Gerhard Hohenwarters  Berg- und Schitourenseite

 

 

Terminaviso "Bergwetter erleben" im Sommer 2024

 

Im Tal ist ja schon Frühling und auch am Berg wird sich der Winter in den kommenden Wochen langsam wieder verabschieden.

Zeit den Sommer zu planen :-)

 

"Bergwetter erleben" der einzige Bergwetterkurs in Österreich kommt zum ersten Mal nach Tirol und zwar auf die Gufferthütte (Nähe Achensee).

Am 29. und 30. Juni 2024 dreht sich zwischen Rofan und Blaubergen alles um das Thema Wetter und Berg.

 

Am Ende des Sommers (31.8. und 1.9.2024) steht dann der Hochkönig am Programm! Dieser mächtige Gebirgsstock ist wohl der perfekte Platz um das Bergwetter mit Mentaltraining zu verbinden. Deshalb heißt es am Hochkönig:

"Bergwetter erleben mit mentaler Stärke"
Anmeldungen sind ab sofort möglich.

23.5.2024 Gamskofel

Ein Mal im Jahr geht es für mich als Ausbildner zum Thema Bergwetter für die Kärntner Bergwanderführer nach Obergail ins Lesachtal. Und wenn ich schon dort unterwegs bin, versuche ich auch immer eine Bergtour anzuschließen. Vor zwei Jahren ging es auf den Riebenkofel und Lumkofel, letztes Jahr bei Nebel und Regen auf den Gamskofel.

Auch heuer war das Wetter bei meinem Lesachtalausflug eher durchwachsen. Trotzdem wagte ich nochmals einen Versuch am Gamskofel. Das Wetter glich fast genau jenem vor exakt einem Jahr. Am 23.5.2023 hüllten Wolken die Gipfel in Nebel und es regnete immer wieder. Auch am 23.5.2024 gestaltete sich das Wetter eher trüb.
Trotzdem nahm ich den Gamskofel in Angriff und tatsächlich, ich erreichte den Gipfel, bevor dieser in dichten Wolken verschwand. Und noch rechtzeitig bevor der Regen einsetzte saß ich schon wieder im gemütlichen Gastraum vom Hotel Wanderniki. Manchmal braucht man einfach etwas Glück :-)

20.5.2024 Techantinger Mittagskogel

Der Techantinger Mittagskogel ist wohl jener "Mittagskogel" rund um den Faaker See, welcher am seltensten besucht wird. Denn mit mindestens 1200 Höhenmeter und einer nicht zu unterschätzenden Wegstrecke ist dieser Grenzgipfel nicht so leicht zu erreichen.

Vom Raum Villach aus sind die beiden Nordrinnen des Techantinger Mittagskogels sehr auffällig und besonders im Winter ein Blickfang.

Mitte Mai 2024 findet sich in diesen Rinnen aber kein Schnee mehr, Zeit also dem Techantinger Mittagskogel wieder einmal zu Fuß einen besuch abzustatten.

Da ich Autoanreisen so geht es geht zu vermeiden suche, ging es mit dem rad nach Korpitsch. Der Weg von dort hinauf ist weit und hin und wieder fragt man sich, warum man sich das antut.

Oben angekommen weiß man es dann aber :-)

Bergidylle pur...

19.5.2024 Soča und Lepenjica

Irgendwie hat jeder im Kopf so seine Grenzen bzw. seine Vorstellungen. Für mich zum Beispiel ist alles, was südlich von Predil- oder

Vršičpass liegt weit weg. Dabei sind es von Villach "nur 60 Kilometer bis Bovec. Nur als kleiner Vergleich: Mallnitz ist von Villach 80km entfernt.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Mallnitz näher liegt.
Höchste Zeit diese Einstellung aufzubrechen und unseren südlichen Nachbar wieder einmal einen Besuch abzustatten. Bei herrlichem Frühlingswetter ließen wir die Natur und das Wasser rund um Bovec auf uns wirken.

Zunächst genossen wir den Wasserhain Šunik vodni gaj und dann wanderten wir noch ein Stück entlang der Soča im Beriehc der Soča- Tröge. Denn knapp oberhalb der Einmündung des Lepenjica Baches ist die Soča gut und gerne 10m tief in die Felsen eingeschnitten. Ein atemberaubendes Naturerlebnis.

Am Wochenende ist entlang der Soča übrigens sehr viel los, etwas ruhiger ist es unter der Woche ;-)

17.5.2024 Mallestiger Mittagskogel und Murnovec

Kann man auch bei unbeständigem Wetter auf den Berg gehen?

Natürlich. Denn genau an diesen Tagen ist es spannender und ruhiger am Berg. Die Sinne werden geschärft. Man erkennt selbst auf bekannten Wegen neue Dinge, denn der Blick schweift nicht weit weg, sondern bleibt in der Nähe.

An den weniger schönen Tagen kann man auch das (eigene) Wetterwissen überprüfen. Wie genau lassen sich Regenschauer vorhersagen. Oder kann man das überhaupt?

Ich habe den Tag genossen. Zwei weitere nette Wanderer getroffen, ein Murmeltier, zwei Birkhähne und viele andere Vögel gesehen.

Dazu noch Fotos und Videos für meine Wetterseminare gemacht.

Perfekter Tag :-)

29.4.2024 Ebeneck (Mallnitz)

Wer im späten Frühjahr noch lohnende Schitouren machen möchte, der muss sich eingehend mit den Themen Schnee und Wetter beschäftigen.

Denn im April oder Mai geht die Sonne schon früh auf und steht tagsüber hoch am Himmel. Dementsprechend rasch kann die Schneedecke auffirnen oder gar tief und sulzig werden. Auch die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit sowie die Bewölkung in der Nacht sollte man im Auge behalten. Denn der Schnee kann in einer klaren und sehr trockenen Nacht trotz positiver Lufttemperatur durchfrieren.

Kurz gesagt, eine Frühjahrsschitour will gut geplant werden!

Wir haben unsere Schitour auf das Ebeneck, welches zwischen Romaten im Osten und Hagener Hütte im Westen liegt, perfekt geplant ;-)

Trotz hoher 0°C-Grenze war der Schnee beim Aufstieg gefroren. Bei der Abfahrt hatten wir idealen Firn.

Wir waren aber halt auch schon um 10:00 wieder zurück beim Auto...

Valentingletscherlauf 27.4.2024

Nach sechs Jahren Pause war ich heuer endlich wieder einmal beim Valentingletscherlauf dabei! Der Valentingletscherlauf ist ein Schitourenabfahrtslauf, bei dem jenes Team gewinnt, welches der Durchschnittszeit aller Teams am nächsten gekommen ist.

Startpunkt ist dabei das Valentintörl zwischen Hoher Warte und Rauchkofel, das Ziel je nach Schneelage zwischen Oberer und Unterer Valentinalm.

Beim Aufstieg hieß es heuer früh dran sein, denn tagsüber sollte es von Süden her eintrüben. Das nahmen wir uns zu Herzen und standen schon um halb neun im Sonnenschein am Gipfel des Rauchkofels.

Das Rennen selbst war für uns ein voller Erfolg. Schon nach den ersten Schwüngen hatten wir die vor uns gestarteten Teams eingeholt. Um doch noch eine Chnace auf den Sieg zu haben, legten wir im unteren Teil einen Jausenstopp ein. Und siehe da, wir schafften es als 9. in die Top Ten! Danke an die Bergrettung Kötschach-Mauthen für diese tolle Veranstaltung!

24.4.2024 Aprilwinter

Der April macht was er will. Auf den April 2024 trifft das wirklich voll und ganz zu! Nach Rekordhitze und bei Höchstwerten über 30 Grad kann man tatsächlich von Hitze sprechen, kam der Rückfall in den Winter.

Zur Klarstellung: Das Außergewöhnliche ist nicht der Schnee im April sondern die Hitze im April.

Um einen Vergleich aus der Natur zu Hilfe zu nehmen:

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ein Wärmerekord ist kein Hinweis auf eine Klimaveränderung, die Häufung dieser aber schon!

Der Aprilwinter geht übrigens in den kommenden Tagen zu Ende und ab dem 28. April geht es mit frühsommerlichem Wetter weiter.

Und wer noch Lust auf Schitouren hat, am Wochenende gibt es dazu eine schöne Möglichkeit: 27.4.2024 Valentingletscherlauf :-)

19.4.2024 Rosskofel und Creta di Pricotic

Wie fast jeder Tag, beginnt auch dieser 19. April 2024 mit dem Blick auf den Thermometer. Während ich mich sonst gerade bei geplanten Schitouren im Frühling über tiefe Temperaturen freue, bereitet mir der Morgenfrost aufgrund der Obstbaumblüte heute aber Sorgen. Und leider sind zahlreiche Obstbaumblüten und Weintriebe abgefroren :-(

Tja, da heißt es, das Beste daraus zu machen und eine Schitour gehen :-)

Ziel war der Rosskofel in den Karnischen Alpen. In dessen Nordflanke erhofften wir uns noch Pulver zu finden.

Vom Naßfeld weg ging es über die Schipisten höher. Der Aprilneuschnee war auf den Sonnenhängen schön kompakt und durchgefroren. Im schattigeren Bereich gab es unterhalb von 1850m Bruch und darüber Pulver!

Die steile Querung vom Rudnigsattel hinauf Richtung Rosskofel war auch gut gehbar und so konnten wir diesen Tag dann doch noch voll genießen.

Man muss halt aus jeder Situation das Beste machen :-)

13.4.2024 Gertrusk (Saualpe)

Endlich ging es wieder einmal mit der ganzen Familie auf den Berg. Bei sommerlichen Temperaturen - und das Mitte April - wanderten wir auf den Gertrusk, einen kleinen aber feinen Gipfel auf der Saualm.

Vom Start bis zum Gipfel hat man fast ununterbrochen ein herrliches Panorama. Dazu blühen heuer auch schon die Krokusse und man kommt fast ohne Schneekontakt bis auf über 2000m.

Die Saualm bietet viele schöne und meist leichte Wandermöglichkeiten. Die Aussicht kann sich dabei wirklich sehen lassen! Von den Tauern über die Julischen bis zu den Steiner Alpen oder zum Zirbitzkogel reicht der Rundumblick.

Nach Aprilsommer kommt nun aber wieder der Aprilwinter. Eine Kaltfront sorgt für nachhaltige Abkühlung.

Kurze Hosen und T-Shirts können für die kommenden 7 bis 10 Tage wieder getrost im Kasten verschwinden ;-)

12.4.2024 Dreiländereck vom Tal

Jetzt geht es irgendwie Schlag auf Schlag. Nach drei eher bewegungsarmen Wochen folgete auf eine lässige Schitour eine gemütliche Wanderung.

Ein lieber Freund hat mich auf seinem Lieblingsweg mit auf das Dreiländereck genommen. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Sportlichkeit erfolgte die Anreise mit dem Zug nach Arnoldstein und der Aufstieg auf den Gipfel vom Tal aus.

Der Weg über die Hochwiesen ist einer der längeren Wege auf das Dreiländereck. Dafür ist man hier wirklich alleine unterwegs.

Wer jetzt im Frühling auf den einst Ofen genannten Berg (auf italienisch heißt er noch immer Monte Forno) wandert, wir am Gipfel von einem wahren Meer aus Krokussen belohnt.

Seit im Gipfelbereich auf der slowenischen und italienischen Seite geschlägert wurde, hat man auch einen herrlichen Blick zu den nahen Julischen Alpen.

11.4.2024 Forcella Tedesca (Julische Alpen)

Endlich wieder einmal Schibergsteigen :-)

Seit Wochen war ich keine Schitour mehr und dann hatte ich einen Tag Zeit! Die Verhältnisse sollten auch ganz gut passen, also los - wieder einmal Julierluft schnuppern!

Mit der Gondelbahn ging es gemütlich hinauf zum Rif. Gilberti. Von dort führte mich der Weg zunächst hinauf Richtung Sella Ursic, den Klassiker um diese Jahreszeit. Mir schwebte aber etwas anderes vor. Die Forcella Tedesca! Eine kleine Scharte im langen Kaninzug. Glücklicherweise waren ein paar Italiener vor mir unterwegs, die im relativ weichen Schnee die Stapfarbeit übernahmen.

Nach einer Abfahrt nach Süden ging es dann durch das "berühmte" Fenster zurück auf die Nordseite. Auch Bergwelten von Servus-TV war dort letztens schon unterwegs. Ich hatte aber deutlich mehr Schnee als die Protagonisten bei den Dreharbeiten ;-)

5.4.2024 Gletschermessbericht 2022/23

Anfang April wird tranditioneller Weise der Gletschermessbericht des Österreichischen Alpenvereins veröffentlicht.

Das Gletscherhaushaltsjahr 2022/23 war ausgesprochen gletscherabträglich.

Die Pasterze verlor an ihrer Zunge mehr als 200m an Länge!

Aber auch der südlichste Gletscher Österreichs, das Eiskar in den Karnischen Alpen, erlebte eines der "schlechtesten" Jahre seit Beginn der jährlichen Messungen im Jahr 1992.

Ausgesporchen wenig Winterschnee und ein überdurchschnittlich warmer und feuchter Sommer (Gift für den Gletscher) haben dafür gesorgt, dass nicht nur sämtliche Firnrücklagen der letzten Jahre sondern auch große Mengen an Gletschereis abgeschmolzen sind.

Das Eiskar hat schwer gelitten, die Gletscherzunge hatte nur mehr eine wenige Zentimeter starke Verbindung zum Hauptgletscher (Bild links) und wird wohl 2024 endgültig abreißen :-(

2.4.2024 Finsterbach Wasserfälle

Die Finsterbach Wasserfälle waren bis vor wenigen Jahren noch ein mehr oder weniger unbekanntes Kleinod oberhalb von Sattendorf am Ossiacher See. Die Steige zu den Wasserfällen waren teils verfallen und gesperrt.

Mittlerweile wurden die Wanderwege aber saniert und gesichert und siehe da, die Finsterbach Wasserfälle haben sich zu einem Touristenmagnet gemausert!

Aber der Zustrom an Menschen bringt auch so seine Probleme.

Eines davon ist die Parkplatzsituation. Im Sommer sind die vorhandenen Parkplätze voll und es kommt immer wieder zu Beschwerden von Seiten der Anrainer wegen falsch parkender Autos.

Jetzt soll ein neue neue Parkplatzregelung kommen.

Stellt sich die Frage: Warum?

Die S-Bahnhaltestelle ist nur 5 Gehminuten vom Parkplatz entfernt. Der Bus bleibt überhaupt direkt beim Startpunkt der Wanderung stehen. Wäre das nicht die ideale Möglichkeit um die öffentliche Anreise zu stärken?

25.3.2024 Kanzianiberg Klettersteige

Der Kanziniberg ist weit über Kärntens Grenzen als Kletterberg bekannt. Waren früher hier nur die Sportkletterer unterwegs, so ist in den letzten Jahren rund um den Kanzianiberg auch eine Vielzahl an kurzen Klettersteigen fast aller Schwierigkeitsgrade errichtet worden.

Die einzelnen Steige lassen sich zu schönen Runden verbinden und bieten wirklich erlebnisreiches Klettersteiggehen.

Immer wieder folgt man den Steigen in den zerklüfteten Berg hinein. Spektakuläre Risse werden durchklettert, wobei die Schwierigkeit in diesen Passagen meist überschaubar (B oder maximal B/C) ist. Somit finden auch Klettersteiganfänger hier ihr Abenteuer.
Für die ambitionierten Sportklettersteiggeher gibt es mit Kami(n)kazie oder Haraldkiri aber auch kurze senkrechte Abschnitte im hohen Schwierigkeitsgrad (D/E und E). Hier ist Armkraft und Spreiztechnik gefragt.

Fazit: Für jeden und jede ist etwas dabei :-)

20.3.2024 Weinasch

Zumindest ein Mal im Jahr sollte sich eine Schitour in den Karawanken ausgehen. Ganz untypisch für Mitte März ging es mit dem Auto schon bis zum Sommerparkplatz im Bärental.

Dort dann die große Überraschung. Kaum waren wir dort, kam ein weiteres Auto mit einem lieben Bergfreund, der seit über 10 Jahren in Amerika lebt. Keine Minute später rollt das nächste Auto an, aus dem Hannes Wallner von der Bergkrone und der 8000er Bergsteiger Hans Wenzl aussteigen.

Mit Hans Wenzl hab ich gleich einmal für den heurigen Herbst ein gemeinsames Bergwetterseminar und mit Hannes Wallner einen Beitrag für die Bergkrone geplant.

Die Tour auf den Weinasch war dann noch der Höhepunkt. Unten gilt es im Moment schon 15 Minuten die Schier zu tragen. Ab dem Hochstuhlkar liegt genug Schnee und oben ist die Schneelage sogar richtig gut.

Fazit: Wieder einmal ein super Bergtag :-)

14.3.2024 Latschur

Der Latschur steht schon sehr lange auf meiner Schitouren-Bucket List!

Bei unserer Tour auf die Eckwand ist die Idee den Latschur vom Seetal aus zu besteigen wieder aufgekommen.

Der hohe Ausgangspunkt und die großteils nordseitige Exposition ließen mich zusammen mit den Wetter- und Schneeverhältnissen auf eine lohnende Tour hoffen.

Im Gegensatz zur Eckwandtour vor einer Woche gab es dieses Mal auf den Südwesthängen hinab in den Gusengraben keinen Pulver mehr, aber tragfähigen Harsch.

Was dann folgte war einfach gewaltig.

Wir waren in einer fantastischen Landschaft in unberührter Natur und bei traumhaftem Wetter komplett alleine unterwegs. Einfach unbeschreiblich!

Gekrönt wurden unsere Bemühungen von herrlichen Pulverhängen.

Was für ein Genuss!

7.3.2024 Eckwand

Manchmal braucht man etwas Glück!

Wir hatten das Glück, dass wir an einem der wenigen halbwegs schönen Tage der letzten Zeit frei hatten.

Die Zielauswahl war dieses Mal relativ klar. Nachdem es oberhalb von 1500m etwas Neuschnee gegeben hatte, hieß es hoch starten und hoch bleiben.

Also fuhren wir hinauf ins Seetal unterhalb vom Goldeck. Der Parkplatz liegt dort auf 1883m. Perfekt!

Der Weiterweg führte uns vorbei am Seetalnock auf einen kleinen Gipfel. Vor uns lagen 500 Höhenmeter herrlichste Pulverabfahrt. Die Eckwand ist aber ein Gipfel, der erarbeitet werden will. Es heißt also wieder anfellen und rund 700 Höhenmeter zum Gipfel aufsteigen. Oben angekommen nutzten wir das letzte Sonnenfenster um genussvoll rund 500 Höhenmeter abzufahren.

Dann muss man wieder anfellen um zum Parkplatz zurück zu kommen. Die Eckwand will erarbeitet werden. Es hat sich aber voll ausgezahlt!

3.3.2024 Schwarzkopf (Zauchensee)

Tag zwei des Schitourenwochenendes in Salzburg.

Die Prognose für den Tag versprach mehr Wind als am Vortag. Die Nacht war aber klar und somit erhofften wir uns halbwegs passable Verhältnisse.

Den Plan auf die Glöcknerin zu gehen verwarfen wir bei unserer Ankunft in Obertauern. Der Gipfel steckte in Wolken und der Anstieg lag komplett im Schatten. Bei windigen Verhältnissen nicht gerade erstrebenswert. Aber etwas weiter nordwestlich lachte uns der Spirzinger an. Also fuhren wir hinab zur Gnadenalm um von dort zu diesem Gipfel zu starten.

Nachdem aber viele Schitrouengeher dorthin aufbrachen, warfen wir unseren Plan nochmals über den Haufen und gingen kurzentschlossen auf den Schwarzkopf. Ein spannendes Ziel, denn von der absoluten Ruhe auf der Tauernkarleitenalm geht es an den Rand des Schigebietes Zauchensee und dann wieder auf den einsamen Gipfel des Schwarzkopfs.

Fazit: Schöne Tour mit leider schlechtem Schnee ;-)

2.3.2024 Weißeck (Lungau)

Es ist schon Tradition, dass ich Anfang März mit meinem Bruder und Freunden ein Schitourenwochenende mache.

Letztes Jahr waren wir in den Steiner Alpen und den östlichen Karawanken unterwegs, der einzigen Region, wo damals wirklich ausreichend Schnee lag.

Heuer war es gar nicht so leicht zum tendenziell südföhnigen Wetter die passende Schitourenregion mit ausreichend Schnee zu finden.

Wir entschlossen uns für den nördlichen Lungau bzw. den südlichen Pongau.

Der erste Tage begann zunächst enttäuschend. Auf 1300m Seehöhe lag im Bereich des Tauerntunnel Südportals fast kein Schnee, so dass wir selbst schattseitig die Schier für einige Minuten tragen mussten. Mit jedem Höhenmeter wurde der Schnee aber mehr und mit jedem Höhenmeter kamen wir der Hochnebelobergrenze näher. In 2400m war es schließlich so weit und wir stießen durch den Hochnebel. Am Gipfel war es dann windstill und das bei strahlendem Sonnenschein! Was für ein Tag!

23.- 25.2.2024 Wetter- und Lawinenkurs

Was für ein perfektes Drehbuch!?

Der Feber geht als wärmster Feber der Messgeschichte in die Klimabücher ein,es hat seit zwei Wochen nicht nennenswert geschneit und genau am ersten Tag des Wetter- und Lawinenkurses fallen in der Innerkrems im Tal 30 und am Berg knapp über 40cm Neuschnee!

Besser kann man es nicht planen.

Aufgrund des Schneefalls müssen wir das Programm zwar etwas umstellen, aber alles kein Problem.

An Tag zwei geht es raus ins Gelände. Wir suchen, sondieren und schaufeln. Machen einen Blick in die Schneedecke und testen die Stabilität der Schneedecke.

Auch am letzten Tag sind wird logischer Weise mit den Schitourenschieren unterwegs. Neuerlich wird der Notfall Lawine geübt.

Zusätzlich achten wir auf Wetter- und Lawinenzeichen in der Natur und zum Drüberstreuen gibt es noch etwas Schitechnik :-)

21.2.2024 Neuschnee in Sicht!

Genau rechtzeitig zum Wetter- und Lawinenseminar in der Innerkrems (23. bis 25.2.2024) kündigt sich in Oberkärnten, Osttirol und dem südlichen Salzburg richtig viel Neuschnee an.

Am Freitag (23.2.2024) ist in diesen Regionen oberhalb von 1300m mit starkem Schneefall zu rechnen. Darunter kann es zu Beginn regnen, im Tagesverlauf sollte die Schneefallgrenze aber bis in die Täler sinken!

In der Innerkrems sind 30 bis 50cm Neuschnee sehr wahrscheinlich. Perfekt für ein Wetter- und Lawinenseminar.

Am meisten Neuschnee kündigt sich in den Karnischen und Julischen Alpen an. Hier dürfte es binnen 30 Stunden mehr als einen Meter schneien! In den klassischen Staulagen (Plöckenpass, Naßfeld, Sella Nevea) sind in Lagen über 1500m auch noch größere Neuschneemengen möglich (siehe Grafik rechts).

Dazu weht auf den Bergen starker bis stürmischer Südwind.

Neuschnee und Wind werden natürlich auch die Lawinensituation wieder massiv verändern und die Lawinengefahr deutlich ansteigen lassen.

Passt am Wochenende also bei Touren auf euch auf!

31.1.2024 Auernig und Garnitzenberg

Eigentlich darf man sich über die Schneelage im Süden ja nicht beschweren. Denn wo sonst in Österreich liegt aktuell auf 500m Seehöhe überhaupt Schnee?

Ja klar, es könnte mehr sein, aber trotzdem findet man durchaus lohnende Schitourenziele. Nach der Creta di Rio Secco am Vortag ging es dieses Mal auf die andere Seite des Naßfeldpasses.

Mein erstes Ziel war der Auernig und von dort ging es noch weiter zum Garnitzenberg. In den schönen Südhängen erhoffte ich mir bereits Firn zu finden.

Und tatsächlich, sonnseitig war der Schnee zu Mittag aufgefirnt und gut zu fahren. Selbst das Waldstück oberhalb der Auernigalm hatte zumindest im östlichen Teil genug Schnee für eine Abfahrt.

Zurück am Pass war ich wieder fasziniert, wie schnell man am Naßfeld von der Einsamkeit wieder in den Trubel zurück kommt.

30.1.2024 Creta di Rio Secco

Die Berge faszinieren mich jeden Tag auf's Neue.

Heute war wieder so ein Tag!

Begonnen hat alles mit dem Early Bird Schifahren am Naßfeld. Das Hotel Gartnerkofel organisiert für seine Hausgäste einmal in der Woche zum Sonnenaufgang eine extra Pistenstunde im Schigebiet vor allen anderen.

Da ich am Abend zuvor im Hotel einen Vortrag halten darf, war es mir auch möglich, in der Früh den Sonnenaufgang auf der Madritschen zu genießen.

Bald schon ließ ich den Trubel des Schigebietes aber hinter mir und steuerte in die absolute Einsamkeit.

Faszinierend wie knapp Ruhe und Trubel bei einander liegen.

Auf der italienischen Seite des Karnischen Hauptkamms war ich plötzlich ganz alleine unterwegs. Umgeben nur von absoluter Stille und einer traumhaften Bergkulisse.

Welch ein Privileg so etwas erleben zu dürfen!

23.1.2024 Wird's jetzt nie mehr Winter? Ein Wetterausblick:

Die skandinavische Kälte von Anfang Jänner hat sich über den Nordpol nach Kanada verabschiedet. Von dort fließt sie nun auf den "warmen" Atlantik.
Über dem Atlantik erwärmt sich die kalte Luft und gelangt schließlich als relativ milde Luft nach Mitteleuropa.
Das bedeutet für Winterfans in Europa aber nichts Gutes!
Etwas kühlere Luft lagert noch über Skandinavien, welche zeitweise Richtung Süden rutscht.
Fakt: Über Mitteleuropa hat sich eine Nordwestströmung aufgebaut.
Für die Alpennordseite heißt das abwechselnd Kalt- und Warmfronten, wobei die Schneefallgrenze selten unter 1000m sinken dürfte. Dazu immer wieder teils starker Wind.
Südlich des Alpenhauptkamms bleibt es trocken und oft sonnig. Teils föhnig durchgreifender Nordföhn treibt aber auch hier die Temperaturen vielfach deutlich ins Plus.
Diese Wetterlage ist gekommen um zu bleiben, zumindest einmal für die nächsten 10 bis 14 Tage!

21.1.2024 Fortbildung für die Kärntner Bergwanderführer am Goldeck

Wie schon in den letzten Jahren durfte ich auch heuer wieder eine Fortbildung für die Kärntner Bergwanderführer mitgestalten.

Im Gegensatz zum Sommer ist das Winterwetter meiner Meinung nach deutlich leichter vorherzusagen. Im Gegensatz zum Sommer kann im Winter aber ein kleiner Fehler schon fatal enden.

Denn neben den Lawinen können auch Temperatur- und Windeinfluss sowie die Sicht bzw. die dann eben nicht mehr vorhandene Sicht lebensgefährlich werden.

Von lebensgefährlichen Wetterverhältnissen waren wir bei dieser Fortbildung aber meilenweit entfernt.

Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns den ganzen Tag.

 

So macht arbeiten wirklich Spaß!

13.1.2024 Falkert und Co

Die Nockberge sind bei passender Schneelage ein einziger Traum für Schitourengeher!

Gerade in den letzten Jahren hat diese Gebirgsgruppe immer ausreichend Schnee abbekommen. Auch heuer passt die Schneelage in den von Einheimischen liebevoll "Nocky Mounatins" genannten Bergen.

In Höhenlagen ab etwa 1400m liegt genug Schnee und in den Nockbergen hat man auch mehrere Möglichkeiten um Augsgangspunkte in solch einer Höhenlage zu erreichen.

Wir sind beim Falkertsee auf knapp über 1800m gestartet und haben einen wundervollen Tag in unglaublicher Natur verbracht.

Gekrönt wurde unser Schitourentag von einer herrlichen Pulverabfahrt durch unverspurte Genusshänge.

Herz was willst du mehr!

Danke für diesen herrlichen Tag!

11.1.2024 Wöllaner Nock

Blauer Himmel, frischer Pulverschnee, kaum Wind und relativ mild.

Solch ein Wetter möchte genutzt werden.

Dieses Mal sind wir ganz gemütlich mit der Kaiserburgbahn hinauf gefahren und nicht von Süden oder Westen aufgestiegen. Vom Gipfel ging es dann nach Osten hinab Richtung Geigerhütte.

Unterhalb von rund 2000m war der Schnee schön pulvrig.

Im Sonnenschein ging es nach rund 300 Höhenmetern Abfahrt hinauf aufs Pfaffeneck und über herrliche Hänge zurück hinunter Richtung Geigerhütte.

Im weiten Kessel östlich des Wöllaner Nocks fanden sich nur unsere Spuren. Außer uns kein Mensch, kein Tier.

Ruhe und Genuss pur!

So lassen sich die Berge wirklich genießen.

Die Nockberge bieten auch heuer wieder wirklich tolle Bedingungen. Mit dem 18.12.2022 kann die aktuelle Schneelage aber nicht mithalten ;-)

3.-5.1.2024 Wetter- und Lawinenkurs in der Innerkrems

Nach der letztjährigen Premiere gibt es heuer wieder zwei Wetter- und Lawinenkurse in der Innerkrems.

Der erste davon ging gleich zu Beginn des Jahres 2024 bei perfekten Bedingungen über die Bühne.

Die Ausgangsbedingungen hätten besser nicht sein können. Die nördlichen Nockberge bekamen im Frühwinter immer wieder Schnee, dazu gab es teils stürmischen Wind. Perfekte Voraussetzungen für einen Kurs.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es gleich hinaus ins Gelände zu einer Übung. Verschüttetensuche samt Sondieren und Ausgraben.

Am Abend folgten ein Lawinenbasis- sowie ein Wettervortrag.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Übung. Im Rahmen einer Tour auf die Blutige Alm wurde eine Tiefenverschüttung simuliert. Dazu musste jeder und jeder wieder suchen, sondieren und teils über 1m tief graben.

Der Abschlusstag brachte eine weitere Schitour auf den Bärnaunock samt Rutschblocktest und natürlich wieder die obligatorische LVS-Suche.

Fazit: Zweieinhalb Tage voll mit tollen Eindrücken!

3.1.2024 Schilchernock und Klölingnock

Um die Verhältnisse für den Wetter- und Lawinenkurs in der Innerkrems auszukundschaften, war ich bereits einige Stunden vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den nördlichen Nockbergen unterwegs.

Von Schönfeld aus ging es auf den Klölingnock. Dort fanden wir noch wunderschönen Pulver vor. Also nochmals rauf. Dieses Mal aber auf den Schilchernock.

Und auch dort gab es noch Pulverschnee. In den südseitigen Expositionen bekam der Pulver durch die hohen Temperaturen und den Sonnenschein aber schon einen leichten "Stich".

Von den beiden Gipfeln aus hatte man auch einen wunderbaren Rundumblick und konnte einen perfekten Überblick über die Schneeverteilung gewinnen. Genau das war mein Ziel dieser Erkundungstour.

Zu Mittag ging es dann zurück in die Innerkrems, wo wir am Nachmittag bereits mit der ersten Lawinenverschüttetenübung des Kurses starteten.

31.12.2023 Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das Jahr 2023 geht langsam zu Ende.

Bevor das Jahr 2024 beginnt, blicke ich nochmals kurz zurück.

2023 brachte mir viele tolle Erlebnisse und Bekanntschaften.

Schon der Start mit meinem ersten Wetter- und Lawinenseminar im Jänner war ein voller Erfolg. Ein gewaltiges Schitourenwochenende in den Karawanken bzw. den Steiner Alpen sowie die Befahrung des Kugy-Couloirs bei Pulverschnee waren die winterlichen Höhepunkte.

Im Sommer war mein Highlight eine gewaltige Tour mit Freunden in den Karnischen Alpen. An einem Tag ging es von Niedergail auf die Raudenspitze, weiter bis zum Mittagskofel und wieder zurück ins Tal.

Spannend waren auch die Drehtage für die Servus-TV Sendereihe Bergwelten, hier bin ich auf die Ausstrahlung im Frühsommer gespannt.

Jetzt heißt es aber nach vorne blicken, in ein spannendes neues Jahr. Zahlreiche neue Aufgaben kündigen sich an. Ich kehre aber auch zu alten Wirkungsstätten zurück. Auf alle Fälle freue ich mich schon auf das Jahr 2024 und wünsche allen einen guten Rutsch :-)

Ankündigung: Wetter- und Lawinenkurs im kommenden Winter

Wie schon im vergangenen Winter veranstalte ich auch im kommenden Winter zwei Wetter- und Lawinenkurse. Ganz besonders freut es mich, dass der Bergführer und Lawinenexperte Rudi Preimel wieder mit von der Partie sein wird.

Unsere Basis wird wie schon im letzten Jahr der Zirbenhof in der Innerkrems sein. Dort werden wir wieder herzlich aufgenommen und bewirtet.

Der erste Kurs findet am Ende der Weihnachtsferien vom 3.- bis 5.1.2024 statt.

Der zweite Termin ist dann vom 23.- bis zum 25.2.2024.

Ganz wichtig ist es mir, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausreichend Zeit finden um sich mit der Lawinenverschüttetensuche auseinander zu setzen.

Deshalb werden wir an allen Tagen eine LVS- Suche durchführen. Dazu gibt es bei den beiden Schitouren viele Tipps und Infos rund um das Wetter, die Lawinengefahr und die richtige Schitechnik. Abgerundet wird der Kurs mit Vorträgen zum Thema Winterwetter und Lawinenkunde.

Anmeldungen sind absofort möglich --> Anmeldung

27.12.2023 Faschaunereck

Vor genau 14 Jahren war ich am Faschaunereck unterwegs. Und lustiger Weise mit genau dem gleichen Bergfreund, mit dem ich auch heute dort war. Damals war es eine unserer ersten gemeinsamen Schitouren.

Seither haben wir zahlreiche  Berg- und Schitouren mit Schwerpunkt im Maltatal unternommen.

Nachdem der Süden von Kärnten im Moment ja nicht mit Schnee gesegnet ist, war es also wieder einmal Zeit für das Faschaunereck.

Vom Parkplatz bei der Kramerhütte weg liegt ausreichend Schnee, wenngleich gerade im unteren Teil bis etwa 2000m Seehöhe etwas Neuschnee nicht schaden würde.

In der oberen Flanke liegt aber genug Schnee. Erst am Grat wieder das im Moment gewohnte Bild: Der Großteil verweht.

Bei der Abfahrt dann das fast Unglaubliche:

In den steileren Südhängen perfekter Firn! Und das Ende Dezember...

19.12.2023 Schitourenstart am Dobratsch (Zehner)

Der Schnee will und will nicht so recht in den Süden Österreichs kommen. Schattseitig ist es zwar mehr oder weniger bis ins Tal weiß, aber im Gelände liegt einfach noch sehr wenig Schnee.

Auf 900m sind es knapp 15cm, das könnte mit Ach und Krach reichen.

Wir starten also in Heiligengeist und folgen der alten Schipiste hinauf auf den sogenannten Zehner (1956m).

Die knapp 1000 Höhenmeter genießen wir in vollen Zügen.

Die Schneelage ist im unteren Teil gerade ausreichend. Wer bei der Abfahrt vorausschauend fährt kommt auch ohne Steinkontakt hinunter.

Oben weiter passt die Schneelage, aber Nachschub kann nie schaden, denn der Nordwind hat im freien Gelände reichlich Schnee verblasen.

Nach wirklich viel Neuschnee sieht es in den Südalpen jedoch vorerst nicht aus.

Mal schauen, was dann nach dem Jahreswechsel so passiert...

7.12.2023 Kobesnock

Am Berg ist zwar Winter, so richtig viel Schnee liegt aber noch nicht. Für lohnende Schitouren muss man aktuell noch eine etwas weitere Anfahrt in Kauf nehmen.

Das wollte ich nicht. Also bin ich einfach mit dem Bus nach Bleiberg- Kreuth gefahren und von dort auf den Kobesnock gewandert.

Während man im östlichen Teil des Bleiberger Hochtals aktuell den ganzen Tag im Schatten vom Dobratsch liegt, dominiert auf der Westseite der Sonnenschein :-)

So konnte ich diese Wanderung in vollen Zügen genießen. Wer jetzt ohne Schier unterwegs ist, für den zahlen sich Grödel aus, denn unter der teils pulvrigen Auflage findet sich teilweise eine Eisschicht. Es ist an der Zeit, dass auch im Süden wieder nennenswert Neuschnee kommt!

28.11.2023 Kopasnock

Traumhaft schönes Wetter und ich habe frei. Das muss ich einfach nutzen.

Gut, dass ich Freunde habe, die auch eine recht flexible Zeiteinteilung haben.

Wir machen uns am Weg zum Weißensee Ostufer und starten dort bei -7°C. So kalt hatte ich es glaube ich noch nie zu Beginn einer Wanderung. :-)

Schattseitig hieß es schon durch den Schnee stapfen, während sonnseitig noch die aperen Flächen überwogen.

Die dadurch entstehenden Kontraste waren einfach traumhaft schön.
Wenn da nicht die kalten und nassen Füße gewesen wären. Ich hätte vielleicht doch nicht die leichten Trailrunning- sondern die festen Bergschuhe nehmen sollen.

Ob das jetzt die letzte Wanderung im heurigen Jahr war?

Die Schneefälle rund um den Monatswechsel dürften wohl endgültig die Schitourensaison einläuten.

Aber das, ist eine andere Geschichte.

23.11.2023 Mittagskofel

In letzter Zeit passiert es mir immer öfter, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, wann ich das letzte Mal auf einem Gipfel war.

Da bin ich richtig froh, dass ich meine Homepage habe, wo ich die Touren dokumentiere ;-)

Eigentlich habe ich gedacht, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass ich am Mittagskofel war.

Naja, nicht so lange ist relativ. Zuletzt stand ich vor fast 10 Jahren auf diesem Gipfel der Julier!

In meiner Erinnerung sind es maximal 5 Jahre. ;-)

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Auf alle Fälle habe ich die heutige Tour in vollen Zügen genossen.

Super Wetter und super Begleitung :-)

17.11.2023 Wetterausblick

Wie geht es mit dem Wetter in den kommenden Tagen bzw. Wochen weiter?

Der Alpenraum liegt in einer Nordwestströmung und daran ändert sich voraussichtlich bis zum Montasende auch nichts mehr.

Das bedeutet vom Arlberg bis zum Dachstein reichlich Niederschlag, wobei es die Schneefallgrenze jetzt immer öfter auch in tiefere Lagen schaffen wird.

Südlich des Alpenhauptkamms gibt es hingegen vorerst keinen nennenswerten Niederschlag, dafür mehr Sonne.

Ab dem 20. November dürften die Temperaturen allgemein zurück gehen und so wie es aussieht, bringt dann die letzte Novemberdekade zumindest auf den Bergen unterdurchschnittliche Temperaturen.

Nachdem die Nordalpen letztes Jahr ja einen extrem schneearmen Saisonstart hatten, schaut es heuer für diese Region deutlich besser aus.

Wie es im Dezember genau weiter geht, ist natürlich noch unsicher.

Ich gehe einmal davon aus, dass sich die Wetterlage erst gegen 8. Dezember hin wieder umstellen wird.

Aber das ist eine andere Geschichte...

16.11.2023 Tschekelnock

Beruflich musste ich zu einem Termin nach Hermagor.

Normalerweise würde ich das ja öffentlich erledigen.

Aber dann habe ich auch noch 20 kg Honig und 25kg Äpfel abholen müssen/ wollen und das geht dann mit dem Zug nicht mehr.

Also habe ich das Notwendig gleich auch mit dem Praktischen verbunden und eine Bergtour eingelegt.

Mein Ziel war der Tschekelnock hoch über der Windischen Höhe in den Gailtaler Alpen.

Interessant auch, dass ich mich an meinen letzten Besuch am Tschekelnock kaum mehr erinnern kann. Dabei ist er erst 5 Jahre her. Im Dezember 2018 war ich zu Fuß oben, nachdem ich Anfang 2018 bei viel Schnee mit den Schiern dort unterwegs war.

8.11.2023 Ferlacher Spitz

Die Berge erstrahlen in frischem Weiß und die Luft ist glasklar.

Das ist der Herbst!

Die höheren Gipfel sind zu Fuß nur mehr mühsam zu erreichen. Aber es gibt auch viele etwas niedriger gelegene Ziele, welche ein wunderschönes Berglebnis versprechen.

So zum Beispiel auch der Ferlacher Spitz in den westlichen Karawanken.

Die größte Herausforderung ist bei dieser Wanderung die Anfahrt über die Schotterstraße hinauf Richtung Bertahütte.
Diese ist oftmals in relativ schlechtem Zustand. Aktuell hat der geübte Fahrer oder die versierte Fahrerin jedoch keine größeren Probleme und man kommt auch ohne SUV problemlos bis zum letzten Parkplatz in rund 1150m Seehöhe.

Am Wanderweg zum Gipfel liegt schon ein wenig Schnee. Die Tour ist aber recht beliebt und deshalb ist der Steig gut ausgetreten.

Die Natur spiel gerade alle Farben. Dass ist der Wanderherbst :-)

5.11.2023 Wanderung durch Warmbad Villach

Was macht man, wenn es regnet und schneit, die Gipfel oft in Nebel stecken und man an den schönen Tagen arbeiten muss?

Richtig, man geht trotzdem hinaus.
Denn die Natur steckt voller Wunder.

Im Raum Warmbad Villach gibt es zahlreiche Karstquellen, die nur nach starken Regenfällen fließen.

Die kalte Studenca-Quelle ist die erste Quelle, welche "anspringt". Als nächstes folgt das warme Maibacherl und wenn es noch mehr regnet, dann fließt auch der Hungerbach. Diese warme Quelle hat sogar einen kleinen Warmwasserwasserfall :-) Im Moment fließen alle genannten Quellen.

Zusätzlich quillt das Wasser an zahlreichen Stellen aus dem Berg heraus und kleine Teiche werden zu anschaulichen Seen.

Dazu noch die Farben des Herbstes.

Herz was willst du mehr?

31.10.2023 Wetterausblick

Der Oktober endet mit ganz typischem Oktoberwetter; einer Kaltfront von Norden und einem Tief über Oberitalien.

Dadurch hat es zum ersten Mal in diesem Herbst verbreitet bis oder teils unter 1500m herab geschneit.

Wie geht es nun weiter?

Nach der markanten Abkühlung beginnt der November mit durchschnittlichen Temperaturen. Mit dem nächsten Italientief (2. auf 3. November) gelangt aber wieder deutlich mildere Luft in den Alpenraum. Die Schneefallgrenze steigt wieder über 2500m an. Dazu gibt es neuerlich viel Niederschlag.

Nach nur einem Tag Pause kündigt sich auch schon das nächste Tief im Süden an. Die genaue Lage der Schneefallgrenze ist hier noch genauso unsicher, wie auch die exakte Lage des Tiefs selbst.

Mit Sonntag endet aktuell der seriöse Vorhersagebereich. Die Unsicherheit ist ab dann sehr groß. Von viel Niederschlag bis trocken, von kalt bis mild ist fast alles möglich. Extreme Wärme dürfte aber keine dabei sein. Es wird also doch endgültig Herbst :-)

28.10.2023 Steinberg- Steinwipfel- Woschza- Blekowa

Das Wetter bringt im Moment nur kurze Zeitfenster für Wanderungen oder Bergtouren. Eines der Zeitfenster habe ich genutzt um endlich auch einmal im Sommer dem höchsten Arnoldsteiner, dem Steinberg in den westlichen Karawanken, einen Besuch abzustatten.

Der Steinberg selbst ist ja nicht für seine tolle Aussicht bekannt. Also wanderte ich weiter zum Steinwipfel. Auch keine tolle Aussicht. Nächstes Ziel Nizka Bavha. Beim Aufstieg öffnet sich zumindest zeitweise der Blick nach Westen. Nachdem ich also einige Zeit mehr oder weniger im Wald unterwegs war, wirkte die Woschza dafür umso faszinierender auf mich. Plötzlich diese Weite!

Seit über 15 Jahren war ich nicht mehr hier heroben. Eigentlich schade, denn dieser Platz hat etwas.

Der Abstieg erfolgte über die Blekowa nach Korpitsch, wo mich meine Frau wieder abholte. Danke für diesen Taxidienst mein Schatz :-)

23.10.2023 Vortrag: "Das Ende der Gletscher in Kärnten"

Knapp über 150 Zuhörerinnen und Zuhörer waren bei unserem Vortrag über "Das Ende der Gletscher in Kärnten" im Paracellsussaal in Villach mit dabei.

Wir waren von diesem Zuspruch wirklich begeistert.

Viele bekannte Gesichter, Bergfreunde und Unterstützer unser Gletschermessarbeit im Eiskar waren gekommen. Aber auch zahlreiche interesierte Personen.

Einen Gast möchte ich an dieser Stelle aber besonders hervorheben:

Michael Zojer.
Er ist in die Geschichtsbücher des Großglockners eingegangen. Denn er hat als erster Mensch die über 50° steile Pallavicinirinne mit Schiern befahren.

Nach zahlreichen Erkundungstouren, bei denen er den Sonnenstand sowie die Schneeverhältnisse in der Rinne ausgekundschaftet hatte, war es am 11. Julil 1971 so weit. Von der Glocknerscharte seilte er sich die ersten Meter in die Rinne ab.

Dann der alles entscheidende Moment des ersten Schwungs! 30 Höhenmeter ging es mit nur einem Bogen bergab. Die weitere Rinne eine Herausforderung, aber machbar. Nachdem er auch die Randkluft am unteren Ende der Rinne überwunden hatte, ließ er sich glücklich in den Schnee fallen. Was für eine Leistung mit dem damaligen Material!

Diese Geschichte war wohl der positive Höhepunkt des Abends, denn die Bilder vom Gletscherschwund hinterließen bei den meisten wohl eher ein beklemmendes Gefühl.

18.10.2023 Mirnock

"Wann machen wir endlich wieder einmal eine gemeinsame Bergtour?", kam die Frage von einem lieben Freund.

Ja, da hatte er wirklich recht.

Es war höchste Zeit für eine gemeinsame Unternehmung.

Und oft braucht es einfach ein wenig Glück, dass wir alle unter den Woche am Vormittag Zeit hatten und dann auch noch das Wetter perfekt mitgespielt hat.

Als Ziel habe ich den Mirnock ausgesucht. Ich wollte einfach eine gemütliche Herbstwanderung über dem Hochnebel machen.

Genau das war es dann auch :-)

Nach 10 Minuten waren wir aus dem Hochnebel draußen und konnten die herrliche Bergeinsamkeit genießen.

Bei solchen Touren tankt man auf!

Es muss nicht immer höher, schneller oder weiter sein. Oft braucht es einfach nur die richtigen Menschen in der richtigen Umgebung.

15.10.2023 Dobratsch via Alpenlahner

Die erste markante Kaltfront des Herbstes hat auf den Bergen endlich die ersten Zentimeter Neuschnee gebracht!

Grund genug für mich nach Ende der Niederschläge noch rasch meinem Hausberg, dem Dobratsch, einen Besuch abzustatten.

Von Bad Bleiberg aus ging es über den Alpenlahner die knapp 1200 Höhenmeter hinauf zum Gipfel.

Schon knapp unter 1700 gab es die ersten Spuren vom Neuschnee.

Ab etwa 1900m war es schon fast winterlich ;-)

Am Gipfel dann wehte mir ein eisiger Wind um die Ohren. Es fühlte sich tatsächlich schon fast wie Winter an.

Der Schnee wird aber bald schon wieder Geschichten sein, denn in den kommenden Tagen dreht die Strömung auf Südwest, die Frostgrenze steigt über 3000m und von Winter ist dann voraussichtlich bis zum Monatsende weit und breit nichts zu sehen...

13.10.2023 Wetterausblick

Seit Tagen kündigt sich für das bevorstehende Wochenende ein massiver Wetterumschwung an.
Die erste nennenswerte Kaltfront in diesem Herbst sorgt auf den Bergen für 10 bis 15°C Abkühlung. Der große Wintereinbruch wird das aber nicht. Denn einerseits bringt die Kaltfront nicht allzu viel Niederschlag und andererseits sinkt die Schneefallgrenze erst im Laufe des Niederschlagsereignisses deutlich ab. Unter 2000m wird es also kaum schneien und auch darüber kündigen sich keine großen Neuschneemengen an.

Wie geht es nach der Kaltfront weiter?
Aus aktueller Sicht zieht das Kaltfronttief von Skandinavien Richtung Nordrussland weg. Von Westen her schiebt sich ein Hoch Richtung Nordsee und ein Tief, das aktuell noch über Neufundland liegt, zieht Richtung Iberische Halbinsel (vgl. Bilder). Dadurch gelangt von Südwesten relativ rasch wieder mildere Luft in den Alpenraum. Ganz gegessen ist der Käse zwar noch nicht, das spätsommerliche Wetter ist aber mit Sonntag einmal vorbei.
Genießt also den morgigen Bergtag :-)

10.10.2023 Lonzaköpfl von Mallnitz aus

Es ist immer schön, wenn man Arbeit und Vergnügen verbinden kann.

Ich hatte die Ehre für das Magzin "Bergsteiger " als Interviewpartner zu fungieren.

Und wo kann man so ein Interview zum Thema Wetter und Berg besser führen als am Berg?

Mit dem Zug ging es nach Mallnitz und direkt vom Bahnhof weg wanderten wir bei ausgesprochen mildem Herbstwetter über die Häusleralm auf das Lonzaköpfl.

Ich bin immer wieder fasziniert von der wunderschönen Berglandschaft rund um diesen kleinen aber feinen Gipfel. Die Ruhe gerade jetzt im Herbst ist fantastisch!

In der Vorbereitung zu dieser Tour musste ich feststellen, dass ich ohne Schier zuletzt vor fast exakt 10 Jahren auf diesem Gipfel stand.

Kinder wie die Zeit vergeht...

8.10.2023 "Bergwetter erleben" am Zirbitzkogel

Das letzte Bergwetterseminar der heurigen Sommersaison ist Geschichte.

Und wieder einmal war es ein ganz besonderer Wettertag, den wir am Zirbitzkogel erleben durften.
Denn einerseits war das Wetter spannend. Ein Nordweststurm sorgte am Gipfel für Windböen von deutlich über 80km/h.

Andererseits war es aber auch extrem spannend, den Erzählungen von Hans Wenzl zu lauschen. Immerhin hat er in den letzten Jahren zehn Achttausender ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen.

Zusammen war es ein wunderbarer Bergwettertag, an dem wir das Wetter so richtig erleben konnten.

Für mich ein absolut würdiger Abschluss:-)

Und vielleicht gibt es nächstes Jahr mit Hans Wenzl ja eine Fortsetzung.

Jetzt gilt es einmal die späterommerlichen Tage zu genießen, denn der Wetterwechsel kündigt sich schon an....!

2. und 3.10.2023 Dobratsch - Fernsehdreh Bergwelten

Die Berge und das Wetter sind einfach zwei große Leidenschaften von mir. Das hat sich scheinbar schon herumgesprochen :-)

Denn mittlerweile bekomme ich nicht nur Anfragen für Bergwetterseminare sondern auch für TV- Dreharbeiten.

Heuer war ich bereits rund um den Glockner und auf der Marmolata unterwegs.

Anfang Oktober ging es für eine Servus-TV- Bergweltenproduktion zum Thema Alpenglühen auf den Dobratsch.
Dort genossen wir wunderschöne Abend- udn Morgenstimmungen. Vom Sonnenuntergang über den Mondaufgang bis zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen war alles mit dabei.
Einzig die Berge selbst haben nicht so wirklich stark geglüht. Dafür aber der Mond und die Wolken. Ich bin schon auf das Ergebnis gespannt. Ausstrahlungstermin ist für den Sommer 2024 geplant.

30.9.2023 Weiterhin traumhafter Wanderherbst

Das spätsommerliche Wetter will heuer einfach nicht enden. Der September 2023 war in Österreich der wärmste der 257-jährigen Messgeschichte. Dazu war der erste Herbstmonat trocken und sehr sonnig.

Perfekt eigentlich zum Wandern.

Stellt sich die Frage, wie es im Oktober weitergeht?

Gleich zu Beginn gibt es einmal sehr sonniges und warmes Wetter. Am Mittwoch (4.10.) sorgt eine Kaltfront dann dafür, dass die Temperaturen zumindest vorübergehend auf durchschnittliche Werte absinken. Aber diese Abkühlung ist nur von kurzer Dauer und die Temperaturen steigen am Berg gleich wieder deutlich an.

Wann aber kommt er dann der Herbst?

Bis zum 8. Oktober, da findet auch das letzte Wetterseminar in diesem Wandersommer statt, bleibt es für die Jahreszeit ausgesprochen warm.

Danach ist die Unsicherheit noch sehr groß. Von kühlen Lösungen bis anhaltend milden Wetterlagen ist alles möglich...

24.9.2023 "Bergwetter erleben" auf der Rax

Am Wochenende fand mein bereits 16. Bergwetterseminar statt. Zum ersten Mal ging es nach Niederösterreich. Unser Ziel war die Rax.
Meine Seminare finden ja unter dem Motto "Bergwetter erleben" statt. Dieses Mal haben wir das Bergwetter wirklich voll erlebt.
Windspitzen um 90km/h, dazu Nebel und Wolken und auch ein paar Regenschauer.
Trotz der fordernden Wetterbedingungen war die Stimmung in der Gruppe aber sehr gut und es gab wirklich viel zu erleben, viel zu lernen, viel zu erzählen.
Aber nach dem Wetterseminar ist vor dem Wetterseminar. Das letzte Wetterseminar in dieser Sommersaison findet schon in zwei Wochen am Zirbitzkogel statt.
Und da gibt es dann für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Überraschung. Mehr dazu aber in den kommenden Tagen.

 

21.9.2023 Strasskopf - Ausbildung Bergwanderführer

Wetter und Berg gehören für mich einfach zusammen!

Ohne eine vernünftige Wetterprognose sollte man keine Wanderung starten.

Aber wo gibt es eine gute Vorhersage, gibt es den plötzlichen und unerwarteten Wetterumschwung wirklich und welche App kann man verwenden? Fragen über Fragen.

Wenn man andere Menschen am Berg führt, dann ist es besonders wichtig, dass man auf diese Fragen auch Antworten hat.

Deshalb freut es mich immer sehr, dass ich bei den Kärntner Bergwanderführern als Ausbildner zum Thema Bergwetter tätig sein darf.

Ganz wichtig ist es mir dabei, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Praxisbezug zu geben. Denn was bringt es, wenn ich theoretisch weiß, wie das Wetter funktioniert, aber praktisch keine Ahnung habe?

Deshalb findet die Wetterausbildung nicht nur drinnen im stillen Kämmerchen statt, sondern auch draußen, dort wo das Wetter passiert!

20.9.2023 Retschitzalm - Heiligenblut

Die Schobergruppe zählt wohl zu den ursprünglichsten Wandergebieten in Kärnten. Abseits der Klassiker wie den Wangenitzseen findet man in dieser Region nämlich Einsamkeit pur.

Einer der Gründe dafür ist auch, weil die Zustiege oft lange sind und man für den Gipfelsieg gute Kondition braucht.

Wobei, nur auf wenige Gipfel führt überhaupt ein markierter Steig und selbst dorthin, wo eine Markierung leitet, kommen teils nur wenige Wanderer.

Ein wunderschönes Beispiel für die Einsamkeit aber auch Schönheit der Schobergruppe ist die Retschitzalm hoch über Heiligenblut.

Zunächst gilt es einmal 700 steile Höhenmeter zu überwinden. Dann bewegt man sich aber in einer herrlichen Bergkulisse. Die umliegenden Gipfel sind relativ leicht zu erklimmen, eine Markierung sucht man aber meist vergeblich.

Gerade im Herbst, wenn die Natur all ihre Farben zur Schau stellt, stellt eine Wanderung dort hinauf einen absoluten Hochgenuss dar.

17.9.2023 Spalla Nabois

Eigentlich ist es ja mein Ziel, möglichst viele Bergtouren mit öffentlicher Anreise zu machen. Aber am Sonntag wird das teilweise echt schwierig. Denn am Sonntag werden einige Linien nicht bedient.

Außerdem wollte ich nicht ewig unterwegs sein, werder bei der Anfahrt noch bei der Tour.

Also fuhren wir nach Valbruna und von dort weiter Richtung Saisera. Mittlerweile muss man für die Straße hinein in die Saisera € 5 für das Tagesticket zahlen.

Dann wanderten wir vorbei an den teils rekonstruierten Stellungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg auf die Spalla Nabois (Nabois- Schulter). Den kleinen Nabois haben wir uns für ein anderes Mal aufgehalten.

Die Via Nord (Kletterroute im II. Schwierigkeitsgrad) auf den Grande Nabois startet übrigens auf der Spalla Nabois, aber auch diese Route muss noch ein wenig auf mich warten...

9.9.2023 Kollinkofel - Karnische Alpen

Anfang September findet am Eiskar, dem südlichsten Gletscher Österreichs, traditioneller Weise die Gletschermessung statt.

So auch heuer.

Die Messdaten werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Eines kann man aber schon vorab sagen:

Das heurige Gletscherhaushaltsjahr war für diesen kleinen Gletscher sehr abträglich.

Um die ganze Dimmension zu erfassen bestieg ich am Rückweg vom Eiskar zum Plöckenpass noch den Collin oder auf deutsch Kollinkkofel um von oben ein paar Fotos zu machen.

Denn Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Für diesen Gletscher braucht es einen schneereichen Winter!!!

6.9.2023 Monte Lussari - Cacciatore

Das schöne Wetter in den letzten Ferientagen haben wir nochmals intensiv genutzt. Seit Jahren schon war ich nicht mehr am Monte Lussari. Unglaubliche 16 Jahre ist es her, dass ich im Sommer das letzte Mal dort oben unterwegs war! So lange bzw. seit 18 Jahren gibt es übrigens schon meine Homepage :-)

Wir wählten den gemütlichen Aufstieg und fuhren mit der Gondelbahn (Tal- und Bergfahrt € 18, mit Kärnten Card -50%, Stand 2023) hinauf.

Von dort wanderten wir bei strahlend blauem Himmel auf den Cacciatore.

Selbst unter der Woche ist dieser Gipfel ein sehr beliebtes Wanderziel. Wir waren etwas "off peak" unterwegs. Dadurch kamen wir auch bei den Seilversicherungen unterm Gipfel ohne Stau durch.

Der Gipfel selbst bietet einfach dieses unglaubliche Panaorama in die Nordwände von Wischberg und Montasch und nach Norden hin reicht der Blick bis zu Glockner und Co. Was für ein Tag, was für ein Berg!

4.9.2023 Südliches und Mittleres Schwarzhorn (Hohe Tauern)

Seit vielen Jahren darf ich beim Ausbildungskurs der Bergrettung als Wetterausbildner fungieren.

Wie funktioniert Wetter, wo bekommen die Bergretter und Bergretterinnen (es gibt immer mehr Bergretterinnen) die besten Wetterinformationen und wie können sie das Wetter draußen in der Natur bei ihren Einsätzen besser einschätzen.

Seit einigen Jahren findet der entsprechende Kurs im Hotel bei der Kölnbreinsperre statt. Und wenn ich schon die doch relativ weite Anreise mache, dann verbinde ich das im Regelfall mit einer schönen Bergtour.

Mittlerweile habe ich so bereits den Großteil der umliegenden Berge abgegrast.

Auch auf den Schwarzhörnern war ich schon wiederholt. Die letzten Male war das Wetter aber nicht so gut. Da habe ich es heuer deutlich besser getroffen. Der Blick zu den aperen Gletschern war hingegen weniger erfreulich...

3.9.2023 Slizza-Schlucht bei Tarvis

Nach der doch recht anstrengenden bike 'n' hike - Tour auf den Mittagskogel ging es am Folgetag wieder etwas gemütlich zu.

Mit der Familie unternahmen wir einen Ausflug in die Slizza-Schlucht bei Tarvis.

Rund 90m tief schneidet sich die Schlucht fast direkt neben dem Bahnhof (Zugverbindungen checken :-)) am nordöstlichen Ortsende von Tarvis ein. Im Hochsommer wird die Schotterterrasse am unteren Ende der Schlucht gerne zur Abkühlung und zum Verweilen genutzt.

Im Frühherbst ist es schon etwas ruhiger, aber noch immer pilgern zahlreiche Menschen hier her.

Das glasklare Wasser zieht irgendwie alle in seinen Bann.

Die Steganlagen in der Schlucht selbst sind wieder hergerichtet und man kann ganz problemlos und auch offiziell die Schlucht durchqueren.

Für Familien gut geeignet.

2.9.2023 Mittagskogel bike 'n' hike

Schon vor einigen Jahren bin ich einmal von der Haustüre weg mit den Rad zur ehemaligen Annahütte gefahren und dann über die Westflanke auf den Mittagskogel gegangen.

Dieses Mal sollte es eine Überschreitung des Mittagskogels werden. Aber ohne Auto. Nur aus eigene Kraft.

Also heißt es zu Beginn einmal 15 Kilometer mit dem Rad bis zum Martinihof unterm Mittagskogel treten und dann zu Fuß weiter zur Bertahütte gehen. Über den Nordostgrat führt mich mein Weg schließlich zum Gipfel.

Oben angekommen blicke ich hinab ins Tal. Es ist schon ein sehr cooles Gefühl zu wissen, dass man diesen mächtigen Berg nur mit Hilfe der eigenen Kraft erklommen hat.

Nach einer kurzen Pause steige ich über die Westflanke zur ehemaligen Annahütte und von dort zurück zum Martinihof ab. Jetzt heißt es nochmals 15 km radeln, aber bergab geht das deutlich leichter als hinauf :-)

31.8.2023 Blue Moon-Tour auf den Dobratsch

Hast du Lust für motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom ORF Kärnten eine Sonnenuntergangs- und Mondaufgangstour zu machen, hat mich ein Bekannter vom ORF Kärnten gefragt.

Natürlich habe ich Lust!

Aber es sollte nicht irgendein Mond sein, sondern der sogenannte Blue Moon. So nennt man den zweiten Vollmond in einem Monat. Und dieser aktuelle Vollmond war aus einem weiteren Grund besonders:

Denn aktuell ist der Mond nur rund 357.000 Kilometer von der Erde entfernt und damit fast 30.000 Kilometer näher als im Durchschnitt.

Aber das Wetter wollte nicht so recht mitspielen. Die sonnigen Phasen beim Aufstieg wurden immer weniger und am Gipfel angelangt, mussten wir feststellen, dass die Sonne hinter einer Wolkenfront verschwunden war.

Dafür dann das große "Hallo", als wir im Dobratsch Gipfelhaus sitzend einen herrlichen Mondaufgang erleben durften!

27.8.2023 Wetterumschwung - Aber, da Summa is noch nit umma!

Eine Kaltfront von Norden und ein Italientief sorgen knapp vor Monatsende im Alpenraum für eine Wetterumstellung.
Die teils außergewöhnlich lange Wärmephase ist zu Ende.
Die Temperatur am Berg lag zuletzt regional über eine Woche lang um 5 bis 10 Grad über dem langjährigen Mittel. Mit der Kaltfront sind es nun für zwei bis drei Tage 5 bis 10 Grad unterm Mittel.
Dann geht es schon wieder rauf mit den Temperaturen. Bereits mit Anfang September entsprechen die Temperaturen wieder in etwa der Jahreszeit bzw. sie dürften sogar darüber hinaus ansteigen.
Von Herbst kann also noch keine Rede sein! Eher wird es neuerlich sommerlich!
Also, noch genug Zeit für Wanderungen und Bergtouren.
Bei mir steht im Herbst auch noch so Einiges am Programm!
❗️Unter anderem, alle Wiener und Niederösterreich aufgepasst, ein Wetterseminar auf der Rax❗️

26.8.2023 Reißkofel

Einmal im Jahr bin ich irgendwo rund um den Reißkofel unterwegs. Heuer ging es wieder einmal auf den Gipfel hinauf. Vom Gitschtal aus ist das aber ein enormer Hatscher. Ich habe ein Taxi, das mich ein Stück weit in den Gössering hinein führt.

Aber mehr als 200 Höhenmeter und etwa 3 Kilometer spare ich mir so auch nicht ein. Also geht es zu Fuß weiter hinauf zur Comptonhütte.

Von dort öffnet sich zum ersten Mal so richtig der Blick in die mächtige Reißkofelnordflanke. Über den Padiaursteig geht es jetzt hinauf ins Köfeletörl und von dort über den teils spektakulären Ostgrat auf den Gipfel des Reißkofels.

Beim Rückweg überschreite ich den Kleinen Reißkkofel und wandere dann am wunderschönen aber langen Sattelnockzug bis hinab zur Weißbriacher Hütte, von wo es schließlich zurück ins Tal geht.

Eine lange, aber über weite Strecken wunderbare Bergtour!

25.8.2023 Gamsgrubenweg - Das Ende des ewigen Eises

Der Großglockner ist als höchster Berg Österreichs Sinnbild für eine gewaltige Bergkulisse samt großer Gletscher. Noch ist die Pasterze, welche vom Johannisberg unterm Glockner talwärts zieht, der längste Gletscher Österreichs.

Das Eis schmilzt aber in einem rasanten Tempo!

Jedes Jahr wird die Gletscherzunge der Pasterze um rund 5m dünner. In knapp über 10 Jahren wird man von diesem Gletscher kaum mehr etwas sehen.

Höchste Zeit also, dass die ganze Familie nochmals einen Blick auf den einst so gewaltigen Gletscher wirft!

Bei traumhaftem Wetter wandern wir den Gamsgrubenweg hinein. Dieser ist ab dem letzten Tunnel aufgrund von Steinschlaggefahr offiziell gesperrt (Haftungsausschluss des Wegerhalters). Dadurch sind nur wenige Wanderer und Bergsteiger unterwegs. Die Ruhe ist herrlich und die Umgebung sowieso.

20.8.2023 Raudenspitze, Edigon, Steinwand, Letterspitze, Mittagskofel

Hast du Lust am Sonntag bei einer schönen Bergrunde im Lesachtal mit dabei zu sein, hat mich ein Freund gefragt. Sie haben im Auto noch einen Platz frei. Aber natürlich habe ich Lust.

Was das für eine Runde werden würde, war mir dann erst so richtig bewusst, als wir schon unterwegs waren.

Von Obergail ging es zunächst auf Schönjöchl und weiter zur Raudenspitze. Dann wieder hinab zum Schönjöchl und hinauf zum Edigon. Der Weiterweg führte uns dann zur Steinwand (der Weg dorthin ist offiziell gesperrt, da die Seilversicherungen im Moment nicht gewartet werden). Für uns war der Steig aber kein Problem. Nach der Steinwand wartete noch die Letterspitze und schließlich und endlich ging es weglos über die Wasserköpfe und den Marchkofel noch zum Mittagskofel. Von dort erfolgt der Abstieg zurück ins Tal.

Was für eine gewaltige Tour! 2100 Höhenmeter und über 20 Kilometer. Aber bei passendem Wetter und passender Begleitung einfach ein Genuss!

14.8.2023 Eiskargletscher

Der Seniorgletschermesser hat den Enkerln versprochen, dass er heuer mit ihnen ins Eiskar geht.

Jetzt im August war es schließlich so weit.
Drei Generationen machten sich vom Plöckenpass aus auf in das eisige Kar in der Kellerwand.

Ein viel schlechteres Jahr hätten die jungen Gletscherstürmer für ihren ersten Besuch im Eiskar, dem südlichsten Gletscher Österreichs, aber nicht erwischen können.

Zwei schneearme Winter und zwei warme Sommer hintereinander haben im Eiskar ihre Spuren hinterlassen.

Der Gletscher ist extrem stark mit Schutt bedeckt, Schnee vom letzten Winter oder Firn von den Vorjahren ist kaum zu sehen.

Dass hier ein noch mehrere Hektar großer Gletscher liegt, erkennt kaum jemand.

Es braucht für dieses Kleinod einen Winter wie jenen von 2020/21!

11.8.2023 TV- Dreh mit Hans Kammerlander auf der Marmolata

Nachdem ich im Winter für Dreharbeiten für die TV-Fernsehreihe Bergwelten bereits im Glocknermassiv unterwegs war, ging es dieses Mal in die Dolomiten zur Marmolata.

Gemeinsam mit dem weltberühmten aber überaus herzlichen und bescheidenen Extrembergsteiger Hans Kammerlander durfte ich einen Tag lang zum Thema Klimawandel und die Berge vor der Kamera stehen.

Wir machten uns auf zu jener Stelle, wo vor knapp über einem Jahr ein dramatischer Gletscherabbruch zu einem tödlichen Bergunfall auf der Marmolata geführt hat.

Vor vielen Jahren habe ich am Weg zur Marmolata selbst zu diesem kleinen Gletscherfleck hinauf geschaut und mir nicht eine Sekunde darüber Gedanken gemacht, dass dieses kleine Eisfeld einmal solch ein Unglück verursachen könnte.

Die Sendung dürfte übrigens nächsten Frühling ins Fernsehen kommen.

28.7.2023 Hinteres Modereck (Hohe Tauern)

Seit mittlerweile zwei Jahren darf ich bei den Kärntner Bergwanderführern als Ausbildner fungieren. Das heißt alle Anwärter und Anwärterinnen dürfen oder müssen im Rahmen ihrer Sommerausbildung zumindest einen halben Tag mit mir am Berg verbringen. Davor gibt es auch noch eine theoretische Abendsession.

Ziel ist es die Wetterabläufe nicht nur theoretisch zu erklären, sondern in der Praxis draußen zu erleben bzw. das Wissen anzuwenden.

Das beginnt bei der entsprechenden Interpretation von den verschiedensten Prognoseunterlagen und reicht bis zum Deuten der einzelnen Wolken.

Welche Hinweise gibt es im Wetterbericht, wie kann ich Apss für mich nutzen und wann wird eine Quellwolken für mich und meine Gruppe eigentlich gefährlich. Dazu gibt es viel zusätzliches Wetterwissen.

An unserem Praxistag ging es bei perfekten Bedingungen aufs Hintere Modereck. Super Bergtour, super Wetter, super Gruppe :-)

27.7.2023 Spielmann- Überschreitung

Die Hohen Tauern sind ein wunderbares Gebirge und gerade die Region rund um den Glockner ist extrem vielfältig.

Das Schöne aber ist, dass man zumindest von Kärnten aus mit dem Bus nach Heiligenblut und von dort weiter bis zum Glocknerhaus bzw. zur Franz-Josefs- Höhe kommt. Dadurch fällt schon einmal das schlechte Gewissen weg, dass man mit dem Auto mitten durch einen Nationalpark fährt. Außerdem kann man so herrliche Überschreitungen oder Durchquerungen machen.

Für mich ging es mit dem Bus bis zum altehrwürdigen Glocknerhaus und von dort hinauf auf den Spielmann. Die frisch angezuckerten Berge strahlten im Sonnenlicht. Weiter ging es dann bei langsam aufziehender Bewölkung über den Kloben zum Brennkogel und schließlich noch über das Hochtor bis zum Schareck. Von dort benutzte ich dann die Gondel zurück ins Tal.

Was für eine geniale Tour in welcher grandioser Umgebung!

22. und 23.7.2023 Bergwetter erleben mit mentaler Stärke am Sonnblick

Was waren das wieder für zwei unvergessliche Tage im Nationalpark Hohe Tauern!

Der Anfang war schon sensationell, denn dank der Mölltaler Gletscherbahnen kamen wir früh am Samstag auf den Berg. Und das war wichtig, denn so schafften wir es, nur wenige Minuten vor einer Schlechtwetterfront das Zittelhaus am Hohen Sonnblick zu erreichen. Dort konnten wir dann in Ruhe Blitz und Donner über uns hinwegziehen lassen, ehe wir am Abend noch einen herrlichen Sonnenuntergang genießen konnten. Am nächsten Morgen folgte schließlich ein unvergesslicher Sonnenaufgang.

Binnen weniger Stunden haben wir vom strahlenden Sonnenschein über Wolken und Nebel hin zu Regen, Graupel und Schneefall - bis zu Blitz und Donner - alles erlebt!

Mit mentaler Stärke und voll mit meteorologischem Wissen ging es am zweiten Tag wieder zurück. Danke für diese wundervollen Tage!

 

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining