 wurde heuer nochmals unterboten.

Im Mittel lagen am Gletscher nur 2,2m Schnee und damit um 4,2m weniger als im Durschnitt der letzten Jahre. Auf die Rekordjahre 2014 oder 2021 "fehlen" sogar 7 bzw. 9m Schnee!

Die geringe Winterschneedecke lässt für das heurige Gletscherhaushaltsjahr im Eiskar Schlimmstes befürchten. Wie dramatisch es wirklich wird, hängt aber natürlich noch vom Sommer 2026 ab...

27.5.2026 Koschutnikturm

Wenn man jahrelang an einem Thema arbeitet, dann freut man sich natürlich besonders, wenn die Arbeit auch Früchte trägt.

So hat mich am Ende des Winters der DAV kontaktiert, ob ich nicht für einen Videodreh zum Thema Bergwetter mit Schwerpunkt auf vermeiden von und verhalten bei Gewittern am Berg bzw. im Klettersteig mitwirken möchte.

Genau mein Ding :-)

Nach der ersten Vorbesprechung galt es nur mehr den perfekten Ort und den perfekten Zeitpunkt für den Dreh für "Die Entscheidung" zu finden.
Denn wir wollten weder die Gewitterwolken, noch unsere Entscheidungen irgendwie faken.

Gleich beim ersten blockierten Termin sollte das Wetter perfekt passen. Strahlender Sonnenschein am Vormittag, dann Quellwolken und am Nachmittag Gewitter. Genau unser gewünschtes Wetter.

Und was soll man sagen? Es war die perfekte Entscheidung. :-)

22.5.2026 Sonnstein

Im Mai geht es traditioneller Weise für einen Tag ins Lesachtal um dort die angehenden Bergwanderführerinnen und Bergwanderführer zum Thema Bergwetter auszubilden.

Wenn ich schon so weit fahre, möchte ich auch immer eine Tour machen. Mit öffentlicher Anreise ist das im Lesachtal aber gar nicht so leicht. Und die naheliegendsten Ziele habe ich in den letzten Jahren schon angesteuert.

Aufgrund der geringen Schneelage ging es heuer für Mai relativ hoch hinauf. Ziel war der Sonnstein oberhalb von Frohn. Mit dem Bus ging es bis St. Lorenzen und von dort zu Fuß hinüber nach Frohn und hinauf auf diesen wunderschönen und einsamen Gipfel.

Der Rückweg führte mich von Frohn ins benachbarte Obergailer Tal zum Hotel Wanderniki, wo auch die Ausbildung der Bergwanderführer stattfindet. Der Sonnstein hat mich durch seine Einsamkeit und die wunderschöne Aussicht wirklich begeistert. Fazit: Empfehlenswert!

18.5.2026 Aloisisteig (Dobratsch)

Der Aloisisteig ist wohl einer der seltener begangenen Wege auf den Dobratsch. Das hat seine Gründe, denn von den vorhandenen Steigen ist er wohl der schwierigste. Aber meiner Meinung nach gleichzeitig auch der schönste.

Der herrliche Föhrenwald, die wunderbaren Aus- und Tiefblicke sowie die Einsamkeit machen diese Route aus.

Einer der Wetterbeobachter vom Dobratsch hat als Abschluss seiner knapp 33 Dienstjahre seine Kollegen der Geosphere Austria zu einer Abschlusswanderung auf den Berg eingeladen. Und er hat sich dafür diesen Weg ausgesucht.

Wieder einmal war ich beeindruckt von der gewaltigen Dobratsch- Südwand. Wenn man unten steht ist es kaum vorstellbar, dass man diese Wand ohne technishe HIlfsmittel durchsteigen kann. Der Aloisisteig nutzt aber die natürlichen Gegebenheiten geschickt aus und führt den Wanderer durch eine ursprüngliche Berglandschaft auf die Rosstratte hinauf, wo man wieder auf den klassischen "Dobratschtrubel" trifft.

16.5.2026 Fortbildung Kärntner Bergwanderführer am Dobratsch

Kommt  man am Samstagvormittag mit dem Auto auf die Rosstratte? Diese Frage habe ich mir nach dem ersten Schneefall am Dienstagabend mehrmals gestellt. Am Freitagmorgen war ich mir beim Blick auf die Webcam bei der Rosstratte nicht mehr so sicher. Rund 30cm Schnee lagen am Parkplatz.

Aber, siehe da, nur 2 Stunden später war die Straße geräumt. Also gab es auch für den Samstag keine Zweifel mehr. Unsere Fortbildung würde wie geplant stattfinden können.

Nach einem "theoretischen" Start in der Aichingerhütte ging es hinaus in die Natur. Denn neben dem Bergwetter standen auch die alpinen Gefahren bei dieser Fortbildung im Fokus. Sowohl beim Wetter als auch den alpinen Gefahren gab es an diesem Tag genug zu besprechen und zu beobachten.

Danke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den spannenden Tag!

13.5.2026 Schwarzkogel

Selten waren die Eisheiligen in den letzten Jahren so pünktlich und so stark ausgeprägt wie heuer! Verbreiteter Morgenfrost und Schneeregen bzw. Schneefall bis in viele Täler herab gab es Mitte Mai 2026..

Bevor auf den Bergen der ganze große Schnee kam, habe ich einen freien Tag für eine Wanderung auf den Schwarzkogel hoch über dem Faaker See genutzt.

Der frische Schnee glitzerte im strahlenden Sonnenschein.

Der Aufstieg von der Baumgartnerhöhe über die Mitzl-Moitzl Hütte war ein einziger Genuss. Die Kombination aus dem frischen Grün der Bäume mit dem Neuschnee war einfach herrlich. Am Gipfel dann die wunderschöne Aussicht hinüber zu den Julischen Alpen und auf der anderen Seite hinab zum Faaker See. Ich liebe einfach diese Kontraste.

Die Tour bot auch eine wunderbare Gelegenheit meine neuen Bergschuhe von Garmont einmal zu testen. Teils nasser Neuschnee und rutschiger Boden stellten die perfekten Rahmenbedingungen dar. 

Fazit: Test bestanden ;-)

8.-10.5.2026 Bergwetter erleben - Sausteige (Salzburg)

Was wünscht man sich für ein Bergwetterseminar, wo es um Wettervorhersage, Wolkenlesen und vieles mehr geht?

Richtig: Abwechselungsreiches Wetter.

Und besser hätte das Wetter beim von ExpeditionXplore organisierten Wochenende auf der Selbstversorgerhütte der Naturfreunde auf der Gadenstättalm hoch über Maishofen in Salzburg nicht sein können.

Schon beim Abmarsch in Maishofen zeigten sich Quellwolken, welche wir beim Aufstieg zur Hütte ständig beobachten konnten.

Am zweiten Tag hatten wir dann alles. Vom Sonnenschein bis zum Gewitter in der Ferne. Perfekt zum Beobachten, perfekt zum Lernen.

Der dritte Tag brachte mit Föhnwetter schließlich nochmals einen herrlichen Kontrast. Herz was willst du mehr.

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Organisatorin.

Es war echt gewaltig und hat richtig viel Spaß gemacht.

25.4.2026 Valentingletscherlauf

Der Valentingletscherlauf in den Karnischen Alpen ist für viele der traditionelle Schitourenabschluss. Die Schneearmut des heurigen Winters machte sich schon bei der Anfahrt ins Gailtal eindrucksvoll "bemerkbar". Lachen einem sonst schon die weißen Nordkare der Karnischen Alpen von Weitem entgegen, so überwog heuer eher ein Fleckerlteppich, wie er sich normalerweise einen Monat später zeigt. Dazu kam für die Veranstalter erschwerend hinzu, dass wenige Stunden vor dem Lauf im Lesachtal ein großer Waldbrand ausgebrochen war. 

Trotzdem fanden mehr als 300 Schitourenbegeisterte ihren weg ins Valentintal und wurden mit herrlichem Wetter belohnt. Der Wind war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gnädig und wehte den Rauch aus dem Lesachtal weg und so konnte die Veranstaltung problemlos über die Bühne gehen.

Bei der abschließenden Tombola durfte ich zusammen mit dem Bierhotel Loncium in Mauthen einen der Hauptpreise sponsorn.

Eine Teilnahme am Wetterseminar im Oktober :-)

Gletschermessung im Eiskar 2025 - Auswertung

"Alarmierende Beschleunigung - Globlae Gletscherschmelze schreitet weiter voran", liest man am 20.4.2026 bei der Geosphere Austria.

Auch vor dem südlichsten Gletscher Österreichs macht die beschleunigte Gletscherschmelze nicht halt. Das Gletscherhaushaltsjahr 2024/25 zählte zu einem der negativsten der letzten Jahrzehnte. Wenig Winterschnee und ein sehr warmer Sommer haben nicht nur alle Rücklagen des Vorjahres abschmelzen lassen. Nein, über den gesamten Gletscher gesehen sind auch rund 1,5 m an Eis abgeschmolzen.

Dem nicht genug ist auch die Gletscherzunge endgültig abgerissen.

Damit hat sich die Fläche des Gletschers um rund 20% verringert. 

Der Winter 2025/26 lässt mit seinen geringen Schneemengen für das Haushaltsjahr 2025/26 ein katastrophal schlechtes Jahr befürchten. Die "Winterbegehung" in knapp über einem Monat wird dann erste Rückschlüsse zulassen, wie schlimm es heuer wirklich wird.

28.3.2026 Falkert

Nach den rassigen Touren der letzten Zeit (Trogkofelturmscharte und Huda Paliza) ging es dieses Mal deutlich gemütlicher zur Sache.

Unser Ziel war heute wieder einmal der Falkert. Der starke Wind der letzten Tage hat ganze Arbeit geleistet. Vom Neuschnee war kaum was übrig, aber das war auch so zu erwarten gewesen.

Um dem kalten Nordwind zu entkommen stiegen wir über das Sonntagstal in die Falkertscharte auf, von wo uns der starke Wind rasch vertrieb. Um in den Windschatten zu gelangen fuhren wir in einer breiten Mulde nach Norden zur Hundsfeldhütte ab. Danach folgte der Rückanstieg nach Osten zur Hundsfeldscharte und von dort hinauf zum Falkert. Knapp südlich vom Gipfel fanden wir ein windstilles Plätzchen, wo wir das herrliche Wetter und die traumhafte Aussicht einfach genießen konnten. Die Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt erfolgt über die Hundsfeldscharte und über die Piste.
Der Schnee war im Gelände windgepresst oder harschig. Die vom Wind glattgebügelten Flächen waren gut zu fahren, viel Schnee liegt in den Nockbergen jedoch nicht mehr.

24.3.2026 Huda Paliza - Terrarossa

Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren war ich zum ersten Mal mit den Schiern in der Huda Paliza unterwegs. Damals war diese Tour mehr oder weniger unbekannt. Nur spärlich waren Informationen zu finden. Irgendwer kennt irgendwen, der irgendwann einmal oben war. Dementsprechend waren wir im März 2006 an einem strahlend sonnigen Sonntag alleine in der Rinne.

20 Jahre später ist die Huda Paliza kein Geheimtipp mehr. Vom Hochwinter bis ins Frühjahr hinaus wird die Mutter aller Rinnentouren in den Julischen Alpen häufig begangen.

Außer uns waren heute "nur" 7 Personen unterwegs. Die Verhältnisse waren wechselnd und fordernd. In der Zustiegsschlucht liegt schon recht wenig Schnee. Weiter oben ist die Schneelage gut und für die Abfahrt fanden wir in den Seitenbereichen auch teilweise noch sehr schönen Pulver. Die Abfahrt war heute noch durchgehend vom Gipfel bis in die Saisera möglich.

Fazit: Hin und wieder muss man Touren einfach wiederholen :-)

1.3.2026 Mojstrovka

Tag drei und damit auch Abschluss des Schitourenwochenendes.

Nach der gewaltigen Schitour zur Forcella Sagherza am Vortag sollte es für den letzten Tag wieder etwas gemütlicher zugehen.

Also entschieden wir uns für einen der Firnklassiker der Julischen Alpen schlechthin: die Mojstrovka.

Wir wollten aber den Massen vom Vrsic Pass etwas entgehen und deshalb wählten wir den Aufstieg (und dann auch die Abfahrt) von Süden. Dazu fährt man idealerweise vom Pass rund 150 Höhenmeter nach Süden ab, quert dann im Wald auf einem Steig der Höhe entlang nach Südwesten und erreicht so eine weite Karmulde, durch welche man aufsteigt.

Und ja, dort waren wir alleine unterwegs, während auf der Normalroute zahlreiche Schitourengeher und auch Stapfer zu sehen waren.

Die Abfahrt um 10h war ein reiner Firngenuss. Es heißt also früh starten.

Fazit vom Wochenende: Fantastisch! Alles dabei!

28.2.2026 Forcella Sagherza

Das Schitourenwochenende geht in seinen zweiten Tag.

Vorab haben wir viel Zeit investiert um Touren zu planen, Verhältnisse zu checken und Zufahrtsmöglichkeiten auszukundschaften.

Denn die aktuelle Schneelage erfordert einfach eine gewissenhafte Planung. Unser Plan war es im slowenischen Teil der Julischen Alpen von der Region Bovec aus eine Schitour zu machen.

Unser Ziel fiel auf die Forcella Sargherza, zwischen Mangart und Veunza.

Das Koritnicatal liegt lange im Schatten, was für die Abfahrt im Frühling wichtig ist und wir konnte auf 700m Seehöhe starten. 

Oben weiter tauchten wir ein in eine spektakuläre hochalpine Landschaft ein, welche uns einerseits schi- und alpintechnisch forderte, andererseits aber auch mit herrlichen Firnhängen belohnte.

Bei der Abfahrt zahlte sich der frühe Start und die gute Planung (Schatten) aus. Ein perfekter zweiter Tourentag!

27.2.2026 Roßkofel- Creta di Rio Secco- Zottachkopf

Wie jedes Jahr war ich auch heuer wieder mit meinem Bruder und Freunden Ende Feber bzw. Anfang März zu einem Schitourenwochenende unterwegs.

Heuer blieben wir aufgrund eingeschränkter zeitlicher Möglichkeiten in den südlichen Kalkalpen.

Den Start machte eine wunderschöne Umrundung des Trogkofels.

Da wir erst spät starten konnten, nutzten wir die Seilbahnen vom Schigebiet Naßfeld um bis auf den Rudnigsattel zu gelangen. Nach einem Aufstieg auf den Rosskofel fuhren wir im Firn nach Süden ab um dann zur Creta di Rio Secco aufzusteigen. Von dort ging es in westlicher Richtung hinab zur Casera di Aip und über den Maldatscher Sattel hinauf zum Zottachkopf. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ließen wir den Gipfel links liegen und fuhren durch die steile pulvrige Rinne nach Norden ab. Zurück ins Schigebiet ging es über die Tröpolacher Alm. 

Was für ein Start ins Schitourenwochenende!

20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 3

Der Wetter- und Lawinenkurs ist in Österreich einzigartig. Denn nirgendwo sonst geben einerseits ein Meteorologe und andererseits ein erfahrener Bergführer ihr Wissen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter.

Nachdem wir am Vortag auf der Blutigen Alm viel geübt hatten und die Auslösung eines Schneebrettes fast live mitverfolgen konnten, ging es am letzten Tag auf die andere Seite. Rund um den Grünleitennock wurde wieder weiter geübt. Neuerlich galt es einen "Verschütteten" in knapp über 1m tief zu finden und zu lokalisieren. Auch ein Blick in die Schneedecke samt Belastungstest durfte nicht fehlen.

Zum Drüberstreuen gab es noch Schitechnik (Aufstieg und Abfahrt).

Beim Wetter war ebenfalls wieder alles mit dabei. Vom Sonnenschein über die diffuse Sicht bis hin zum Schneefall. Herz, was willst du mehr?

Den Abschluss bildete ein Einkehrschwung in der Jauchza! Hütte.

Danke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den tollen Kurs!

20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 2

Nach dem Theorienachmittag ging es am Samstag endlich raus.

Bedingt durch den Neuschnee konnten wir gleich direkt beim Zirbenhof in der Innerkrems unsere Schier anschnallen.

Unser Ziel für den zweiten Tag:

Üben, üben und üben!

Wie funktioniert der richtige Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) und wie sondiert man richtig?

Ganz wichtig sind dabei die wirklich praktischen Übungen. Dazu wird z.B. ein Rucksack mit einem LVS über 1m tief im Schnee vergraben. Bei der zweiten Station simulieren wir eine Tiefenverschüttung, wo man beim Sondieren von der Seite "zuschauen" kann.

Abgerundet wird der Tag mit einem Blick in die Schneedecke und etwas Kartenkunde und bei der Abfahrt kommt auch noch die Schitechnik dran.

Vom Wetter her war alles dabei: Sonnenschein bis Schneefall. Perfekt!

20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 1

Bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Zirbenhof in der Innerkrems ankamen, ging es für mich zu einer Erkundungstour hinauf zur Jauchza! Hütte und zum Grünleitennock.

Die aktuellen Verhältnisse wollen ja getestet werden.

Zurück im Tal waren schon die ersten Teilnehmer vor Ort und pünktlich um 13 Uhr starteten wir unseren Kurs.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren stand der erste Tag heuer ganz im Zeichen der Theorie.

Denn am Samstag war beim Zirbenhof ein großes Charity- Event der Bergrettung Kärnten geplant, da war an Theorie nicht zu denken.

Also hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich zu Kursbeginn einmal gut aufpassen.

Mit spannenden Themen, viel Schwung und guter Laune verging der Nachmittag aber wie im Flug und das Gehörte sollte in den kommenden beiden Tagen ja in der Praxis geübt und wiederholt werden.

13.2.2026 Krone, Garnitzenberg und Auernig

So ein Schipass hat schon seine Vorteile. Während die Kinder am Naßfeld schifahren, nutze ich die Zeit und besagten Schipass um ein paar Gipfel rund um das Schigebiet abzuklappern.

Eigentlich wollte ich ja "nur" auf den Gartnerkofel gehen. Dann hat mich aber von der Bergstation der La Perla Sesselbahn die Krone angelacht.

Also ging es im Gelände hinab zum Garnitzensattel und hinauf auf die Krone.

Vom Gipfel zog es mich dann magisch über die sanft kuppierten Hänge nach Osten hinab. Nach rund 150 Höhenmeter fellte ich wieder auf und stattete dem Gipfel einen zweiten Besuch ab.

Zurück im Schigebiet stieg von Norden her auf den Garnitzenberg auf und fuhr nach Südwesten bis zu einer herrlichen Verebnung in rund 1700m ab.

Als nächstes war der Auernig dran. Auch von dessen Gipfel fuhr ich wieder rund 150 Höhenmeter zur Verebnung in 1700m ab. 

Zum Abschluss erklomm ich noch über den Auernigsattel den Westgipfel des Garnitzenbergs. Von dort ging es dann zurück ins Schigebiet.

1 Tag, 4 Gipfel, 900 Höhenmeter, Herz was willst du mehr?

8.2.2025 Trogkofel- Umrundung

Endlich, am Berg kündigt sich ein traumhaft schöner Tag an. Das wollen wir natürlich für eine Schitour nutzen.

Die aktuelle Lawinensituation mahnt aber weiterhin zu defensivem Verhalten. Die Schneelage ist grundsätzlich gerade in den Karnischen Alpen gut, unterhalb von rund 1700m hat der Schnee aber schon einen schönen "Stich".

Also entscheiden wir uns für eine landschaftliche Genusstour.

Unser Ziel: Eine Umrundung des Trogkofels.

Und wieder einmal werde ich von der Trogkofelsüdseite nicht enttäuscht. Die landschaftliche Schönheit dieser Region lässt mich einfach nur staunen. 
Der Neuschnee pickt noch in den steilen Flanken der umliegenden Berge. Die sanften Hänge hinauf zur Rattendorfer Schneid strahlen in frischem Weiß.

Nur die Spurarbeit ist teils recht anstrengend, denn von Pulver bis Bruchharsch ist alles mit dabei.

Lohnend ist diese Tour besonders dann, wenn man die Nassfeld- Bergbahnen als Aufstiegshilfe bis zum Rudnigsattel nutzt.

Fazit zum Tag: Alles richtig gemacht :-)

27.1.2026 Kopasnock

Die Eckwand geht immer. Also fast immer! Auch letztes Jahr war die Latschurgruppe vom Seetal (Goldeck) ein Garant für lohnende Schitouren. Heuer ziert sich der Winter wieder ähnlich. Aber jetzt hat es zumindest einmal 20 bis 30cm geschneit.

Also ziehen wir wieder einmal los Richtung Eckwand. Zunächst steigen wir vom Seetal auf den 2054m hohen Gupf südwestlich vom Goldeck. Von dort geht es in feinstem Pulver am Rücken nach Westen hinab. Sobald die Exposition auf Süd dreht wird die Unterlage knapp. Mit etwas Spürsinn und Gefühl schafft man es aber ganz gut in den Gusengraben.

Dort herrscht tiefster Winter. Der Aufstieg Richtung Eckwand ist problemlos. Die Steilstufe in rund 1750 Seehöhe könnte unter den teils 50cm Lockerschnee etwas mehr Unterlage gebrauchen. Aber es geht auch bei der Abfahrt.

Oben entschließen wir uns dann für den Kopasnock, die Eckwandsüdflanke ist teils ausgeblasen. In der Nordflanke vom Kopasnock finden wir Pulver :-)

Die Abfahrt ist bis 1600m hinab ein Genuss. Dann folgt der lange Rückweg ins Seetal. Aber was tut man nicht alles für eine schöne Schitour?

26.12.2025 Dobratsch- Alpengarten- Zehner

Ein wenig Sonne tanken, wäre wieder einmal fein. 

Eine Schitour machen, wäre wieder einmal fein.

Das Auto zu Hause stehen lassen, wäre wieder einmal fein.

Was macht man in so einem Fall?

Richtig man fährt auf den Dobratsch und zwar mit dem Naturparkbus.

Ich steige beim Alpengarten aus und wandere durch eine herrliche Winterlandschaft bis auf den Zehner. Oben ist es kühl und etwas windig aber sonnig :-)

Eigentlich wollte ich ja auch wieder mit dem Bus runter fahren, entscheide mich aber um, um die Verhältnisse zu testen und fahre mit den Schiern bis Heiligengeist ab. Bis etwa 1200m geht es ganz gut, darunter muss man aufpassen, denn hin und wieder warten ein paar Steine unter der knappen Schneeauflage. Mit etwas Vorsicht und eventuell Stanaschiern geht es aber.

Fazit:

Der Dobratsch ist mittlerweile auch im WInter super als Öffi-Tour geeignet.

Aufstieg und Abfahrt von/ nach Heiligengeist möglich (ev. mit Stanaschi).

8.11.2025 Oisternig

Irgendwie ist es fast schon Tradition, dass ich im Herbst einmal mit den Kindern am späten Nachmittag am Oisternig unterwegs bin.

Und welch besseres Wetter als Hochnebel mit einer Obergrenze um 1800m kann man sich dazu vorstellen.

Auf der Feistritzer Alm angekommen stecken wir im dichtesten Nebel. Nur wenige Minuten später begrüßen uns aber bereits die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Am Gipfel genießen wir dann die traumhafte Aussicht über dem Nebelmeer.

Die tiefstehende Sonne zaubert rund um das Gipfelkreuz des Oisternig ein herrliches Brockengespenst (Glorie). Nach einer Gipfelrast geht es wieder talwärts. Mit den letzten Sonnenstrahlen tauchen wir knapp über der Feistritzer Alm wieder in den Nebel ein.

Aber die herrliche Stimmung im Sonnenschein mit der gewaltigen Aussicht haben wir im Herzen :-)

1.11.2025 Pasterze - Gletscherrand

Die Pasterze ist noch immer der größte Gletscher Österreichs, auch wenn sich die Gletscherzunge Jahr für Jahr um viele Meter zurück zieht.

Reichte die Pasterze früher bis unmittelbar unter die Franz- Josefs- Höhe, hat sie sich mittlerweile um hunderte Meter Richtung Hufeisenbruch zurück gezogen.

Heute muss man zumindest mit einer Halbtagswanderung rechnen um den Gletscherrand zu erreichen.

Trotzdem ist es dann sehr beeindruckend, wenn man am Rand der Gletscherzunge steht und sich die Eismassen 10 bis 15 Meter vor einem auftürmen.

Den Eisrand zu erreichen ist aber nicht so einfach. Denn im Sommer ist es mehr oder weniger unmöglich den tosenden Gletscherbach zu überqueren.

Aus diesem Grund ist ein Besuch des Gletscherrandes der Pasterze nur im Herbst bei kühler Witterung möglich.

3.10.2025 Rombon

Seit knapp 30 Jahren gehe ich schon auf den Rombon. Zumindest theoretisch. Denn  bis auf einen Versuch vor - wie gesagt bald 30 Jahren - habe ich mich nie an diesem doch so bekannten Berg hoch über Bovec versucht.

Aber jetzt war es so weit!

Ein kalter aber traumhaft schöner Oktobertag wollte für eine Wanderung genutzt werden.

Der Berg sollte nicht zu hoch, südseitig der Anstieg und traumhaft schön die Aussicht sein.

Was passt da besser als der Rombon.

Bei sommerlicher Hitze möchte man über die Südhänge eh nicht hinauf schwitzen. Von sommerlicher Hitze waren wir jedoch weit entfernt, dafür hatten wir glasklare Luft mit herrlichem Meerblick. Außerdem zeigten sich neben ein paar weiteren motivierten Wanderern auch zahlreiche Gänsegeier sowie beim Abstieg auch einige Steinböcke. Was für ein Tag!

20. und 21.9.2025 Bergwetterseminar Piz Timau- Freikofel

Nach langer Vorbereitungszeit ging das erste Bergwetterseminar im Gailtal über die Bühne! Von unserer Basis, dem Bierhotel Loncium in Mauthen, ging es zu zwei wunderschönen Touren.

Am ersten Tag wanderten wir von der Promos Alm auf den Piz Timau und weiter zum Promos. Da wir spät gestartet waren, hatten wir beide Gipfel für uns alleine. Nachdem wir tagsüber fast keine Wolken gesehen hatten, gab es beim Abendessen im Hotel noch ein paar Wolkenfotos sowie Zeitraffervideos.

Für den zweiten Tag hatten wir uns den Kleinen Pal und den Freikofel ausgesucht. Der Südföhn war schon deutlich stärker als am Vortag und beim Abmarsch am Freikofel haben wir dann auch tatsächlich die ersten Quellwolken des Wochenendes gesehen. Bei unserer Rückkehr zum Plöckenpass war es dort schon stark bewölkt. Besser und eindrücklicher kann man das Bergwetter nicht erleben und verstehen.

Danke den Teilnehmerinnen, es war einfach nur ein geniales Wochenende!

18.9.2025 Fuscherkarkopf

Mehrmals im Jahr habe ich die Ehre für die Bergwanderführer in Kärnten die Wetterausbildung zu gestalten.

Mitte September fand ein Kurs in Heiligenblut statt und bevor ich den nachmittäglichen bzw. abendlichen Wettervortrag halten durfte, ging es von der Franz-Josefs-Höhe über den Gamsgrubenweg auf den Fuscherkarkopf.

Mein Glück an diesem Tag war, dass sich der Himmel die längste Zeit des Tages wolkenlos präsentierte. Dazu traf ich am Fuscherkarkopf nur drei weitere Wanderer.

Vom Gipfel aus war der frisch angezuckerte Glocker zum Greifen nahe. Die Sicht war an diesem Tag aber allgemein fanastisch, das Bergemeer kaum zu überblicken.Am liebsten wäre ich noch für lange Zeit am Gipfel in der Sonne gesessen. Aber die Pflicht rief und so hieß es wieder zurück hinab nach Heiligenblut.

Was für gewaltiger Bergtag!

14.9.2025 Eiskargletschermessung 2025 - Das Ende einer Ära

Wer Eiskar sagt, muss auch Gerhad Hohenwarter sen. sagen. Seiner Initiative ist es in Zusammenarbeit mit dem jetztigen Leiter des ÖAV Gletschermessdienstes Gerhard Lieb zu verdanken, dass dieser besondere Gletscher, der südlichste Gletscher Österreichs, seit mittlerweilen über 30 Jahren Teil des österreichischen Gletschermessprogramms ist.

Aber alles Gute hat ein Ende. Die offizielle "Leitung" über die Gletschermessung im Eiskar habe ich zwar schon vor über 10 Jahren von meinem Vater übernommen. Als graue Eminenz war er jedoch fast jedes Jahr noch mit dabei. Jetzt im Herbst 2025, in einer der bittersten Stunden dieses kleinen Kargletschers (Auswertungen laufen), beendet der Senior auch offiziell seine Messtätigkeit. 

Zu seiner letzten Messung wurde er nicht nur von seinen Söhnen sondern auch von der nächsten Generation begleitet. Ob die aber noch die Gletschermessdienste übernehmen kann, ist mehr als fraglich....

7.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 4: Hohe Warte und Kellerwarte

Heute sollten sich meine Wege von jenen des Bergweltenteams wieder trennen. Drei Tage lang durfte ich als Guide, Wetterexperte, Historiker, Motivator, Erzähler und noch vieles mehr fungieren. 
Jetzt war ich wieder alleine unterwegs.

Als Abschluss dieser spannenden Tage hatte ich mir gleichzeitig als Höhepunkt den höchsten Berg der Karnischen Alpen als Ziel ausgesucht.

Über den Koban- Prunner- Klettersteig stieg ich zur Hohen Warte auf und zu meiner großen Überraschung war ich ganz alleine am Gipfel. Beim Abstieg kamen dann von Süden her die Massen. Ich verließ die ausgetretenen Pfade aber gleich wieder und steuerte die Kellerwarte an. Auch dort war ich alleine am Gipfel. Was für ein Genuss. Zum Schluss wartete dann noch der Rückweg über die Creta Monumenz zum Plöckenpass. Von dort erfolgte dann die Rückreise mit Bus und Zug. Unvergessliche Tage bleiben in Erinnerung.

Danke Bergwelten, durch euch kam ich zu dieser herrlichen Tour!

6.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 3: Hochweißsteinhaus- Wolayer See

Nach der gestrigen Kaltfront mit den zahlreichen Naheinschlägen rund ums Hochweißsteinhaus wirkte der klare und blaue Himmel an diesem Morgen irgendwie surreal.

Während das Team von Bergwelten noch ein paar Fotos und Interviews am Hochsteinhaus machte, nutzte ich die Zeit und stieg aufs Hochalpl.

Die Ruhe, die glasklare Luft und die gewaltige Aussicht waren einfach fantastisch. Wäre nicht noch der Weiterweg zum Wolayer See am Programm gestanden, wäre ich noch auf den Monte Peralba gestiegen. So ging es aber zurück hinab zur Hütte und zusammen wanderten wir dann über den Giramondopass zum Wolayer See.

Im Gegensatz zum Vortag hatten wir mit dem Wetter heute keinen Stress. In aller Ruhe konnten wir die Berge und die Wolken genießen. Am Ende des Tages genossen wir schließlich noch ein herrliches Abendessen mit traumhaftem Ausblick zum Wolayer See und der Seewarte.

5.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 2: Porzehütte- Hochweißsteinhaus

Tag zwei meiner Wanderung am Karnischen Höhenweg mit dem Magazin Bergwelten. Und dieser Tag war speziell!

Denn die Tour von der Porzehütte zum Hochweißsteinhaus gilt als längste Etappe am westlichen Teil des Karnischen Höhenwegs und gerade an diesem Tag war das Wetter nicht ganz so stabil.

Eine gute Vorhersage sowie aufmerksames Beobachten des Wettergeschehens war also oberste Devise. Denn wenn man einen Bericht über den Karnischen Höhenweg machen will, braucht es viele Fotos und man kommt nicht ganz so schnell weiter, wie normalerweise.

Die Prognose ließ ab etwa 13 oder 14h erste Regenschauer erwarten und die Kaltfront sollte zwischen 16 und 18h eintreffen. Den ganzen Tag über hielt ich die Wolken im Auge und wann immer es ging, machte ich am Handy einen kurzen Wettercheck. Ab 14h sah ich die ersten Regenschauer und pünktlich vor der Front schafften wir es zum Hochweißsteinhaus. Was für ein Tag!

4.9.2025 Öfenspitze- Filmoor Standschützenhütte- Porzehütte

Es freut mich immer wieder, wenn über meine Homepage Anfragen eintrudeln. Eine ganz besonders spannende Anfrage, habe ich Anfang Sommer vom Magazin Bergwelten erhalten:

Ob ich nicht einen Redakteur  als Wetterexperte und Kenner der Region am Karnischen Höhenweg begleiten möchte?

Natürlich möchte ich :-)

Den geplanten Termin im August mussten wir aufgrund des unsicheren Wetters absagen. Beim Ersatztermin passte das Wetter aber perfekt.

Während das Bergweltenduo am Helm gestartet war, stieß ich erst zwei Tage später auf der Filmoor Standschützenhütte dazu. Und gleich habe ich mich wieder in diese einfach einzigartige Hütte am Karnischen Kamm verliebt.

Die Freundlichkeit auf dieser von Steirern geführten Hütte ist einfach gewaltig. Wir konnten aber nicht ewig verweilen, denn unser Tagesziel war noch die Porzehütte. Der nächste Tag sollte dann sehr spannend werden...

24.8.2025 Klettersteig gehen am Kanzianiberg

In vielen Gesprächen habe ich immer gesagt, ich möchte körperlich und mental fit bleiben, damit ich, wenn meine Kinder älter sind, mit ihnen noch mithalten kann und auch vielleicht etwas forderndere Unternehmung machen kann.

Naja, was soll ich sagen?

Letztens hat mich mein Sohn gefragt, ob wir am Kanzianiberg auch die schwereren Klettersteige gehen können. Und die schwersten Steigabschnitte sind dort immerhin "E".

Früher als gedacht galt es zu beweisen, dass ich körperlich und mental fit genug bin um etwas forderndere Unternehmugen zu machen.

Nach einer gemütlichen Aufwärmrunde ging es beim Kami(n)kaze (D) zum ersten Mal so richtig los. Zum Abkühlen ging es über die Seilbrücke und dann nochmals den Kami(n)kaze und als Verlängerung den Hara(ld)kiri (E). Da war dann nicht nur der Junior gefordert sondern auch ich.

Aber passt schon, wenn wer nie an seine Grenzen geht, wird sich nicht weiterentwickeln :-)

14.8.2025 VordererMittlerer und Großer Bärenkopf 

Nachdem wir am Vortag zur Oberwalderhütte aufgestiegen waren, ging es heute auch auf einen Gipfel. Die Nacht hatten wir super bequem in einem Mehrbettzimmer verbracht, nur wir, keiner der schnarcht ;-)

Als Ziel hatte ich den Mittleren Bärenkopf auserkoren. Von der Hütte ist er relativ leicht zu erreichen. Die Höhenlage darf man aber nicht unterschätzen und so wandern wir gemütlich los. Am Gipfel angelangt, hat der Sohnemann noch nicht genug. Auch der Große Bärenkopf soll noch erstiegen werden. Während die Damen zurück zur Hütte wandern, machen sich die beiden "Männer" auf den Weg zum Großen Bärenkopf. Seines Zeichens immerhin 3396m hoch. Am Rückweg nehmen wir auch noch den Vorderen Bärenkopf mit. Wie oft hat man schon die Chance alle drei Bärenköpfe an einem Tag zu erklimmen? Glücklich und zufrieden erreichen wir nach knapp über 1000 zurückgelegten Höhenmetern die Oberwalderhütte und genießen dort einen weiteren Abend mit herrlichem Essen.

13.-15.8.2025 Oberwalderhütte

Vor zwei Jahren war ich mit meiner Familie am Gamsgrubenweg unterwegs. Ich wollte meiner Frau und meinen Kindern die Gletscherwelt rund um den Großglockner noch einmal in "alter" Pracht zeigen.

Die Mächtigkeit des Glockners hat bei meiner Frau bleibenden Eindruck hinterlassen.

Also wuchs in mir die Idee mit der ganzen Familie einmal die Gletscherwelt rund um die Pasterze noch internsiver  noch näher zu erleben.

Ziel war die Oberwalderhütte auf dem Großen Burgstall in fast 3000m. Die Hütte ist von zahlreichen 3000ern umgeben und liegt mitten im Ursprungsgebiet der Pasterze. Welche ein Ambiente!

Bei traumhaftem Wetter machten wir uns auf den Weg. Die öffentliche Anreise mit Zug und Bus funktionierte reibungslos und auch der Zustieg verlief problemlos. Der Ausblick von der Oberwalderhütte war wie immer grandios und ließ die Vorfreude auf den nächsten Tag noch größer werden.

9.8.2025 Sonnenuntergang und Mondaufgang am Dobratsch

Zumindest ein Mal im Jahr muss man im Sommer auf dem Hausberg gewesen sein ;-)

Bei uns ist das der Dobratsch.

Und besonders schön ist es dort oben zum Sonnenuntergang.

Wenn man über den Jägersteig hinauf geht und die nahen Julischen Alpen im Licht der Abendsonne leuchten, dann weiß man, dass man im Paradies lebt.

Da wir vor der Tour noch schnell in der Gail baden gehen mussten, waren wir relativ spät dran und mussten uns am Weg hinauf zum Gipfel sputen.

Oben angekommen sahen wir gerade noch, wie die Sonne am Horizont hinter Wolken verschwand. Kurz zeigte sich ein feuerroter Teil der Sonne nochmals, ehe sie endgültig unter ging.

Dafür hatten wir dann beim Abstieg mit dem Mondaufgang Glück.

Der Vollmond stieg als orange Scheibe über den Karawanken auf und sorgte für unvergessliche Momente. Bilder können so etwas gar nicht einfangen. Aber wir können solche Augenblicke in unserem Geist abspeichern. Das sind die Momente, die bleiben!

8.8.2025 Marterle- Leitenkopf- Zellinkopf

Wenn liebe Bekannte mich fragen, ob ich mit ihnen eine Wanderung machen kann und will, dann kann ich fast nicht nein sagen.

Eine aussichtsreiche Tour mit tollen Eindrücken aber nicht zu lange sollte es sein. Mal schauen, was meine Tourentrickkiste so hergibt ;-)

Meine Wahl fiel schließlich auf den Zellinkopf hoch über dem Martlere im Mölltal. Ein wunderschöner Aussichtsberg.

Einer herrlichen Wanderung dorthin stand nur mehr der Hochnebel im Wege und ich wollte alles, nur nicht noch eine Nebelwanderung (siehe 6.8.2025).

Trotz des Hochnebels entschied ich mich, ins Mölltal zu fahren. Bis wir am Gipfel sind, ist der Hochnebel sicher weg, so meine Hoffnung.

Beim Aufstieg bewegten wir uns lange im Nebel bzw. an der Nebelgrenze und selbst am Gipfel war die Sicht zunächst stark eingeschränkt. Aber wir rochen den Braten, ließen uns Zeit, rasteten lange und wurden noch mit einem traumhaften Panorama belohnt. Welch ein Genuss!

23.7.2025 Mittagskogel übers Tenn und das Krainer Törl

Wer in den Bergen unterwegs ist, der muss manchmal an seine mentalen Grenzen gehen. Deshalb gibt es ja auch Bergwetter erleben mit mentaler Stärke :-)

Diese mentalen Grenzen liegen für jeden wo anders.

Während eine ausgesetzte Passage für den einen schon sehr zünftig ist, hat der andere an der selben Stelle kein Problem. Wichtig ist, dass man sich langsam an seine Grenzen herantastet und im Idealfall jemanden dabei hat, der den technischen und mentalen Herausforderungen gewachsen ist.

Ich hatte letztens das Vergnügen mit jemanden am Berg unterwegs zu sein, der zwar konditionell top drauf war, aber wenig alpine Erfahrung hatte.

Aber er hatte den Wunsch einmal in etwas alpineres Gelände zu kommen. Also suchte ich eine Tour aus, die sowohl den konditionellen Ansprüchen als auch dem alpinen aber doch nicht zu alpinenen Charakter gerecht wurde.

Unser Ziel war der Mittagskogel, welchen wir über die Berthahütte, das Krainer Törl und den Hühnerkogel erreichten.

Fazit: Von Anfang bis Ende eine gelungene Tour!

10.7.2025 Mangart (mit Meerblick)

Ein lieber Bekannter ist zwar fleißig mit dem Rad unterwegs, war aber noch nie am Mangart. 

Grund genug, mit ihm einmal auf den Mangart zu gehen. Außerdem ist es schon wieder beachtliche acht Jahre her, dass ich das letzte Mal am dritthöchsten Berg Sloweniens war. Mit dem Auto ging es über die Mautstraße (€ 10) bis zur Mangarthütte. Von dort stiegen wir ganz gemütlich über den Normalweg zum Gipfel auf. Wie zu erwarten, war schon einiges los, aber wir haben es ganz gut erwischt. Knapp unterm Gipfel begrüßten uns zwei Steinböcke und vom Gipfel aus hatten wir einen wunderbaren Blick nach Süden, welcher bis zum Meer reichte. Selten habe ich das Meer von einm Berg im Sommer so klar und deutlich gesehen! Was für ein Genuss!

Durch den breiten Gipfelaufbau des Mangart gab es  trotz der zahlreichen Wanderer am Gipfel kein Gedränge und auch der Abstieg der verlief ohne Probleme. Ich würde sagen, eine absolut gelungene Bergtour!

 

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining