Gerhard Hohenwarters  Berg- und Schitourenseite

 

 

11.1.2022 Goldeck- Gusenalm

Eigentlich wollten wir ja in der Kreuzeckgruppe ein paar Schwünge ziehen. Aber die Schneelage in der Teuchl ist Anfang Jänner 2022 überraschend schlecht.

Also Planänderung und hinauf aufs Goldeck bzw. zum Parkplatz Seetal. Von dort ging es bei stürmischem Nordostwind zum Südwestrücken des Goldecks bis auf rund 2050m. Von dort schwangen wir dann über Südhänge durch feinsten Pulver hinab zur Gusenalm. Und weil es so schön war, haben wir den unteren Teil gleich nochmals gemacht.

Die Schneelage ist aktuell von Gebirgsgruppe zu Gebirgsgruppe sehr unterschiedlich. Im Mölltal liegt eher wenig Schnee. Genug, wenn auch nicht über die Maßen viel Schnee, liegt vom Goldeck über das Naßfeld und den Dobratsch bis zu den Karawanken.

In den Nockbergen sind die exponierten Bereiche sehr stark abgeweht, aber auch dort findet man aktuell noch durchaus lohnende Ziele.

Blick vom Göriacher Berg nach Süden zu den Julischen Alpen
Blick vom Göriacher Berg nach Süden zu den Julischen Alpen

8.1.2022 Göriacher Berg 3.0

Viel Neuschnee sorgt wieder für super Tourenverhältnisse in Kärnten.
Der Weg hinauf zur Göriacher Alm ist perfekt vom Ratrac präpariert. Im Wald liegt neben der Aufstiegsspur aber teilweise recht wenig Schnee. Hier muss man für die Abfahrt möglichst freie Flächen suchen. Dort liegt noch mehr Altschnee unter dem frischen Pulver, der super zu fahren ist!
Die Wärme nach Weihnachten sowie Föhn und Regen vor dem Schneefall haben gerade im Wald fast den gesamten Altschnee gefressen!
In freien Lagen sieht es da mit einer Unterlage deutlich besser aus.
 
Zum Schluss noch ein allgemeines Wort zur Lawinengefahr:
In exponierten Lagen wurde der Schnee mit dem Nordwestwind wieder stark verfrachtet. In kammnahen, steilen und südseitigen Bereichen gilt es aktuell vorsichtig zu sein (Schneebretter). Schattseitig lösen sich im steilen Gelände relativ leicht kleine Lockerschneelawinen.

28.12.2021 Tschiernock

Über die Weihnachtsfeiertage habe ich eine kleine Schitourenpause gemacht. Vor dem Wärmeeinbruch wollte ich aber nochmals eine Tour machen.

Die aktuellen Schneeverhältnisse sind im Gelände aber nicht allzu prickelnd. Pulver, gepresster Pulver, Harsch und Bruchharsch. Je nach Exposition und Hangneigung findet man alles.

Bei unserer Tour am Tschiernock waren aber weniger die unterschiedlichen Schneearten als die geringe Schneeauflage die Schwierigkeit.

Trotzdem haben wir eine ganz feine Linie gefunden.

 

Die aktuelle Wärmephase wird dem Schnee in den kommenden Tagen jedoch besonders sonnseitig stark zusetzen. Lohnende Schitouren werden dadurch immer schwieriger zu finden sein.

Und die schlechte Nachtricht:

Neuschnee kündigt sich im Süden in den kommenden 10 Tagen nicht an!

Nochmals haben wir uns auf die Suche nach lohnenden Schneeverhältnissen in den Karawanken gemacht .
Ziel war das Nordwestkar unter dem Ferlacher Spitz.
Aber sowohl im Wald (teils Harsch, teils Bruchharsch), als auch im freien Gelände (teils Pulver, teils gepresster Pulver, teils Bruchharsch) waren die Verhältnisse nicht wirklich lohnend.
Schon beim Aufstieg durch das Nordwestkar haben wir festgestellt, dass die Abfahrt dort nicht wirklich prickelnd sein würde. Also sind wir einfach weiter zu Berthahütte aufgestiegen und haben dort dann den Sonnenschein vor der Hütte genossen.
Man muss immer das Beste aus einer Tour machen.
Manchmal ist es der Aufstieg, manchmal die Abfahrt, manchmal die Aussicht und wieder ein anderes Mal ist es die Gesellschaft.
Am schönsten sind natürlich die Touren, wo alles zusammenkommt :-)

14.12.2021 Erkundungstour in den westlichen Karawanken

Heute war ich in den westlichen Karawanken unterwegs um zu schauen, wie die Schneeverhältnisse nach dem Warmlufteinbruch sind.
Meine Hoffnung war, dass der Pulver schattseitig überlebt hat.
Die Erkenntnisse meiner Erkundung:
Offene Bereiche haben eine kleine Kruste, drunter ist der Schnee zwar noch pulvrig aber nicht ganz leicht zu fahren.
Im Wald ist der Schnee stark durchfeuchtet und aktuell sehr tief. Da kommt man ohne Probleme bis zum Boden durch.
Wenn es am Wochenende wieder kalt werden sollte, kann man sich im Wald auf herrlichsten Bruchharsch einstellen. Damit sich tragfähiger Harsch ausgeht, müsste es schon richtig kalt werden.
Für die kommenden Tage empfiehlt es sich Fellwachs mitzunehmen! Denn der Wechsel von feuchtem und kaltem Schnee ist fast eine Bank für's Anstollen!

12.12.2021 Göriacher Berg

Viel Schnee im Tal.

Viel Sonne.

Erhebliche Lawinengefahr und reichlich Wind in der Höhe.

Also entscheiden wir uns wieder für den Göriacher Berg.

Die kurze Anfahrt, die geringe Zielhöhe sowie die geschützte Lage des Waldaufstieges sind gute Argumente für diese Tour.

Seit heute ist der Forstweg hinauf zur Göriacher Alm auch vom Pistengerät präpariert.

Die Verhältnisse sind noch immer top und der relativ frühe Start hat sich gelohnt, denn am Gipfel hatten wir neben strahlendem Sonnenschein auch fast windstille Verhältnisse. Nur eine Stunde später war es am Gipfel schon windig.

Die kommenden Tage bringen in der Höhe nun eine markante Milderung. In schattigen udn windgeschützten Lagen sollte es aber bei Pulver bleiben.

10.12.2021 Göriacher Berg

Viel Schnee im Tal.
Viele Wolken.
Wenig Sonne.
Erhebliche Lawinengefahr.
Da startet man am besten im Tal und bleibt unter der Waldgrenze.
Wir waren heute am Göriacher Berg, auf dem östlichsten Berg der Karnischen Alpen.
Von unten bis oben Pulver und in allen Höhenlagen genug Schnee.
Perfekte Tour für das heutige Wetter.
Anbei ein kleines Video:

7.12.2012 Kleiner Frauenkogel

Heute war es endlich so weit.
Saisonstart!
Von Rosenbach aus ging es auf den Kleinen Frauenkogel. Von unten bis oben liegt genug Schnee. Auch im Wald.
Aktuell sind die Bedinungen perfekt, super Pulver. Außer uns waren noch einige andere Wintersportler unterwegs.
Aber Achtung:
In freien Lagen hat sich in den kalten Nächten am Schnee eine Reifschichte gebildet (siehe Foto). In der Nacht auf Donnerstag wird diese eingeschneit und fungiert dann in der Schneedecke als perfekte Rutschschicht für den Neuschnee. Die Lawinengefahr wird sich also nicht entspannen!
In kammnahen Lagen war der Nordwestwind zu spüren. Die Abfahrtshänge vom Kleinen Frauenkogel nach Osten waren aber nicht eingeweht.
Bleibt auch in den kommenden Tagen bei euren Touren vorsichtig!

5.12.2021 Neuschnee und Wind = Lawinengefahr!

Am 4.12.2021 hat sich leider im Lungau ein schweres Lawinenunglück mit drei Todesopfern ereignet!

Der heurige Winterstart war für Schitourengeher durchaus sehr positiv. Wiederholt kam es zu Schneefällen.

Das Problem:

Der rasche Wechsel von Kalt- und Warmfronten zusammen mit teils stürmischem Wind hat dazu geführt, dass die Schneedecke sehr ungleichmäßig aufgebaut und damit leicht störanfällig ist.

Ein Webcambild sagt mehr als tausend Worte:

In exponierten Lagen wurde der Schnee teils extrem stark verfrachtet und hat sich in geschützten Rinnen und Mulden abgelagert.

Bleibt also bei euren Unternehmungen in den nächsten Tagen vorsichtig!

25.11.2021 Füße vertreten am Palnock

Wie dankbar wir in Kärnten sein können!

Wir leben mitten im Paradies!

Selbst bei einem Lockdown haben wir unglaublich viele Möglichkeiten.
Die Natur rund um uns herum hat so viel zu bieten.

Zum Füße vertreten ging es dieses Mal am Nachmittag auf den Palnock.

Irgendwie hatte ich keine Lust schnell unterwegs zu sein und so kam es wie es kommen musste...

Am Gipfel des Palnocks ist die Sonne untergegangen und hat für traumhafte Lichtstimmungen gesorgt!

Das war dann wohl eine der letzten Wanderungen in diesem Herbst.

Denn in den kommenden Tagen wird es am Berg zunehmend winterlich. Ob sich dann schon die ersten Schitouren ausgehen, wird sich zeigen. Aber die Wandersaison ist wohl vorbei.

Bleibt gesund!

Neuer Menüpunkt : V i d e o s

Bei meinen Berg- und Schitouren habe ich immer viel fotografiert.

Videos habe ich aber über Jahre hinweg fast keine gemacht.

Bewegte Bilder liefern jedoch oftmals wunderbae Eindrücke von einer Unternehmung.

Schon vor zehn Jahren hat mein lieber Freund Roland Jöbstl eine Saison lang ein paar herrliche Schitourenvideos gestaltet.

Dazwischen im Jahr 2014 hatte ich sogar einmal kurz die Motivation, das eine oder andere Video zu schneiden.

Mit den Kindern hat die Motivation zum Videoschneiden jedoch rasch wieder nachgelassen.

2019 hat schließlich Georg Hohenwarter ein paar echt geniale Schitourenvideos gemacht.

Nun ja, und vor etwa einem Jahr habe dann auch ich mich entschlossen, wieder ein paar Videos von meinen Unternehmungen zu schneiden.

Alle halbwegs sehenswerten Videos findet ihr jetzt gesammelt hier: https://www.gerhardhohenwarter.at/videos/

17.11.2021 Der nächste Winter kommt bestimmt

Die aktuelle Wetterlage ist etwas frustrierend.

Nicht Fisch, nicht Fleisch.

Es regnet oder schneit nicht wirklich nennenswert, aber schönes Hochdruckwetter für Herbstwanderungen will sich auch nicht einstellen.

Ich habe die Zeit genutzt um die Schitests der letzten Winter einmal zu Papier bzw. auf den PC zu bringen.

Ich hatte nämlich die Möglichkeit einen Schi von Völkl (RISE Above 88mm) sowie zwei Paar Schier von Black Diamond (Cirque 84 und vorab den 104mm Impulse) zu testen.

So durfte ich in einer Saison (zusammen mit meinem knapp 10 Jahre alten Schi) vier verschiedene Paar Schier nutzen.

Fazit:

Vom Rennschi bis zum breiten Pulverschi war alles dabei.

Ich bin und bleibe aber ein Fan vom Allround- Schi.

Alle Tests findet ihr übrigens hier.

Oisternig 7.11.2021 Sonnenuntergangswanderung

Es sind die besonderen Moment, die einem in Erinnerung bleiben!

Die einzigartigen Erlebnisse, an die wir oft ein Leben lang zurück denken.

So einen Moment habe ich dieses Wochenende mit meinen Kindern am Oisternig erlebt!

Spontan konnte ich den Nachwuchs davon überzeugen eine Sonnenuntergangswanderung auf den Oisternig zu machen.

So gingen wir am späten Nachmittag von der Feistritzer Alm hinauf zum Gipfel. Die Hälfte des Weges mussten wir schon im Schnee stapfen. Handschuhe, Haube und dicke Jacke schützten uns gegen den kräftigen Südwind.

Aber das Erlebnis, wenn die Sonne ganz tief steht, immer roter wird und schließlich langsam hinter den Bergen versinkt, diese Eindrück bleiben.

Mir hat es unglaublich viel Freude bereitet und den Kindern auch.

Das sind Erinnerungen, die bleiben!

Rauchfanglöcher 31.10.2021

Rauchfanglöcher!?

Noch nie gehört?

Kein Wunder! Kaum wo im Internet findet man dazu Informationen. Dabei sind diese Höhlen oberhalb von Bad Bleibger ein richtig cooler Ausflug.

Der Aufstieg hält sich mit 200 Höhenmetern in Grenzen und ist soweit unschwierig. Nur am Schluss heißt es aufpassen, denn auf den letzten Metern zu den Rauchfanglöchern bewegt man sich auf einem relativ schmalen Felsabsatz. Hier heißt es vorsichtig sein!

Die Rauchfanglöcher selbst sind niedrige Höhlen mit ein paar anschließenden Stollen. Die meisten Stollen sind recht kurz, jene die weiter in den Berg hinein führen sind mit Eisenstäben abgesperrt.

Gerade im Herbst ist diese Tour ideal, wenn es höher oben schon kalt und zunehmend winterlich ist. Am besten startet man zu dieser Wanderung am späten Vormittag, dann ist man die längste Zeit in der Sonne.

28.10.2021 Stoder und Gmeineck

Die letzten Tage waren ja wirklich ein Traum. Auf den Bergen gab es von früh bis spät strahlenden Sonnenschein. Die Temperaturen waren angenehm warm und die herbstlich gefärbten Bäume schienen sich in ihrer Pracht gegenseitig übertrumpfen zu wollen.

Wir nutzten dieses herrliche Wetter für eine Genusstour.

Unser Ziel waren der Stoder und das Gmeineck. Damit es etwas sportlicher wird, sind wir aber nicht bis zur noch immer geöffneten Bergfriedhütte aufgefahren, sondern bei der Schrankenanlage auf knapp über 1000m Seehöhe gestartet.

Trotzdem haben wir uns genug Zeit für Fotostopps und Pausen genommen. Auch die reifen Granten (Preiselbeeren) mussten ausgiebigst verkostet werden.

Denn so einen schönen Tag sollte man in vollen Zügen genießen und genau das haben wir auch gemacht!

11.9.2021 Eiskargletschermessung

Vorab einmal ein kleines Video damit man einen Eindruck hat, wie es im Eiskar so aussieht :-) . Wir arbeiten gerade am Gletschermessbericht....

17.10.2021 Pfannnock

Endlich gab es wieder einmal Zeit für eine Familienwanderung! 😃
Unser Ziel war der Pfannnock. Dieser ist vom Erlacher Haus in einer gemütlichen Wanderung zu erreichen.
Die Straße hinein ins Langalmtal zum Erlacher Haus ist übrigens in ausgezeichnetem Zustand.
Bei der Wanderung konnten  die Kinder dann auch schon die erste Schneeballschlacht vor dem herannahenden Winter machen. Vom Schneefall Anfang Oktober fanden sich rund um den Pfannnock noch zahlreiche Schneefelder, schattseitig lag teilweise sogar durchgehend Schnee.
Die teils sonnigen und milden Tage der letzten Woche haben einen Großteil  des Schnees wieder schmelzen lassen.
So findet man dieses Wochenende in den Nockbergen perfekte Wanderverhältnisse vor!

14.10.2021 Montasch Scala Pipan mit Bergwelten und Martin Koch

Es sollte ein genialer Bergtag werden und in Summe war es das auch.

Für die TV Sendung Bergwelten ging es zusammen mit dem ehemaligen Schispringer Martin Koch auf den Montasch.

Die Verhältnisse waren nicht ganz einfach. Der erste Wintereinbruch hatte am Montasch für reichlich Neuschnee gesorgt.

Diese schwierigen Bedingungen waren zwei Tage zuvor einer Wandererin auf der Terrarossa leider zum tödlichen Verhängnis geworden.

Das Wissen über ihren Absturz schwang den ganzen Tag in mir mit. Irgendwie fühlte ich mich einfach nicht so wohl wie an anderen Tagen.

Jeden Schritt setzte ich besonders vorsichtig und zum Schluss war ich richtig froh, als wir wieder herunten waren.

Mein Unwohlsein lässt sich vielleicht dadurch erklären, dass ich im Nachhinein erfahren habe, dass ich die tödlich verunglückte Frau gekannt habe und mit ihr für den Herbst noch eine Tour geplant hatte. RIP Sonja.

Markenbotschafter für Rucksäcke von Nordkamm

Rund zwanzig Jahre lang war ich nun mit ein und dem selben Rucksack am Berg unterwegs. Naja, für kleinere Touren hatte ich zwischendurch auch andere Rucksäcke. Aber für Tageswanderungen oder auch Schitouren habe ich tatsächlich immer den gleichen Rucksack verwendet!

Aber, alles Gute hat ein Ende, so auch dieser Rucksack.

Also musste ein neuer her.

Jetzt freue ich mich sehr, dass ich stolzer Besitzer eines Nordkamm Rucksacks bin und diese Marke als Markenbotschafter vertreten darf!

Nordkamm ist eine Firma mit Sitz in Tirol die Rucksäcke oder auch Packtaschen herstellt.

Bei den ersten Touren hat der Rucksack (nicht nur optisch) schon einen super Eindruck hinterlassen!

Für alle die auch einen Nordkamm-Rucksack wollen, für die gibt es im online-Shop mit dem "Rabattcode: gerhard10" 10% Rabatt!

13.10.2021 Findenigkofel (Karnische Alpen)

Wenn die Almwiesen braun sind und der erste Schnee die höheren Berge frisch anzuckert, dann ist der Herbst da und damit eine der schönsten Wanderzeiten des Jahres.
Leider wird es gleichzeitig aber auch immer schwieriger, die Ausgangspunkte für viele Wanderungen zu erreichen, da zahlreiche Zufahrtswege aus jagdlichen Gründen gesperrt werden.
In den Karnischen Alpen kann man zumindest zur Straninger Alm offiziell bis zum 15. Oktober auffahren.
Zusammen mit einer Gruppe von Gailtaler Bergwanderführern habe ich das genutzt und gemeinsam sind wir auf den Findenigkofel gewandert.
Außer uns waren nur wenige Leute unterwegs, dafür hatten wir das Glück über uns einen Gänsegeier beobachten zu können.
Zum Wetter gab es auch wieder viel zu erzählen und so freue ich mich schon auf die nächsten Wetterseminare!

Trübes Wetter? Zeit für schöne Erinnerungen.

Und die nächsten schönen Herbsttouren kommen bestimmt!

3. und 4.10.2021 hyphen Sports Markenbotschafter-Treffen

Seit dem Frühling 2021 bin ich Markenbotschafter für hyphen Sports.

Jetzt im Herbst 2021 gab es ein Treffen der hyphen Sports Markenbotschafter und zwar im Dreiländereck Slowenien- Ungarn- Kroatien.

Hyphen Sports ist nämlich einer der wenigen Sportbekleidungshersteller, der in Europa produziert.

Nach einem gemütlichen Abend auf einem alten Vulkankegel hoch über Lendava im äußersten Osten Sloweniens ging es am nächsten Tag in die Produktion nach Mursko Središće in Kroatien.

Es war wirklich interessant, einmal in so einer Näherei zu sein und die ganzen Hintergründe zu erfahren.

Bei den beiden Geschäftsführern von hyphen Sports spürt man, dass sie mit Leib und Seele dabei sind und sich wirklich viele Gedanken über die Nachhaltigkeit ihrer Produkte machen.

 

Spannend war es also alle Mal und ich kann die Produkte von hyphen Sports wirklich empfehlen.

2.10.2021 Bergwetterseminar auf der Emberger Alm/ Hochtristen

Was war das für ein genialer Abschluss der Wetterseminare in diesem Jahr?
Der Start auf der Emberger Alm erfolgt noch im Hochnebel.
Aber schon in 1950m tauchten wir durch die Nebeldecke hindurch hinein in den Sonnenschein.
In weiterer Folge konnten wir die einzelnen Wolkentypen am Himmel bestimmen und sie auf ihre Wetterrelevanz untersuchen.
Vom Hochnebel im Tal über einige harmlosen Cirren bis zu ein paar schönen Quellwolken war da so einiges mit dabei.
Für den Sommer war es das nun.
Im Winter ist dann ein zweitägiges Wetter-, Lawinen- und Schitourenseminar geplant.
Aber ob und wie das gehen wird, ist halt leider noch offen.
Nur der Termin stünde schon fest: 6. und 7.1.2022 in der Innerkrems!

23.9.2021 Jaukenstöckl- Jaukenhöhe- Torkofel- Mitterkofel- Spitzkofel

Hast du morgen schon was geplant? Kommt die Frage von einem lieben Freund. Ähm, naja, noch nichts Konkretes, aber bei dem Hammerwetter muss man fast etwas machen. Und Zeit hätte ich auch.

Ich "lasse" dieses Mal meinen motivierten Freund planen und brauche nur mehr von einer Vorschlagsliste auszuwählen.

Die Entscheidung fällt auf die Überschreitung des Jaukenstockes. Dort oben war ich geschätzte 20 Jahre nicht mehr. Vielleicht auch noch länger.

So geht es ins Gailtal und dann auf der Almstraße (bis 30.9. ist die Auffahrt erlaubt) auf die Jaukenalm.

Von dort steuern wir zunächst das Jaukenstöckl und die Jaukenhöhe an. Dann geht es weiter Richtung Torkofel. Den Aufstieg über die Böse Schneid lassen wir links liegen und queren zum Normalweg. Man muss ja nichts riskieren. Weiter geht es dann noch zum Mitter- und Spitzkofel.

Alles bei traumhaftem Wetter. Was für eine Genusstour!!!

17.9.2021 Kreidenfeuer und Rauchkofel, Lienzer Hausberge

Nachdem ich am Vortag in den Morgenstunden in der Schobergruppe unterwegs war und tagsüber für die Planung der Gabalier-Glockner-Tour auf der Franz-Josefs Höhe engagiert war, sollte es an diesem Tag etwas Gemütlicheres werden. Zumal ich am Abend in Lienz noch einen Vortrag zum Thema Wald und Klimawandel hatte.

Also ging es mit einem ausgeborgten E-Auto nach Leisach bei Lienz und von dort hinauf zum Klammbrückl.

Der Weiterweg führte mich zunächst gemütlich Richtung Goggsteig und dann sollte es über den Westgrat hinauf zum Kreidenfeuer und weiter zum Rauchkofel gehen.

Mein Bruder hatte schon so nebenbei erwähnt: Du bist eh schwindelfrei,...

Tja, denn ganz so gemütlich war es dann doch nicht.

Der Aufstieg hinauf zum Kreidenfeuer ist zuerst steil und später ausgesetzt. Der Weiterweg zum Rauchkofel zieht sich ein wenig.

Grundsätzlich kein Problem, aber irgendwie habe ich die zahlreichen Touren der letzten Tage dann doch gespürt. Schön war es aber trotzdem :-)

16.9.2021 Retschitzalm, Jöchlkopf und Hinterm Hap (Schobergruppe)

Eigentlich hatte ich im Vorfeld geplant nach dem Bergwettertag mit den angehenden Bergwanderführeren nach Lienz weiter zu ziehen.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Denn wenige Tage zuvor hatte ich von KroneTV einen Anruf erhalten, ob ich vor oder während der Glocknertour von Andreas Gabalier für ein Interview zur Verfügung stehen würde.

Zufälliger Weise fiel das genau in die Zeit, als ich sowieso in Heiligenblut war.

Also hängte ich einfach einen Tag an und bevor es zum Interview auf die Franz Josefs Höhe ging, unternahm ich in den frühen Morgenstunden noch schnell eine Bergtour.

Nachdem ich öffentlich angereist war, musst ich direkt im Ort Heiligenblut starten und so fiel meine Wahl auf die Retschitzalm. Diese herrliche Hochalm liegt in der nördlichen Schobergruppe und ist vom Mölltal aus über einen Rakentsteig zu erreichen. Der Abstieg erfolgt über das Gössnitztal.

Das kurze Interview zur Gabelierglocknertour artete dann in eine umfassende Wetterberatung aus, aber das ist eine andere Geschichte!

15.9.2021 Strasskopf

Ist es nicht wunderbar, wenn man Beruf, Berufung und Hobby miteinander verbinden kann?

Ich bin begeisterter Bergsteiger und auch leidenschaftlicher Meteorologe.

Durch meine Wetterseminare kann ich diese beiden großen Leidenschaften miteinander verbinden.

Dieses Mal war ich als Ausbildner für angehende Bergwanderführer hoch über dem Mölltal am Strasskopf unterwegs.
Diese einfache Wanderung in der südlichen Schobergruppe bietet herrliche Ausblicke zu den Lienzer Dolomiten.

Da man sich beim Aufstieg die längste Zeit in freiem Gelände bewegt, ist diese Tour auch perfekt geeignet um das Wetter zu beobachten.

Wie verändern sich die Wolken, wie schwierig ist es die Windrichtung abzuschätzen. Und was ist vor einer Tour überhaupt zu bedenken.


Dieses Wissen ist nicht nur für angehende Bergwanderführer interessant, sondern auch die erfahrenen Ausbildner hören gerne zu :-)

11.9.2021 Eiskargletschermessung

Jedes Jahr geht es Anfang September hinauf in die Kellerwand hoch über Kötschach-Mauthen um den südlichsten Gletscher Österreichs zu vermessen. Der einzige Gletscher der Karnischen Alpen ist seit mittlerweile 30 Jahren Teil des Gletschermessprogramms des ÖAV.

Rund 20 Jahre lang hat mein Vater die Messungen übergehabt, seit etwa 10 Jahren bin nun ich für die Durchführung der Messungen hauptverantwortlich.

Die klassischen Längenmessungen führt meist noch immer der Senior durch.

Als Klimatologe interessiert mich aber auch die Massenbilanz. Aus diesem Grund haben wir schon vor über zehen Jahren Schneepegel ins Eis eingebohrt, messen mit Lawinenensonde regelmäßig die Schneehöhe und graben im Herbst einen Schneeschacht. Sofern noch Schnee liegt.

Die Auswertungen der heuer durchgeführten Messungen laufen noch.

Eines lässt sich aber schon jetzt sagen:

Das Jahr 2021 hat dem Eiskargletscher sehr gut getan!

8. und 9.9.2021 Wetterseminar am Hochkönig

Vor knapp einem Jahr kam die Idee auf, am Hochkönig ein Wetterseminar abzuhalten.

Vor etwas mehr als drei Monaten habe ich mit Roman, dem Hüttenwirt am Matrashaus, welches direkt am Gipfel des Hochkönigs steht, den Termin fixiert.

Knapp drei Wochen vor dem Wetterseminar waren alle 10 Plätze ausgebucht.

Etwa eine Woche vor dem Seminar hat sich abgezeichnet, dass das Wetter schön werden würde.

An den beiden Seminartagen wurden wir schließlich von traumhaftem Spätsommerwetter begleitet. Was für ein Glück.

Ich bedanke mich bei den motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihr wart wirklich super.

Dank euch und der Unterstützung von Roman wurde dieses erste zweitägige Wetterseminar zu einem vollen Erfolg!

6.9.2021 Raggaschlucht

In Kärnten laufen in dieser Woche gerade die "Umsteigetage".

Das heißt eine ganze Woche lang kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis benutzen.

Wir haben das gleich gemacht und sind mit dem Rad zum Zug, mit dem Zug nach Mallnitz und mit dem Bus nach Flattach zur Raggaschlucht gefahren.

Von der Busstation Flattach/ Raggaschlucht ist man in wenigen Minuten beim Eingang zur beeindruckenden Klamm.

Dort führen Steganlagen eigentlich recht tief drinnen in der schmalen Schlucht aufwärts. Das Wasser strömt über Stromschnellen, kleinere Wasserfälle und durch Wasserkolke tösend talwärts.

Am Ende wartet dann ein knapp über 10 Meter hoher Wasserfall, ehe es steil aus der Schlucht hinaus und über einen Fahrweg hinunter zum Ausgangspunkt geht.

Zurück nach Hause fuhren wir wieder mit Zug, Bus und Rad.

2. und 3.9.2021 Nationalpark Akademie

Anfang September hatte ich die große Ehre zusammen mit Prof. Gerhard Lieb, einem der größten Gletscherexperten Österreichs und  Leiter des Gletschermesspogramms des Österreichischen Alpenvereins,  für die Nationalpark Akademie ein zweitägiges Seminar zum Thema Gletscher und Klima zu gestalten.

Nach einem "Theorietag" im Haus der Steinböcke in Heiligenblut ging es am zweiten Tag zum Praxistest hinaus in die Natur.

Bei traumhaftem, fast schon kitschigem Wetter wanderten wir der Pasterze hinterher.

Von ihrer einstigen Stirn beim Glocknerhaus ging es vorbei am Margaritzen- und Sandersee hinauf zum neu entstandenen Pasterzensee.

Es ist unglaublich, wie weit sich die Pasterze in den letzten 170 Jahren zurückgezogen hat.

Gleichzeitig ist es aber auch faszinierend zu beobachten, wie rasch die Vegetation die eisfreien Flächen in Besitz nimmt.

Ich bedanke mich bei den Teilnehmern und bei meinem Co-Referenten für dieses wunderbare Seminar!

1.9.2021 Ponza Grande oder wie ein Weg im Nichts endet

Was für ein traumhafter Tag!

Die Julischen Alpen locken mit herrlichem Wetter.

Aus meinem Ziel, der Veunza, wird aber nichts, denn nach einer Stunde Zustieg findet man im Strugova-Kar plötzlich den Hinweis, dass der Klettersteig "Via della Vita" unpassierbar ist.

Ersatzprogramm: Ponza Grande.

Aber auch bei der Zacchi Hütte ein Schild: "Ponza Grande gesperrt"

Ich will mir die Sache genauer anschauen und komme ohne Probleme über den Klettersteig bis auf den Gipfel.

Beim Abstieg am "Normalweg" dann aber plötzlich das Ah-Erlebnis:
Da fehlt ein ganzer Gratturm samt Weg! Links und rechts geht es unverschämt steil hinunter.

Ich probiere. Überlegen. Suche im Rucksack nach einer Reepschnur.

Dann siegt aber die Vernunft und es geht über den Klettersteig zurück.

30.8.2021 Feldkofel und Sattlernock (Bleiberger Erzberge)

Heute ging es endlich wieder einmal ohne Auto hinauf in die Berge. Da das Wetter nicht so prickelnd war, musste es auch kein hoher Berg sein.

Also fuhr ich mit dem Rad von Villach nach Bad Bleiberg bzw. zur Kirche in Bleiberg Nötsch.

Zu Fuß ging es dann in steiler Linie hinauf zum Feldkofel.

Dieser bietet wohl die schönste Aussicht über das Bleiberger Hochtal.

Für alle Genussmenschen finden sich in einem alten Bergwerksstollen unmittelbar unterhalb des Gipfelkreuzes ein paar Getränkedosen samt Spendenbox.

Zurück ins Tal wanderte ich über den Sattlernock nach Bleiberg Nötsch und dann ging es mit dem Rad wieder nach Villach.

Vielleicht werden solche Touren samt öffentlicher Anreise interessanter, wenn es das 1-2-3- Ticket gibt. Eine höhere Taktung würde dabei natürlich auch nicht schaden.

29.8.2021 Lamatrekking

Als Kontrastprogramm zu meinen sonst oft doch recht flotten Touren ging es heute einmal mit der Familie richtig gemächlich durch die Landschaft.

Nämlich mit den Lamas von Rudi von lamatour.at in Sonnwiesen hoch über dem Drautal.

Nachdem jeder sein Lama bekommen hatte, wanderten wir durch Wald und über Wiesen bis zur Buschenschank Stanahof.

Das Wandern mit den Lamas ist dabei eine eigene "Wissenschaft".

Zuerst muss einmal die richtige Rangordnung hergestellt werden. Denn wenn ein Lama nicht vor einem anderen Lama gehen will, dann hilft alles Ziehen nicht.

Wenn das einmal klappt,  dann geht es aber in gemütlichem Tempo höher.

Hin und wieder braucht es für eine Toilettenpause oder einen kurzen Snake eine kleine Pause.

In Summe ist es ein wunderbares Wandern mit Tieren :-)

25.8.2021 Weinschnabel (Überschreitung)

Weit, weiter und noch weiter!

Der Weinschnabel ist eigentlich ein recht gemütlich zu erreichender Gipfel hoch über der Kölnbreinsperre direkt am Alpenhauptkamm.

Zumindest dann, wenn man den Standardan- und -abstieg über die Marchkarscharte wählt.

Wer nicht den gleichen Weg hinauf und hinunter gehen möchte, der hat die Möglichkeit den Weinschnabel zu überschreiten. Der Rückweg durch das Kölnbrein- und Wastlkar ist jedoch sehr lange. Landschaftlich ist die Route sehr reizvoll,  denn man bewegt sich fernab von den Touristenströmen in einer herrlichen Bergwelt am Übergang zwischen den einstigen Gletschern und den Hochalmen.

Man sollte jedoch ausreichend Zeit mitbringen. Und auch die Sicht sollte gut sein. Denn wer bei Nebel die teils alten Markierungen im Kölnbreinkar verliert, der ist im wahrsten Sinn des Wortes verloren!

19.8.2021 Pirknerklamm Klettersteig

Klettersteige mit Kindern?

Geht das?

Ist das sinnvoll?

Wie bei so vielen Dingen im Leben hängt es von zahlreichen Faktoren ab.

Einerseits einmal davon, wie sicher sich die Kinder in felsigem Gelände bewegen.

Dann natürlich auch, ob die Kinder verantwortungsbewusst handeln.

Denn in einem Klettersteig muss ich mich als Vater total darauf verlassen können, dass die Kinder beim "Umhängen" immer einen Karabiner im Stahlseil lassen.

Aber das ist Übungssache. Für Eltern und Kindern.

Wenn man dann auf einem Klettersteig wie der Pirknerklamm unterwegs ist und sieht, mit welcher Freude sich die Kinder bewegen, dann weiß man, ja Klettersteig und Kinder das passt zusammen.

Wir haben es in vollen Zügen genossen und die Kinder auch.

Der Klettersteig selbst macht Spaß, hat nur einen kurzen Zustieg und durch die Nähe zum Wasser ist es auch im Hochsommer angenehm kühl.

Man darf sich deshalb jedoch nicht wundern, wenn man in der Klamm nicht alleine unterwegs ist. Es gibt aber immer wieder Punkt, wo man andere vorlassen kann.

Deshalb ist dieser Klettersteig absolut lohnenswert.

Wer mit Kindern gerne Klettersteiggehen ausprobieren möchte, sollte aber mit leichteren Steigen (z.B. Kirchensteig in Oberdrauburg oder den Übungssteigen am Kanzianiberg bei Finkenstein am Faaker See) starten.

15.8.2021 Schimanberger Höhe und Hochwarter Höhe

Habe ich schon einmal erwähnt, dass Schwarzbeeren bei uns in der Familie einen extrem hohen Stellenwert haben?

Mittlerweile muss man schon auf gut 1500m und noch höher hinauf um Schwarzbeeren zu finden.

Die Schimanberger Höhe ist als Bergtour nicht gerade bekannt. Vom Gitschtal aus muss man zunächst lange durch den Wald aufsteigen. Auch ist der Weg vorübergehend nicht markiert. Und auch vom Gailtal aus ist der Zustieg zu Beginn nicht allzu prickelnd.

Aber wenn man dann einmal oben ist, kann man sich an der Aussicht kaum satt sehen und von den Schwarzbeeren kaum satt essen.

Der breite almige Höhenrücken zwischen Gail- und Gitschtal erinnert an ein norwegisches Fjell und lädt  dazu ein seine Seele baumeln zu lassen.

Wer zur richtigen Zeit dort oben unterwegs ist, kann auch gratis Superfood in Form von Schwarzbeeren konsumieren!

6.8.2021 Mallnock und Klomnock

Eine gemütliche Wanderung mit den Kindern sollte es werden.

Also wählten wir den Mallnock hoch über St. Oswald in den Nockbergen aus.

Mit der Brunnachbahn ging es zusammen mit unzähligen anderen Wanderern und Ausflüglern auf 1900m Seehöhe. Der Weg Richtung Mallnock über die Brunnachhöhe gleicht zunächst einer Autobahn. Erst Richtung Mallnock wird langsam weniger los und der Steig auch etwas weniger breit.

Am Gipfel angekommen lacht mich der Klomnock an. Gleichzeitig zeigen sich im Nordwesten aber ein paar kleine Regenschauer.

Ich kann die Kinder aber motivieren und so marschieren wir raschen Schrittes über das Soldatenkreuz zum Klomnock. Beim Abstieg hinunter Richtung Falkerthaus trifft uns dann tatsächlich ein schwacher Regenschauer. Das stört uns aber nicht weiter, denn wir genießen gerade die reifen Schwarzbeeren.

Das Auto holt dann der Papa vom Parkplatz bei der Brunnachbahn, während die Kinder den Omas am Telefon erzählen, welche tolle Tour sie heute gemacht haben!

Zum Abschluss gibt es schließlich noch ein Bad im Afritzer See.

Bergwetterseminar am 31.7.2021 am Dobratsch

 Am letzten Julitag  hat man wieder gesehen, wie wichtig es ist, sich beim Antritt einer Wanderung entsprechend über das Wetter zu informieren.

Mehrere Rettungseinsätze musste die Bergrettung an diesem Tag absolvieren. Der eine oder andere davon war auf schlechte Ausrüstung und oder schlechte Tourenplanung inkl. schlechter Wetterplanung zurückzuführen. 
Danke den Einsatzkräften, die bei jedem Wetter hinaus gehen um zu helfen!
Beim Wetterseminar am Dobratsch konnten wir hautnah miterleben, wie wichtig es ist, in den Bergen ständig einen Blick auf die Wetterentwicklung zu werfen!
Während wir in Ruhe das Gewitter im Trockenen abwarteten, waren einige Wanderer nur wenige Minuten vor dem Gewitter gestartet!
Bei unserem Aufstieg zum Gipfelwar es dann trocken und sonnig.

Das ist Bergwetter erleben!

29.7.2021 Monte Sart, Picco di Grubia und Monte Canin

Wie sehr habe ich mich gefreut, endlich einmal einen Tag zur freien Verfügung zu haben.

In vollen Zügen genoss ich eine geniale Bergtour in den Julischen Alpen.

Vom Rif. Gilberti ging es über den Sella Bila Pec bis zum Monte Sart.

Der Weg dorthin ist zwar nicht schwer, aber lang.
Für den Rückweg hatte ich mir eine kleine Zugabe überlegt. Zunächst nahm ich im Vorbeigehen den Picco di Grubia mit und dann stieg ich auf der Via Alta Resiana über den Picco di Carnizza auf den Monte Canin.

Dabei hat man einige teils spektakuläre Tiefblicke!

Der Abstieg vom Monte Canin erfolgte über die Via Julia zurück hinab zu den Resten des Kaningletschers und dann zurück über den Sella Bila Pec zum Rif. Gilberti.

Als Abschluss gab es noch ein Bad im Predilsee.

Ein kleines Video zur Tour findet ihr hier: Monte Sart- Monte Canin

25.7.2021 Hinteres Modereck

Manchmal kann man es sich nicht aussuchen, wann man auf den Berg geht bzw. man muß sich bietende Gelegenheiten einfach beim Schopf packen.

Im Rahmen des Ausbildungskurses für BergwanderführerInnen war ich als Referent nach Heiligenblut geladen.

Mit Rad, Zug und Bus ging es nach Heiligenblut und dann noch mit der Gondel hinauf aufs Schareck. In der Früh war es dort oben noch sonnig gewesen. So eine Bahn- und Busfahrt nach Heiligenblut dauert aber und bei meiner Ankunft um 10 Uhr war es schon stark bewölkt.

Starker Südwind trieb die Nebelbänke über den Hauptkamm. Perfektes Wetter um Fotos und Videos für meine Wetterseminare zu machen.

Mein Weg führte mich zum Hinteren Modereck und dann wieder zurück ins Tal.

Aufgrund des engen Zeitrahmens musste ich ganz schön Gas geben, aber ich habe es rechtzeitig geschafft. Die angehenden BergwanderführerInnen wissen nun über Gletscher bestens Bescheid :-)

19.7.2021 Dobratsch via Jägersteig

Der Dobratsch hat mich heuer fest in seinem Griff.

Zum mittlerweile achten Mal stand ich in diesem Jahr schon auf seinem Gipfel.

Dieses Mal wurde ich aber von meinen Kindern begleitet. Es ist einfach schön zu sehen, wie sehr sich Kinder an der freien Bewegung erfreuen.

Bei bestem Wanderwetter ging es von der Roßtratte über den Jägersteig auf den Gipfel.

Spätestens beim Abstieg merkt man dann aber, dass der Dobratsch eine  gar nicht so kurze Wanderung ist. Denn dann werden die Kinder schön langsam müde.

Wenn man jedoch in die Gesichter manch entgegenkommender Wanderer blickt, fragt man sich, ob sie schon zum zweiten Mal den Aufstieg in Angriff nehmen. So abgekämpft sehen sie schon aus.

Uns hat es auf alle Fälle gefallen. Die nächste Tour kommt bestimmt!

16.7.2021 Heidentor, Martennock und Goldeck

Ein Freund hat mir letztens vom Heidentor am Goldeck erzählt. Interessanter Weise findet man es auf google-maps, sonst gibt es aber kaum Informationen oder gar Bilder dazu.

Also ging es mit dem Zug nach Spittal und mit dem Rad weiter zur Talstation der Goldeckbahn. Es ist wirklich schade, dass die Talstation mitten im Irgendwo liegt. Die alte Goldeckbahn war vom Bahnhof in kurzem Fußmarsch zu erreichen. Bei der neuen Gondel ist dies leider nicht mehr möglich.

Von der Gondelbergstation ging es zur Goldeckhütte und dann über ein kleines Steiglein zum Heidentor. Erst wenn man direkt davor steht, sieht man es, da man von oben dazu stößt.

Als Zugabe habe ich noch den Martennock und das Goldeck mitgenommen. Bei schönem Wetter hat man von diesen beiden Gipfeln eine herrliche Aussicht. Bei schlechtem Wetter fällt leider Baumüll (Dämmmaterial), der im Gipfelbereich des Goldecks herumliegt, ins Auge )-:

10.7.2021 Schitour auf den Sella Ursic in den Julischen Alpen

Die einen klatschen begeistert in die Hände, die anderen zeigen einem den Vogel.

Ja es geht um eine Sommerschitour in den JULIschen Alpen.

Aber mein Vater und ich zählen zu denjenigen, die begeistert klatschen. Und so brechen wir, wie schon 2014, zu einer Julischitour zum Sella Ursic hoch über dem Sella Neva auf. Mit der Gondel geht es zum Rif. Gilberti und dann nach einer kurzen Tragepassage fast durchgehend auf Schnee bis zum Sella Ursic. Auf der Westseite heißt es neuerlich nur wenige Meter tragen und dann schwingen wir über die Reste des Kaningletschers rund 300 Höhenmeter hinab. Nach dem Rückanstieg zum Sella Ursic geht es zurück zum Rif. Gilberti.

Als Abschluss wartet noch ein erfrischendes Bad im Predilsee.

Ja und weil ich letztens schon geschrieben habe, dass Schwarzbeeren bei uns in der Familie höchstes Ansehen genießen, ging es nach dem Schivergnügen noch für 2h in den Wald zum Schwarzbeerklauben :-)

8.7.2021 Techantinger Mittagskogel Bike 'n' hike

Eigentlich wollte ich heute gar keine Bergtour machen. Denn es stand Schwarzbeerklauben am Programm. Und das hat bei uns in der Famile höchste Priorität. Denn, die meisten werden es nicht wissen, aber Schwarzbeeren sind ein absolutes Superfood.

Nach 2h Schwarzbeerklauben hatte ich dann aber genug und so entschloss ich mich ganz spontan auf den Techantinger Mittagskogel zu gehen. Von der Haustüre weg ging es mit dem Rad zum Karawankenfuß und dann zu Fuß weiter. Als ich am Unterrand der großen Schuttflanke unter dem Techantinger Mittagskogel stand, wollte ich unbedingt sehen, wie die Rinne im oberen Teil im Sommer aussieht. Im Winter bin ich sie ja schon abgefahren. Also stieg ich über die Schuttflanke und die schmale Rinne zum Grenzkamm auf. Der Rückweg erfolgt dann über den "Normalweg". Zu Hause hieß es dann noch Schwarzbeeren verarbeiten.

Aber was macht man nicht alles für den Genuss und die Gesundheit?

5.7.2021 Das Eiskar, zweite Begehung des südlichsten Gletschers Österreichs im Jahr 2021

Etwa einen Monat nach der ersten Eiskarbegehung im Jahr 2021 waren wir wieder in der Nordwand der Kellerwand unterwegs. Der Juni 2021 war in den Südalpen einer der wärmsten der letzten Jahrzehnte. Dadurch nahm die Schneehöhe im Vergleich zu den letzten 10 Jahren überdurchschnittlich stark ab.

Aufgrund des außergewöhnlich schneereichen Winters 2020/21 lag aber Anfang Juli noch immer extrem viel Schnee am südlichsten Gletscher Österreichs.

Das angefügte Video gibt ein paar schöne Impressionen unserer Tour!

28.6.2021 Kahlkogel Train and Hike

Bei Bergtouren stört mich immer wieder die Anreise mit dem Auto. Eine öffentliche Anreise ist jedoch oftmals gar nicht so leicht.

Aber, wenn man in die Karawanken will, geht das gar nicht so schlecht. Mit Bus und Bahn kommt man in der Früh wirklich flott ins Bodental. Und nach Rosenbach fährt von Villach aus im Studentakt die S-Bahn.

Ich entschied mich aufgrund der kürzeren Zeit für Rosenbach und machte mich dann via Quadiaalm auf Richtung Grenzkamm. Der Anstieg durch den Wald ist zunächst recht lang, aber wenn man neben einem Eichkatzerl auch eine Gams sowie einen Fuchs sieht, wird die Sache schon kurzweiliger.

Die Quadiaalm bietet dann den ersten traumhaften Ausblick und wenn man schließlich oben am Kahlkogel steht, hat man einen herrlichen Rundblick. Beim Rückweg über den Hahnkogel und den Rosenbachsattel realisiert man erst, welche weite Strecken man in doch recht kurzer Zeit zurücklegen kann.

Karawanken ich komme wieder :-)

26.6.2021 Wetterseminar am Dobratsch

Vor einem Monat waren wir beim Wetterseminar bei Sturm, Gewitter, Schneefall und Sonnenschein am Dobratsch unterwegs.

Ende Juni war das Bild ein nun ganz anderes.

Die Natur ist mittlerweile ergrünt, die Blumen blühen und der Schnee hat sich vom Berg fast komplett zurückgezogen.

Der Tag selbst brachte für das Wetterseminar fast perfekte Bedingungen.

Angenehme Temperaturen, wenig Wind und viele Quellwolken, welche man auf ihre "Gefährlichkeit" untersuchen konnte.

Während wir am Berg unterwegs waren, blieb es aber überwiegend sonnig und die Quellwolken wollten nicht so wirklich in die Höhe schießen.
Erst am späten Abend bildeten sich dann einige teils heftige Gewitter, zu dieser Zeit waren wir aber alle schon längst wieder zu Hause.

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, für diesen gelungenen Wettertag! Ich freue mich schon auf das nächste Wetterseminar am 31.7.2021!

22.6.2021 Hühnerkogel und Mittagskogel Sonnenuntergangstour

Ich bin es mittlerweile nicht mehr gewohnt, täglich Stunden lang vor dem Computer zu sitzen. Bei Fortbildungen ist das aber manchmal leider notwendig.

Aber nachdem die Forbildung online stattfindet, gibt es danach zumindest die Möglichkeit noch schnell etwas zu unternehmen. Und die Tage sind im Moment ja sehr lange.

Also starteten wir erst kurz nach 17h hinauf Richtung Berta Hütte. Wer sein Auto liebt, wird die aktuell sehr grobe Schotterstraße hinauf zum Sommerparkplatz derzeit meiden. Mein Kombi ist aber bergerfahren und kam ohne einen Aufsitzer hinauf.

Unser Weg führte uns dann über die Bertahütte und von dieser auf einem Jägersteig quer durch die Ostflanke des Mittagskogels ins Krainer Törl. Vom Törl stiegen wir auf den Hühnerkogel und zum Abschluss für den Sonnenuntergang noch auf den Mittagskogel.
Die Lichtstimmungen waren einfach wieder gewaltig. Das flache Abendlicht zauberte herrliche Farben und wunderbare Kontraste. Beim Abstieg leuchtete uns schließlich noch ein heller Mond den Weg. Am Steig unterhalb der Bertahütte schalteten wir dann aber doch noch die Stirnlampen ein.

Eine weitere unvergessliche Tour! Danke an meinen Begleiter. Danke an meine Frau, denn nur dank ihr kann ich solche Touren auch machen. Zumindest solange die Kinder nicht mitkommen :-)

18.6.2021 Rinsennock und Kornock

Schön langsam wird das Weiß auf den Fotos immer weniger und das Grün sowie Blau, Gelb und Rosa immer mehr.

Der Frühling ist auch auf den Bergen eingekehrt. Nur mehr in schattigen Lagen sowie im Hochgebirge ist es noch Winter.

Wer jetzt wandernd durch die Bergwelt streift, muss fast an das Lied "In di Berg bin i gern" denken. Denn der Enzian "bliaht" an allen Ecken und Enden. Und der Almrausch wird sicher bald folgen.

Ich war dieses Mal in den nördlichen Nockbergen unterwegs. Mein Tourenbuch hat mir mitgeteilt, dass es mittlerweile zehn Jahre her ist, als ich zuletzt von der Turrach aus zu einer Bergtour gestartet bin (Gruft).

Heute war es mein Ziel spannende Wetterbilder von Quellwolken und Regenschauern für meine Wetterseminare zu sammeln.

Ziel erfüllt und abgesehen von ein paar Regentropfen bin ich sogar trocken geblieben!

9.6.2021 Ganges und Breiter Kopf

Die Gipfel unmittelbar westlich vom Dobratsch sind für viele ein weißer Fleck auf ihrer "Bergwanderkarte". Durch eine Besteigung des Ganges hatte ich meinen weißen Fleck in diesem Gebiet schon vor 10 Jahren reduziert.

Den Breiten Kopf, welcher knapp westlich des Ganges liegt, zu besteigen, daran hatte ich aber bisher nicht gedacht.

Aber wozu hat man Bergkameraden?

Genau, damit sie einen auf neue Ideen bringen.

Also zogen wir vom Bleiberger Hochtal los um über das Tor zum Alpl aufzusteigen. Vor dem Breiten Kopf galt es noch den Ganges zu überschreiten, was sich als nicht ganz so ohne herausstellte. Vom Ganges ging es zunächst am "Normalweg" hinunter und dann wieder rauf auf den Breiten Kopf. Auch nicht ohne.

Trotz der relativ geringen Höhe sind diese beiden Gipfel aufgrund ihrer Zustieg als durchaus herausfordernde Tourenziele anzusehen!

3.6.2021 "Winterbegehung" des Eiskargletschers

Der Winter 2020/21 wird wohl vielen in Erinnerung bleiben, ganz besonders den Gletschermessern im Eiskar, dem südlichsten Gletscher Österreichs. Denn nach dem extrem schneereichen Frühwinter blieb es im Frühling lange kalt und das sind genau die Bedingungen, die der Eiskargletscher in den Karnischen Alpen liebt!

Die winterlichen Zustiegsverhältnisse stellten hohe Anforderungen an das motivierte Freilwilligenteam. Neben konditionsstarken Trägern und der bewährten Mithilfe der Bergrettung Kötschach- Mauthen war dieses Mal auch ein Vermesser der KELAG-KNG samt Theodolit mit dabei.

Die ersten Auswertungen der Schneehöhensondierungen, der mittels GPS und Theodolit gewonnenen Daten sowie der Fotovergleiche der letzten Jahre zeigen, dass die Schneelage für Anfang Juni außergewöhnlich gut ist und fast an das Rekordjahr von 2014 heran reicht. Im Mittel liegen am Gletscher fast 9m Schnee. Bleibt der Sommer nur einigermaßen im  klimatologischen Rahmen,dann ist die Eisschmelze im Eiskar für ein Jahr unterbrochen und es könnten sich sogar wichtige Schnee- bzw. Firnrücklagen bilden.

Fotovergleich ausgewählter Jahre; an der kleinen Felswand links der Bildmitte kann man die Schneehöhenunterschiede gut abschätzen.

 

2.6.2021 Schartenkopf und Racherin (Glocknergruppe)

Für eine Fortbildung musste ich am Nachmittag ins Mölltal. Was liegt da also näher als davor eine Schitour in den Hohen Tauern zu machen?

Da unter der Woche die Begleiter nach Ende des Lockdowns etwas rar sind, hatte ich geplant, ins Maltatal zu fahren und ganz gemütlich auf die Kölnbreinspitze zu gehen. Bis mein Vater anrief.

Der war tags zuvor schon rund um die Kölnbreinsperre unterwegs und hatte aufgrund der tollen Verhältnisse Lust auf eine weitere Schitour bekommen.

Ihm schwebte aber ein Gipfel im Bereich der Glocknerstraße vor, den er vor über 20 Jahren das letzte Mal erklommen hatte.

So ging es in aller Früh hinauf nach Heiligenblut und weiter Richtung Franz Josefs Höhe. Gemeinsam marschierten wir auf den Schartenkopf.

Und während mein Vater abfuhr querte ich zur Racherin und stieg über die steile Westflanke auf deren Gipfel.

Die Abfahrt erfolgte dann nach Süden zur Glocknerstraße, wo ich von meinem Vater wieder abgeholt wurde.

Toller Tag, tolle Tour, tolle Bergleitung!

31.5.2021 Hochstuhl vom Bärental

Nur 3°C im Tal in der Früh und -1°C am Dobratsch in knapp über 2100m. Das schreit ja förmlich nach einer Abschlussschitour in den Karawanken.

Die Schneeverhältnisse habe ich ja schon letztens am Mallestiger Mittagskogel getestet und so war mir klar, dass es keinen extrem frühen Start braucht.

So bin ich erst kurz nach 8 Uhr

in der Früh beim Parkplatz im Bärental gestartet.

Zunächst heißt es bis ins Hochstuhlkar die Schier zu tragen.

Von dort leiten erste Schneefelder höher. Zwei Mal muss man nochmals kurz die Schier tragen, dann geht es über kompakten und gefrorenen Schnee bis zum Grat.

Auf der slowenischen Seite muss man die Schier in die breite Mulde hinunter tragen. Von dort geht es mit einem Mal abschnallen bis wenige Höhenmeter unter den schneefreien Gipfel .

Ich bin dann um 10:30 bei perfektem Firn knapp westlich der Grünen Ries abgefahren.

29.5.2021 Mallestiger Mittagskogel

Nachdem ich den ganzen Tag in der Küche bzw. vor dem PC gearbeitet habe, hatte ich am Abend irgendwie große Lust mich noch ein wenig zu bewegen. Schon in den letzten Tagen waren die Sonnenuntergangsstimmung immer wieder herrlich.

Ich dachte, das genieße ich heute einmal von oben.

Der Plan war perfekt. Es konnte praktisch nichts schiefgehen.

Nach den Regenschauern zu Mittag und am Nachmittag sollten die Wolken immer weiter auflockern und eine wunderbare Abendstimunng garantieren.

Soweit die Theorie.

In der Praxis schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Dann bildeten sich jedoch etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang nochmals viele Quellwolken und weg war das schöne weiche Licht.

Ein paar feine Stimmung habe ich trotzdem eingefangen und auch für meine Wetterseminare konnte ich ein paar tolle Fotos schießen.

23.5.2021 Bergwetterseminar am Dobratsch

Mir fehlen noch immer die Worte!
Was war das für ein unglaubliches Bergwetterseminar?
Danke an die Teilnehmer, es war auch für mich ein absolutes Berg- und Wetterhighlight.
Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Wort.
Das nächste Seminar findet übrigens am 26.6.2021 statt!

20.5.2021 Creta di Rio Secco (Karnische Alpen, Naßfeld)

Manchmal setzt man sich so Dinge in den Kopf und die möchte man dann unbedingt umsetzen. Bei mir war es in diesem Fall die Tatsache, dass ich nach dem letzten Schneefall am 19.5.2021 unbedingt nochmals eine Schitour machen wollte. Der 20.5.2021 hat sich dafür perfekt angeboten, denn das Wetter versprach ideale Schitourenbedingungen.

So ging es hinauf aufs Naßfeld und dort weiter nach Sonnleiten. Auf knapp über 1400m schnallten wir schon die Schier an und bis auf 2 Bachquerungen mussten wir sie bis zum Gipfel auch nicht mehr abschnallen.

Die Tour selber führt zunächst durch das Schigebiet. Der Charm solcher Unternehmungen ist ja im Regelfall überschaubar. Aber, nachdem die Lifte schon seit einem Monat stillstehen, ist das ja nicht so schlimm. Und spätestens wenn man dann am Rudnigsttel steht und ins Trogtal abfährt, taucht man in eine neue, unglaublich schöne Welt ein! Beim Schnee war alles dabei vom Pulver über Harsch bis feuchter Firn (aber nie bodenlos!).

10.5.2021 Übering (südliche Nockberge)

Irgendwann musste sie ja losgehen, die Wandersaison. Zwar liegt auf den Bergen für die Jahreszeit noch immer viel Schnee, aber man muss ja nicht auf die höchsten Gipfel steigen.

Auch niedrigere Berge haben ihre Reize. Und bevor ich nach einer milden Nacht und bei starkem Südföhn mit den Schiern irgendwo im Schneesumpf versinke, habe ich mich dann einfach für eine Bergtour entschieden.

Ziel war der Übering, seines Zeichens der östlichste Gipfel des Mirnockzuges. Apropos Zug, der Ausgangpunkt (Puch) lässt sich wunderbar mit dem Zug erreichen.

Von Puch geht es zunächst am steilen Wandsteig zur Zauchenhütte. Von dort Richtung Gipfel wird man vergeblich nach Markierungen Ausschau halten. Wanderer sind hier gerade im Sommer scheinbar nicht so gerne gesehen. Das lässt zumindest ein Schild im oberen Teil der Alm rückschließen. Aber am schönsten ist es hier eh im Frühling oder Herbst!

4.5.2021 Dobratsch von der Roßtratte

Neuschnee im Mai? Kommt auf den Bergen fast jedes Jahr vor. Wenn aber der Wetterbeobachter der ZAMG am Dobratsch im Mai 50cm Neuschnee und fast 200cm Schneehöhe meldet, dann ist das schon ein ganz besonderes Ereignis.

Aus diesem Grund hat mich ein lieber Studienfreund, der in Wien Chef der ATV- Wetterredaktion ist, gebeten, mir das Ganze einmal genauer anzusehen. So habe ich für ihn ausgewertet, dass es in den letzten Jahrzehnten im Mai nur zwei Mal ein kräftigeres Schneefallereignis gab als das vom letzten Wochenende. Und, in diesem Jahrtausend lag im Mai noch nie soviel Schnee am Dobratsch wie heuer.

Nachdem ich mir die Daten am Computer angesehen hatte, musste ich mir aber natürlich auch vor Ort ein Bild machen.

So ging es von der Rosstratte hinauf zum Gipfel und die Tour habe ich auch gleich genutzt um Schi zu testen und für meinen Meteorologenfreund von ATV ein paar Bilder und Kurzvideos zu machen.

3.5.2021 Gerlitzen

Irgendwann gibt es immer ein erstes Mal.

Heute war für mich auch ein erstes Mal.

Zum ersten Mal bin ich mit den Tourenschiern von Klösterle auf die Gerlitzen gegangen. Im Winter beim Schifahren wundere ich mich immer über die Kolonnen, welche neben der Piste Richtung Gipfel pilgern.

Heute habe ich mich selbst in diese Kolonne eingereiht, wobei Kolonne heute vielleicht ein wenig übertrieben war.

Aber aufgrund des Neuschnees faden sich selbst Anfang Mai zahlreiche Schioutrengeherinnen und Schitourengeher ein, welche vom Schitourengehen noch immer nicht genug haben.

Im Gegensatz zum Winter brausen jetzt aber nicht ständig Schifahrer an einem vorbei und so kann ein Aufstieg neben bzw. auf der Piste auch richtig genussvoll sein, besonders bei diesem herrlichen Neuschnee!

Panorama vom Zwölfer nach Südosten, im Vordergrund der Zehner, links hinten der Mittagskogel und rechts die Julischen Alpen
Panorama vom Zwölfer nach Südosten, im Vordergrund der Zehner, links hinten der Mittagskogel und rechts die Julischen Alpen

28.4.2021 Dobratsch von Aichinger Hütte

Eigentlich war ja Gartenarbeit geplant. Aber nachdem ich in der Früh die Webcam vom Dobratsch-Gipfel mit strahlend blauem Himmel über einer Hochnebeldecke gesehen habe, musste ich einfach rauf. Der Garten würde am Nachmittag auch noch da sein.

Also ging es über die mittlerweile wieder mautpflichtige Alpenstraße bis zur Aichinger Hütte knapp unter der Rosstratte. Noch sah man aufgrund des dichten Nebels teilweise keine 20m, ein klassisches Whiteout. Im Bereich der ehemaligen Lärchenwaldlift-Bergstation war ich dann jedoch über dem Nebel und wurde bis zum Gipfel von strahlendem Sonnenschein begleitet.

Schnee liegt noch genug, egal ob im Gelände oder entlang der Ratracspur zum Gipfel. Der frische Pulver der letzten Tag ist schon stark durchfeuchtet, war heute aber noch super zu fahren. Waren ja nur 5 bis 10cm Neuschnee.

Die nächsten Tage bringen eher feuchte Luft in den Südalpenraum, ob sich da einmal lohnende Schitouren ausgehen bleibt abzuwarten. Von der Rosstratten kommt man aber sicher noch 1 bis 2 Wochen mit Schiern ohne größere Probleme auf den Gipfel. Und auch in den Karnischen Alpen, der Kreuzeckgruppe oder den Hohen Tauern sollte man heuer bis Mitte Mai genügend Schnee für Schitouren vorfinden. Es braucht dann halt trockene Luft und klare Nächte.

24.4.2021 Putzen

Ein traumhafter Schitourentag kündigt sich an. Den wollen auch wir nutzen. Unsere Ansprüche sind aber hoch!

Denn wir wollen eine wunderschöne Aussicht, super Schneeverhältnisse und möglichst alleine unterwegs sein.

Ob es solche Touren heutzutage noch gibt?

Aber natürlich!

Fündig wurden wir in der südlichen Kreuzeckgruppe im Bereich des Tolzers und des Gaugen. Die längste Zeit des Tages sollten wir keine Menschenseele treffen. Die Aussicht war den ganzen Tag über sensationell, der Himmel wunderbar blau und der Schnee perfekt.

Erst als wir zu Mittag wieder auf den Tolzer kamen, trafen wir ein paar weitere Berg- und SchitouengeherInnen.

Einmalmehr hat die Kreuzeckgruppe gezeigt, dass sie wohl zu den schönsten Schitourgebieten in Kärnten zählt!

22.4.2021 Gartnerkofel Südgipfel und Nordostkar

Der heurige Frühling ist einer, wie ihn eigentlich kaum mehr jemand wirklich kennt. Schon im März lagen die Temperaturen "nur" im Bereich der Durchschnittstemperaturen und der April liegt im Moment überhaupt um 2°C unter dem Mittel. In Zeiten der globalen Erwärmung sind so kühle Phasen sehr selten geworden! Das letzte Mal, dass ein April ähnlich kalt war wie heuer, war 1997 der Fall.

Die kühlen Temperaturen sowie die geringe Luftfeuchtigkeit haben auch eine große Auswirkung auf die Schneedecke. Je kühler und trockener die Luft ist, desto weniger Energie enthält sie und desto langsamer schmilzt der Schnee. Das freute die Schitourengeher :-). So liegen aktuell auf der Schattseite  der Karnischen Alpen ab 1300m noch wirklich Schneemassen. Der letzte Neuschnee ist in den höheren Lagen zwar noch nicht perfekt umgewandelt, unten weiter schmiert es hingegen schon so richtig.

Bis zum Wochenende sollte es aber sonnseitig überall super firnig sein!

14.4.2021 Kriebhöhe 2.0

Neuschnee im April muss man nutzen und zwar rasch. Denn die Sonne ist schon stark und schnell wird aus Pulver pappiger Frühjahrsschnee.

Nachdem es letztes Mal auf der Kriebhöhe (zwischen Vellacher Egel und Spitzegel) so schön war, haben wir unser Glück dort gleich nochmals versucht.

Und wir wurden nicht enttäuscht.
Unterhalb von 1400m war es zwar nur angezuckert, oben weiter warteten jedoch 10 bis 20 Zentimeter Pulverschnee auf uns. Das landschaftliche Ambiente in diesem verlassenen Teil der Gailtaler Alpen ist einfach ein Traum. Die lichten Lärchenwälder im oberen Bereich, der beeindruckende Nordabfall des Vellacher Egels und die steilen Südhänge vom Gipfel hinab zum Pressegger See sind wahrlich wunderschön. Dazu noch nette Begleiter und die Schitour ist perfekt.

Welch Luxus, wenn man die Schönheit der Natur genießen kann!

8.4.2021 Kriebhöhe

Als begeisterter Schitourengeher sieht man die Landschaft irgendwie anders. Ein Hang ist nicht einfach ein Hang und eine Rinne nicht einfach eine Rinne. Jeder Hang, jeder Berg, jede Rinne wird Sommer wie Winter nach der Befahrbarkeit mit Schiern beurteilt.

Kann man dort aufsteigen und hinunterfahren? Kommt man überhaupt dorthin und ist es lohnend?

Bei der Kriebhöhe war es auch so. Vom Vellacher Egel aus haben wir im Herbst das Gelände nördlich der Kriebhöhe gesehen und gedacht:

"Das müsste eine lässige Schitour sein."

Zu Hause wurden die Karten studiert und festgestellt:

"Das muss gehen!"

Beim nun endlich durchgeführten Kontrollgang in der Natur folgte der Praxistest. Und was soll man sagen? Es hat einfach alles gepasst. Das Wetter, der Schnee, die Route. Was für eine Tour!

5.4.2021 Dobratsch von der Roßtratten

"Also für den Papa war das sicher noch nicht die letzte Schitour in der Saison", stellt der Junior beim Gespräch mit einem netten Wanderer bei der Abfahrt vom Dobratsch ganz trocken fest.

Für den Sohnemann war der Aufstieg hinauf zum Gipfel hingegen wohl der letzte Schikontakt in dieser Wintersaison. Mit dem Dobratschgipfel war es auch gleichzeitig sein bisher höchstes Schitourenziel.

Mit bester Laune, reichlich Sonnenschein und etwas Wind marschierten Vater und Sohn von der Roßtratte hinauf auf den Gipfel.

Beim Gipfelkreuz selbst verweilten wir aufgrund des kräftigen Windes nur kurz.

Trotzdem waren beide sehr zufrieden.

Der Kleine, dass er diese Tour ohne Probleme geschafft hat und die Abfahrt so lässig war und der Große, dass es dem Kleinen soviel Spaß gemacht hat :-)

29.3.2021 Mittagskogel Westflanke

"Mittagskogel Westflanke", fragt meine Schwester ungläubig? "Und du glaubst ich schaffe das?" "Natürlich!", lautet meine Antwort. "Warum solltest du das nicht schaffen? Außerdem sind deine beiden Brüder mit!"

Also geht es quasi zum Familienausflug an den Nordfuß der Karawanken und dann hinauf Richtung Mittagskkogel. Wenn man dann in knapp 1400m zum ersten Mal in die steilen abweisenden Nordhänge des Mittagskogels blickt, wird einem dann doch ein wenig mulmig. Der Aufstieg durch die steilen Rinnen zwischen Großem und Kleinem Mittagskogel ist wild und alpinistisch fordernd. "Das ist das Zachste, was ich je gemacht habe", stellt meine Schwester zwischendurch fest. Die Schier am Rucksack sind ein ungewohntes Gewicht und das Gelände flößt Respekt ein. Aber wir schaffen es ohne Probleme bis auf den Gipfel und genießen dort über ein Stunde die Ruhe. Dann entschließen wir uns zur Abfahrt. Oben ist es hart und unten weich. Aber wir sind trotzdem zufrieden und stolz auf unsere Schwester :-)

 

Panorama vom Keuchenkogel (Sportgastein) nach Südosten. Rechts der Bildmitte Ankogel, Hochalm (klein im Hintergrund) und Gamskarlspitz (hoch und spitz)
Panorama vom Keuchenkogel (Sportgastein) nach Südosten. Rechts der Bildmitte Ankogel, Hochalm (klein im Hintergrund) und Gamskarlspitz (hoch und spitz)

25.3.2021 Keuchenkogel und Honigleitenkogel (Böckstein/ Sportgastein)

Seit über zwei Wochen habe ich einen richtig breiten Pulverschi zum Testen zu Hause. In letzter Zeit wurde aber nur der Norden von Österreich mit reichlich Neuschnee versorgt. Was tun? Wo gibt es ohne weite Anfahrt aktuell reichlich Pulver?

Unsere Wahl fiel auf Sportgastein, denn über die Tauernschleuse in Mallnitz ist der Weg dorthin nicht allzu weit. Dann hieß es am Vortag aber noch testen gehen, denn das Gasteiner Tal darf man im Moment nur mit einem negativen Testergebnis verlassen.

Also ging es mit negativem Testergebnis in aller Früh nach Mallnitz und mit der ÖBB Tauernschleuse durch den Berg nach Salzburg. Beim Abmarsch im Bereich des Heilstollens Bad Gastein gabe es schon etwas Pulver und bis zur Baumgrenze hinauf wurde der Neuschnee immer mehr. Im baumfreien Gebiet hatte der Wind ganze Arbeit geleistet. Aber wir machten schon beim Aufstieg einige schöne Hänge für die Abfahrt ausfindig. Am Gipfel durften wir dann ein traumhaftes Panorama genießen. Ankogel oder Hochalm sieht man als Kärntner von Norden ja eher selten.

Bei der Abfahrt konnte ich dann endlich die breiten Pulverlatten so richtig testen.
Jetzt stehen die Zeichen jedoch wohl endgültig auf Frühling. Das heißt, nun gilt es schönen Firn zu suchen, denn die Schitourensaison ist noch lange nicht vorbei :-)

23.3.2021 Ferlacher Spitz Nordwestkar

Manchmal hat so ein Lockdown auch seine positiven Seiten. So muss mein Bergfreund Christoph von Chrisport  zwar sein Fitnessstudio seit November geschlossen halten, dafür hat er aber fast immer Zeit für Schitouren.

Dieses Mal galt es wieder einmal eine kurze Vormittagstour zu planen, denn zu Mittag mussten die Kinder von Kindergarten und Schule abgeholt werden. Also gleich einmal um 6h in der Früh Mittagessen vorbereiten und dann um 8h starten. Aber wohin? Die nordseitigen Kare und Rinnen der westlichen Karawanken schauen im Moment so verlockend aus. Außerdem ist man schnell dort. Also zogen wir aus um ein für uns neues Kar auszutesten, nämlich das markante Nordkar unter dem Ferlacher Spitz.

Was wir dann fanden hat uns nach der Tour ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Denn die Tour war nicht nur rassig, nein auch die landschaftliche Umgebung war  herrlich und auch die Schneeverhältnisse ließen uns jubeln. Pulver. Was für eine gelungene Schitour!

21.3.2021 Vertatscha via Pautzrinne und Y-Rinne

Dieser Winter ist wahrlich ein besonderer Winter. Nach den vielen schönen Pulvertouren vom Tal aus im Jänner und den ersten herrlichen Firnabfahrten im Feber und März glückte mir auch die Besteigung der Vertatscha über die Pautz- und Y- Rinne. Schon lange stand diese Schitour auf meinem Wunschzettel. Ein lieber Bergfreund hat sich bereit erklärt, vor seinem Feiertagsdienst mit mir diese Tour anzugehen. Und nicht nur das, er hat noch einen weiteren Schibergsteiger mitgebracht und das war gut so. Denn aus Zeitgründen musste mein Freund am Ende der Pautzrinne umdrehen. So zogen wir nur mehr zu zweit weiter Richtung Vertatscha. Unglaublich, wie viele sehr gut ausgerüstete slowenische Bergsteigerinnen und Bergsteiger zu Fuß (ohne Schier) vom Loiblpass neben uns in der Y- Rinne zur Vertatscha stiegen.

Die Y- Rinne ist richtig steil, wartete aber mit perfekten Verhältnissen auf. So konnten wir auch richtig "schön" durch die Rinne abfahren.  In der Pautzrinne sowie im darunter liegenden Kar fanden wir teils noch feinen Pulver vor.

 

                                                                                                                                                                   Diese Schaumrolle wartet aktuell (März 2021) am oberen Rand der Y-Rinne.

16.3.2021 Zehner - Schitesten

Nachdem ich vor einigen Wochen von Völkl einen Schi zum Testen zur Verfügung bekommen habe, darf ich aktuell auch einen Tiefschneeschi von Black Diamond genauer unter die Lupe nehmen.

Das Problem an der Sache:

Der Black Diamond Schi hat eine Breit von 104mm (in der Mitte). Das heißt, er ist ein absoluter Pulverschneeschi.  In Kärnten haben wir auf den Bergen zwar noch reichlich Schnee, Pulver gibt es im Moment aber nicht wirklich viel. Bei einem ersten Test am Dobratsch habe ich den Völkl (88mm in der Mitte) mit dem BD-Schi verglichen.

Fazit: 15-20cm Pulver auf kompakter Unterlage sind für einen echten Tiefschneeschi eindeutig zu wenig....

7.3.2021 Polinik und Hauserkofel

Omas! Hab ich schon einmal erwähnt, wie super Omas sind? Meine Kinder lieben ihre Omas! Und ich bin den Omas sehr dankbar. Denn während letztens die eine Oma auf die Kinder geschaut hat, war diese nun selber zusammen mit mir und dem Opa auf Schitour und die andere Oma hat die Kinder betreut.

So können wir den Tag in vollen Zügen genießen. Zunächst sind wir aber einmal beeindruckt von den Schneewänden am Plöckenpass. Auch im Gelände liegt rund um das Angerbachtal noch extrem viel Schnee und das, obwohl es seit fast 1 Monat nicht mehr geschneit hat.

Während zahlreiche Schitourengeher den Polinik ansteuern, ist unser Ziel der Hauserkofel knapp östlich davon. Auf der Oberen Spielbodenalm kann ich dann aber doch nicht anders. Vor 10 Jahren sind wir am Polinik ins Whiteout geraten. Irgendwie würde ich gern einmal bei Sonnenschein auf diesem Gipfel stehen. Während sich die ältere Generation also gemütlich auf den Weg Richtung Hauserkofel macht, steige ich schnell auf den Polinik auf, fahre bei idealem Firn zurück zur Oberen Spielbodenalm ab und folge den elterlichen Spuren hinauf Richtung Hauserkofel. Knapp unter dem Gipfel hole ich sie ein und wir genießen gemeinsam das herrliche Wetter und das wunderbare Panorama. Als Belohnung für den steilen und auch recht anstrengenden Anstieg folgt eine wunderbare Firnabfahrt hinunter ins Angerbachtal. Danke der einen Oma für's Aufpassen und danke der anderen Oma für's Mitkommen!

6.3.2021 Schwarzkofel und Rodresnock

Steilrinnenfahren in den Nockbergen, geht das? Vom Falkertspitz aus haben wir zuletzt zwei herrliche Rinnen vom Rodresnock nach Norden hinab ins Sonntagstal gesehen. Bei der aktuell sehr geringen Lawinengefahr müssten die doch gehen. Also zogen wir aus um das zu testen. Bevor es in den Rinnen steil hinunter ging, wollten wir auf der Ost- und Südseite vom Schwarzkofel und dem Rodresnock noch etwas Firn genießen. Die hochnebelartigen Wolken lösten sich aber etwas langsamer auf als erwartet. Deshalb gab es dort zu Mittag keinen Firn. Also mussten wir den Firn dieses Mal Firn sein lassen und konzentrieten uns auf die Steilrinnen.

Es sind zwar nur rund 200 Höhenmeter, diese haben es aber ganz schön in sich. Mit einer Steigung zwischen 30 und 40° ziehen die Rinnen hinab ins Sonntagstal. Aktuell ist der Schnee kompakt und hart, aber nicht eisig. Also perfekte Bedingungen. Und wir haben gelernt, auch in den Nockbergen kann man steilrinnenfahren :-)

4.3.2021 Nockbergerunde

Nach dem Großglockner ging es dieses Mal wieder in die Nockberge. Unser Ziel war es einen wunderschönen Firntag zu verbringen. Als Ausgangspunkt wählten wir die Heidialm am Falkert. Zum Aufwärmen ging es hinauf auf den Falkert, denn schließlich will man sich ja zu Beginn einmal einen Überblick verschaffen, wo man weiter hingeht. Von dort fuhren wir am harschigen Schnee unterhalb vom Steinnock bis in die weite Mulde südöstlich der Steinhöhe ab. Gemütlich erreichten wir von dort den Klomnock. Jetzt wurde es etwas rassiger. Am Nordgrat des Klomnocks fuhren wir einige Höhenmeter ab und stachen dann nach Osten über eine herrliche Firnflanke zur Nockalmstraße hinunter. Jetzt hieß es zum dritten Mal anfellen. Über die Nockalmstraße hinweg und vorbei am Windebensee stiegen wir zum Schiestelnock auf. Die herrlichen Osthänge brachten uns die nächste genussvoll Firnabfahrt. Erst bei der Mayerlingalm war Schluss und zum letzten Mal wurde aufgefellt. Über die Ochsen- und Kaplingalm wanderten wir zurück Richtung Falkert. Zum Schluss galt es noch einen steilen Hang hinauf zu einem namenlosen 2064m Berg aufzusteigen. In keiner Karte findet sich hier eine entsprechende Gipfelbezeichnung. Egal. Wir sind zurfrieden. Der Blick schweift über die gesamte Runde und ein letztes Mal genießen wir den Firn bei der Abfahrt zurück zur Heidialm. Eine lange Runde geht zu Ende. Das Wetter passte perfekt und wir konnten die Ruhe und den Firn so richtig genießen.

2.3.2021 Großglockner

"An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit...", singen die Toten Hosen.

"Morgen Glockner?", kam die kurze Anfrage eines Bergfreundes via Handy am Vormittag herein. Morgen? Morgen sollte ich zu Hause sein und auf die Kinder schauen. Aber morgen ist das Wetter auch sensationell. Am Glockner war ich auch schon fast 10 Jahre nicht mehr. Was tun? Was tun!

Welche Joker habe ich? Oma- Opa- Joker? Ja die werden die "Notsituation" verstehen.

Und tatsächlich. Der Opa geht zwar selber Schitour, aber die Oma nimmt sich Zeit und geht mit den Kindern Schi fahren, während ich auf den Glockner darf.

Tagwache: 2:45.

Abfahrt: 3:10

Ankunft beim Lucknerhaus: 5:15

Vor uns sind schon unzählige Schitourengeher unterwegs. Wir schlagen ein hohes Tempo an um noch halbwegs gut über den Kleinglockner zu kommen. Der Aufstieg über das Ködnitzkees ist steil und hart, aber für geübte Schitourengeher mit Harscheisen gut machbar. Bis zum Eisleitl geht es mit den Schiern. Dann mit Pickel und Steigeisen über den Klein- auf den Großglockner. Verkehr ist genug, aber wir kommen ganz gut rauf.

Oben angekommen liegt uns Österreich zu Füßen. Dazu gibt es einen wolkenlosen Himmel und Fernsicht Ende nie. An so einem Tag am Gipfel des Großglockners zu stehen ist wohl ein Privileg.

Danke Mama! Danke meine liebe Frau, du musst zwar manchmal über solche Aktionen den Kopf schütteln, aber im Endeffekt unterstützt du mich immer!

Nach dem Abstieg zum Leitl geht es mit den Schiern bis zum Lucknerhaus. Wir sind früh dran (Abfahrtsstart um etwa 11:30). Dadurch ist der steile und hoch gelegene Teil des Ködnitzkees noch hart, aber gut zu fahren. Weiter unten wird es immer besser. Wir suchen uns die Südosthänge aus und schwingen in gutem Firn bis zum Auto.

Dort lasse ich dann prompt meine neue Weste von hyphen sports liegen und komme erst in Lienz drauf. Was tun? Was tun! Guter Rat ist teuer. Abhilfe schafft der Bruder. Er lebt in Lienz. Mit seinem E-Auto geht es zurück nach Kals, während die Bergfreunde heimwärts fahren. Beim Lucknerhaus finde ich auch tatsächlich wieder meine Weste. Zurück in Lienz geht es mit dem Zug wieder nach Hause. Ein langer und wunderschöner Bergtag geht um 17:30 zu Ende!

1.3.2021 Ausrüstungssponsoren

Seit mittlerweile mehr als 15 Jahren gibt es die Berg- und Schitourenseite. Seit 15 Jahren stelle ich aus Leidenschaft am Berg- und Schitourgehen Tourenberichte online. Angefangen hat alles zu einer Zeit, als es noch keine Smartphones gab. Damals konnte man seinen Freunden nicht von jeder Unternehmung ohne Aufwand einfach so ein Foto zeigen, geschweige denn schicken. So entstand diese Homepage eigentlich nur aus dem Grund um meinen Studienfreunden Fotos von den Touren in den heimischen Bergen zu zeigen. Die "Feiersinger-Seite" war geboren.

Mit der Zeit ist die Berg- und Schitourenseite stetig gewachsen. Sowohl in ihrem Umfang, als auch in ihrer Reichweite. Viele Stunden habe ich investiert um Touren zu dokumentieren. Aber es hat mir immer Spaß gemacht und tut es auch heute noch. Das Design und der Name haben sich mit der Zeit verändert, die Inhalte sind jedoch annäherend gleich geblieben.

Alle Informationen auf der Homepage waren immer kostenfrei und werden es auch bleiben!

Ich freue mich aber, dass es durch die Beliebtheit meiner Seite in lezter Zeit für mich möglich geworden ist, Ausrüstungssponsoren an Land zu ziehen.

Nach einem Helm von Smith folgte Schiunterwäsche von UYN. Nun habe ich von hyphen sports Bergbekleidung erhalten. Ich freue mich auch schon sehr darauf  von Völkl einen Schi zu testen. Da fehlt nur mehr der passende Schuh dazu.

Ich bedanke mich schon jetzt sehr herzlich bei allen Ausrüstungssponsoren und freue mich die Produkte auf Herz und Nieren zu testen!

Allen Leserinnen und Lesern sei gesagt:

Die Berg- und Schitourenseite wird so bleiben wie sie ist. Hin und wieder werdet ihr aber das eine oder andere Foto von meinen Ausrüstungssponsoren finden :-)

28.2.2021 Granattor

Mit Sonnenaufgang und Monduntergang über dem Dobratsch ging es los. Das eigentliche Ziel lautete Rosennock von Kaning aus. In Kaning angekommen mussten wir feststellen, dass quasi der gesamte Rosennock als Wildruhezone ausgewiesen ist. Nur ein Aufstieg über das endloslange Langalmtal ist erlaubt. Kurzer Hand haben wir umgeplant und uns für die Millstätter Alm vom Globatschgraben aus entschieden. Bei strahlendem Sonnenschein ging es über die Lammersdorfer Ochsenalm hinauf zum Lammersdorfer Berg. Die frühe Uhrzeit nutzten wir um bei traumhaftem Firn nach Südosten abzufahren. Nach dem Rückanstieg ging es hinüber zum Granattor. Im Gegensatz zur letzten Tour auf den Rindernock gab es wieder herrliche Fernsicht ohne Saharastaub.

Die Abfahrt vom Millstätter Almkreuz zurück hinunter brachte nochmals schönen Firn. Die spiegeglatten Firnflächen findet man aktuell aber nur auf steilen Südost- bis Südwesthängen.

23.2.2021 Rindernock 2.0

Nicht einmal eine Woche nachdem wir vom Hochstarzer auf den Rindernock gewandert sind, haben wir es heute etwas weiter westlich versucht. Knapp oberhalb des ehemaligen Gasthosf Klammer ging es los. Die Wärme der letzten Tage hat der Schneemächtigkeit schon kräftig zugesetzt. Der Schnee selbst war aber dank der trockenen Luft super harschig und so ging es flotten Schrittes hinauf Richtung Gipfel. Extrem auffallend war heute die Sichttrübung durch den Saharastaub. Die Gailtaler Alpen waren kaum zu sehen, die Hohen Tauern waren komplett hinter einem Dunstvorhang verschwunden. Bei der Abfahrt fanden wir teils perfekten Firn vor. Leider waren in letzter Zeit scheinbar einige Schibergsteiger viel zu spät dran, denn die Hänge sind von teils tiefen Schispuren durchzogen. Naja, bei frühlingshaften Temperaturen muss man halt rechtzeitig dran sein. In den nächsten Tagen wird dies aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen noch wichtiger werden! Sonnseitig wird es in den Nockbergen unterhalb von 1300m aber langsam knapp mit dem Schnee. Heute ging diese Tour noch perfekt. Schon in wenigen Tagen dürften aber größere Bereiche ausapern.

19.2.2021 Spitzegel

Heuer, ja heuer müssen wir das unbedingt machen. Gleich mehrere meiner Bergfreunde waren sich einig. Heuer kann man ihn wieder gehen.
Ja, denn es braucht schon eine überdurchschnittlich gute Schneelage und sichere Verhältnisse, um bis zum Gipfel dieses 2119m hohen Berges zu gelangen. Denn der Aufstieg erfolgt über seine steilen Südhänge.
Vom Tal aus kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass man mit den Schiern bis auf den Gipfel kommt. Aber in schneereichen Jahren geht das.
Dann kamen Bedenken. Große Lawinen haben schon Anfang Feber einen Teil der Route "ausgeräumt". Jetzt die schnelle Wärme. Der Schnee rinnt auf den steilen sonnseitigen Hängen richtig dahin.
Und so hatte ich ihn für heuer eigentlich schon abgeschrieben gehabt, auch weil ich heute gar keine Schitour gehen wollte.
Aber meistens kommt es anders, als man denkt.
Meinem Bruder ist es zu verdanken, dass wir diesen Berg doch in Angriff genommen haben. Er hat vorgeschlagen, gemeinsam eine Tour zu gehen und ich habe das Ziel vorgeschlagen.
Am Startpunkt angekommen war uns schon klar, dass es nicht ganz so einfach werden würde. Die Lawinen sowie die Sonne und die hohen Temperaturen hatten schon ganze Arbeit geleistet. Wir ließen uns aber nicht abschrecken. Auch nicht von der Tatsache, dass wir zunächst  200 Höhenmeter über Lawinenschnee höher stapfen mussten.
Nach rund 1370 Höhenmetern standen wir dann um 11:15 doch am Gipfel und haben hinunter geschaut. Zum Pressegger See, zum Weißensee. Hinüber zu den Karnischen und Julischen Alpen. Hinauf zum Glockner und zur Hochalm.
Ja, und hinunter, das mussten wir auch noch. Oben war es neben steil auch anstrengend, da der Schnee schon recht tief war. Im Mittelteil hatten wir perfekten Firn und unten auf der Lawine war es sehr mühsam. Der Abschluss am Forstweg war unproblematisch.
Unten angekommen waren wir zufrieden und doch ein bisschen stolz ,den  S p i t z e g e l  bezwungen zu haben. Was für eine spannende und herausfordernde Tour!

18.2.2021 Rindernock von Süden

Eigentlich wollte ich ja gar nichts machen. Also keine Schitour zumindest. Aber dann war das Wetter zu verlockend und ein Bergfreund hat gefragt, ob wir nicht eine Tour unternehmen wollen. Kurze Anfahrt, steile Südhänge (Stichwort Firn) und wenig Höhenmeter um zu Mittag wieder zu Hause zu sein waren die Kriterien für die Tourenwahl. Geworden ist es der Rindernock von Fresach aus. Dazu ging es mit dem Auto bis zum letzten Hof auf knapp über 1270m und dann über Wiesen, Waldschneisen, Wald und freie Almflächen hinauf zum Lahnernock. Von dort war es dann ein einziger Genuss hinüber zum Rindernock. Welch ein Panorama bietet sich hier dem Scitourengeher! Bei der Abfahrt haben wir so ziehmlich alle Schneesorten vorgefunden. In den steilen Südhängen wie erwartet bereits Firn, im Wald teils bruchig teils pulvrig und ganz oben gepresster aber oft tragfähiger Schnee.

16.2.2021 Speikboden via Stollental (Kreuzeckgruppe)

Nach der Kälte kommt die Wärme. Und das überraschend schnell. Also wollten wir nochmals Pulver genießen, bevor nun die Firnsaison startet. Nachdem in der Nacht vor unserer Tour in der Höhe starker Nordwestwind geblasen hatte, galt es eine möglichst geschützte nordseitige Tour zu finden. Da kommt natürlich gleich einmal die Teuchl ins Spiel und als Ziel wurde das Stollental bzw. der Speikboden auserkoren. Das Schroneck war mir nach dem starken Wind nicht ganz geheuer bzw. erhoffte ich mir im Stollental den besseren Schnee. Schon beim Aufstieg konnten wir feststellen, dass im unteren Teil bis auf 1400m hinab herrlicher Pulver lag. Ab der Baumgrenze wurde der Windeinfluss deutlich spür- und sichtbar. Auch im relativ geschützten Stollental wechselten die Schneearten von Pulver über gepressten Pulver bis hin zu kompaktem Schnee sehr rasch. Die Ausstiegsrinne war dann wie erwartet tendenziell ausgeblasen. Dadurch lauerte in diesem steilen Teil kein gefährliches Brett und wir erreichten unproblematisch den Grat. Dort angekommen wurden wir nicht nur von der Sonne sondern von einem unglaublichen Panorama empfangen. Die Kreuzeckgruppe ist und bleibt ein einziger Schitourengehertraum.

Jetzt heißt es ein paar Tage warten und dann geht es sonnseitig mit den Firntouren los. Aufgrund der hohen Temperaturen sollte man dann bei steileren Unternehmungen aber früh dran sein!

13.2.2021 Scharten (Steilrinne am Dobratsch)

Fast genau einen Monat nach unserer ersten Begehung waren wir nochmals von Bad Bleiberg aus unterwegs hinauf zum Neuner über die Scharten-Rinne. Im unteren Teil waren wir überrascht, wieviel Schnee durch den Regen im Jänner und Feber schon abgeschmolzen war. Im Wald lag teilweise gerade noch genug Schnee um abfahren zu können! Oben weiter liegt natürlich immer noch sehr viel Schnee und die Rinne präsentierte sich in perfektem Zustand. Im Gegensatz zum letzten Mal hatten wir parktisch wolkenlosen Himmel und vom Neuner aus auch einen wunderbaren Ausblick hinauf Richtung Dobratsch.

9.2.2021 Das Wild und die Schitourengeher

In diesem schneereichen Winter kommt immer wieder das Team Wild und Störung des Wildes auf.

Wo sind Wildruhezonen, welche es zu meiden gilt?

Wie sehen die gesetzlichen Grundlagen aus?

Dürfen Schitourengeher überall hin?

Grundsätzlich gilt für Schitourengeher das freie Wegerecht. Das heißt man darf sich im Wald sowie oberhalb der Baumgrenze frei bewegen. Ausdrücklich ausgenommen davon sind Jungkulturen unter 3m Wuchshöhe und behördlich genehmigte jagd- oder forstwirtschaftliche Sperrgebiete. Diese müssen jedoch zeitlich und räumlich beschränkt sein.

In einigen Regionen gibt es deutlich ausgeschilderte Wildruhezonen. Ob es sich dabei um behördlich verordnete Wildschutzgebiete handelt, ist jedoch nicht immer klar. Die Wildruhezonen sollten die Schitourengeher aber grundsätzlich beachten. Manchmal findet man "privat" aufgestellte Verbotstafeln vor, welche keine rechtliche Bindung haben. Um "Streitigkeiten" aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich jedoch auch diese Schilder zu respektieren.

Leider gibt es unzählige Wildruhezonen, von denen außer den Jägern kaum jemand weiß. Immer wieder hört man nach einer Schitour: Ja da oder dort ist eine Wildruhezone und ein Jäger hätte sich über einen Schitourengeher aufgeregt.

Bei meinen Schitouren bin ich immer bemüht ersichtliche Wildruhezonen zu meiden und Bereiche mit zahlreichen Wildspuren rasch zu verlassen. Leider findet man nur in den wenigsten Regionen deutliche Hinweise zu Wildruhezonen. Auch im Internet sucht man meist vergeblich nach Karten, wo Wildruhezonen eingezeichnet sind. Die meisten Schitourengeher sind aber eh auf ausgetretenen Pfaden unterwegs und stellen somit für das Wild kaum einen Störfaktor dar.

 

Um das Wild im Winter zu schonen sollten Schitourengeher die Bereiche der Baumgrenze rasch überwinden und hier nicht länger verweilen. Auch dichte Wälder (wo meist weniger Schnee liegt) sollte man meiden, dass macht der Schitourengeher aber aus Eigeninteresse sowieso. Sieht man Wild, gilt es sich ruhig zu verhalten und dieses nicht unnötig aufzuschrecken.

 

Fazit:

Schitourengeher dürfen sich grundsätzlich frei im Gelände bewegen. Ausnahmen stellen Jungwald und behördliche Sperrgebiete dar. Die meisten Schitourengeher verhalten sich auch sehr respektvoll gegenüber den Wildtieren. Die Schitourengeher sind sicher nicht DIE Bösen, denn für das Wild gibt es noch zahlreiche andere Störfaktoren (Hubschrauber, Autos, Traktoren, ...). Auch muss die Frage erlaubt sein, ob Wild gefüttert werden muss (Ausnahme Extremwinter), nur damit man es dann wieder abschießen kann. Es gibt ja auch Gegenbeispiele ohne Fütterung und ohne vermehrte Schäden im Wald. Im Grunde wollen alle Teilnehmer die Natur genießen egal ob Jäger, Schitourengeher oder Förster. Wenn man gegenseitiges Verständnis aufbringt und auf Augenhöhe miteinander kommuniziert, habe ich noch nie ein Problem mit anderen Schitourengehern, Jägern oder Förstern gehabt. In diesem Sinne:

Redet miteinander ohne sofortige Schuldzuweisungen und respektiert nicht nur die Wildtiere sondern auch die anderen "Naturnützer".

4.2.2021 Napalnalm

Die letzten Tage haben fast schon Frühlingsgefühle aufkommen lassen. Kaum Frost in der Nacht und tagsüber ausgesprochen mild.

Sonnseitig war der Schnee in den steilen Hängen noch nicht umgewandelt. Teils sehr große Nassschneelawinen waren die Folge. Schattseitig fand man noch alle möglichen Schneearten vor.

Ich wählte eine kleine Waldtour von Weißbriach auf die Napalnalm. Muss man in schneearmen Wintern bei dieser Tour im unteren Teil auf die Piste ausweichen, liegt heuer reichlich Schnee und man kann ohne Probleme im Wald bis ins Tal abfahren.

Die nächsten Tage bringen jetzt wieder sehr eingeschränktes Schitourenwetter. Feucht milde Luft strömt von Süden her gegen die Alpen. Erst in der neuen Woche wird es langsam wieder kühler und zum nächsten Wochenende hin könnten wir dann sogar Besuch aus dem Norden Russlands bekommen.

                                                                                                                                                                             Foto: Blick von der Napalnalm zum Reißkofel

26.1.2021 Dobratsch vom Maibacherl in Warmbad Villach aus

Manchmal hat man Träume. Ideen. Man stellt sich so vor, wie man mit den Schiern bei der Therme Warmbad-Villach startet, bis auf den Dobratsch geht und nach der absolvierten Abfahrt eine verdientes Bad in der Therme nimmt. So etwas geht nur bei ausgezeichneter Schneelage und wenn die Therme auch geöffnet hat.

Der Jänner 2021 hat nun diese perfekte Schneelage gebracht, nur die Therme ist geschlossen. Aber, welch ein Zufall oder Glück, es rinnt aufgrund der ergiebigen Niederschläge der letzten Zeit das Maibacherl, eine periodisch fließende Thermalquelle in Warmbad-Villach.

Also ging es mit den Schiern vom Maibacherl weg rund 15km hinauf bis auf den Gipfel vom Dobratsch. Zwischendurch zieht es sich teilweise schon gewaltig. Aber das Wetter und die Winterlandschaft waren einfach traumhaft schön und der Wille es zu schaffen groß. Diesen Willen hat es dann auf den letzten 300 Höhenmetern auch gebraucht, denn am Berg wehte ein veritabler Sturm und das bei -10°C.

Aber irgendwann steht man doch am Gipfel,blickt zurück hinunter und stellt fest:

Ja, der Weg herauf war verdammt weit.

Selbiges gilt natürlich auch für den Weg hinunter. Aber, was man begonnen hat, muss man auch fertig machen. Also geht es wieder 15km zurück bis zum Maibacherl. Dort angekommen überwiegt der Stolz und das Wissen:

So schnell mache ich diese Tour nicht wieder ;-)

Anbei ein kleines Video zur Tour.

25.1.2021 Mallnock

Eigentlich war die Prognose für den Tag gar nicht so gut. Es zieht zu, die Wolken überwiegen und vereinzelt sind Schneeschauer möglich. Aber selbst ist der Meteorologe und so haben wir uns entschieden trotzdem eine kurze Tour in den Nockbergen zu machen. Also ging es nach vielen Jahren wieder einmal auf den Mallnock. Und das Wetter gab uns recht, denn in Summe war es ein wunderschöner Wintertag mit nur ein paar dünnen Wolken. Der Schnee war im Wald noch pulvrig, im freien Gelände war vom Neuschnee aber nichts mehr übrig. Der Südwind hatte schon während des Schneefalls ganze Arbeit geleistet. Die Schneelage in den Nockbergen macht schon große Lust auf wunderschöne Firntouren im Frühling!

24.1.2021 Lawinengefahr und Schitouren

Im heurigen Winter ist die Lawinengefahr in Medien- oder auch Forenbeiträgen gefühlsmäßig sehr präsent. Der Grund liegt wohl darin, dass aufgrund der guten Schneelage im Süden sowie der Coronavorgaben mehr Menschen mit Schitourenschiern unterwegs sind.

Sowohl die Fehlinformationen als auch das Unwissen so mancher Wintersportler, lassen mich oftmals aber den Kopf schütteln.

Wer sich im freien Gelände bewegt, muss sich im Klaren sein, dass die Lawinengefahr ein Thema ist. Im Internet z.B. auf Facebook nachzufragen, ob eine Tour lawinensicher ist oder nicht, ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.

Die Zauberworte lauten Ausbildung und Erfahrung.

Erfahrung sammelt man durch Touren im Gelände. Ausbildungsmöglichkeiten gibt es z.B. bei alpinen Vereinen. Natürlich gilt es auch in der gesamten Wintersaison das Wetter sowie den Lawinenlagebericht aktiv zu verfolgen. Nur so bekommt man ein Gefühl für den Schnee und die Lawinensituation.

Eines muss sich aber jeder Wintersportler bewusst sein:

Sobald Schnee liegt, gibt es auch eine Lawinengefahr und selbst der erfahrenste Schitourengeher oder Lawinenkenner kann eine Situation einmal falsch einschätzen. Sich auf einer Tour auszutauschen ist deshalb extrem wichtig. So kann man von einander lernen und ev. Gefahren auch besser einschätzen.

Denn die Lawine weiß nicht, dass ihr Experten seid.

Lieber einmal zu oft umdrehen, denn wie sagt ein Sprichwort so schön: Ein alter Alpinist ist ein guter Alpinist.

Das Bild zeigt einen Lawinenabgang im Glocknergebiet (am Tag zuvor gab es viel Neuschnee und starken Windeinfluss), aufgenommen vom Lucknerhaus aus (Quelle: www.foto-webcam.eu).

19.1.2021 Steinberg

Es gibt so einige Rinnen und Schläge in den westlichen Karawanken, welche man vom Großraum Villach aus sehr gut sieht. Nachdem wir in den letzten Jahren den "Blekowaschlag" und die "Techantingerrinnen" schon befahren haben, war es heuer endlich an der Zeit die Nordostrinne vom Steinberg hinab in den Ulrichgraben anzugehen.

Beim Start im Tal unterhalb des Trabiners war die Stimmung noch sehr entspannt. Überraschend viele Schispuren zogen durch den Wald Richtung Steinberg auf- bzw. abwärts. Knapp unter dem Gipfel wurde es dann langsam spannend. Auf einem Forstweg querten wir zum Beginn der Steilrinne um einmal einen Eindruck zu gewinnen. Der erste Blick hinab: ja steil, aber geht. Geht sicher, denn es fanden sich schon einzelne Schispuren hinunter. Wir hatten also nicht als erstes diese Idee. Kein Wunder so prominent wie die Rinne nach Villach hinaus grüßt.

Zunächst ging es aber noch auf den Gipfel und dann erst hinunter ins Vergnügen. Die steile Einfahrt in die Rinne hatte perfekten Pulver zu bieten. Weiter unten war der Schnee durch kleine Lawineneinträge aus den steilen Grabenflanken etwas kompakter aber noch immer gut zu fahren.

Was bleibt einem nach so einer Tour zu sagen?

Danke!

Danke an meine Begleitung (meine Schwerster und Christoph Greilberger von Chrisport).

Danke an den Petrus für diesen tollen Schneewinter in Kärnten!

Danke an meine Eltern, die mir das Schifahren beigebracht haben.

Danke für diese herrliche Landschaft direkt vor der Haustüre.

Danke!

14.1.2021 Scharten (Steilrinne am Dobratsch)

Der Winter 2020/21 ist wirklich herausragend! Die Schneelage in Kärnten ist einfach genial. Vom Tal weg liegt reichlich Schnee, wie die Touren der letzten Tage schon eindrücklich gezeigt haben.

Wenn vor der Haustüre so viel Schnee liegt, liegt es auch nahe, neue Touren zu probieren. Nach dem Wabenkopf ging es dieses Mal wieder ins "Dobratsch-Massiv". Aber nicht von Villach aus, sondern von Bad Bleiberg bzw. Hüttendorf weg.

Den Neunernock auf der Nordostseite des Dobratsch wollte ich schon längere Zeit einmal ansteuern. Bei der Tourenplanung endeckte ich, dass man diesen Gipfel auch über eine Steilrinne von Norden her erreichen kann. Informationen über solche Touren findet man leider nicht im Internet, ob sie also lohnend und überhaupt machbar sind, findet man nur in der Natur heraus.

Also ging es nach Hüttendorf im Bleiberger Hochtal und von dort hinauf. Nachdem wir im unteren Bereich noch nicht die ideale Austiegsspur gefunden hatten, gelang uns dies im oberen,teils sehr steilen Teil, perfekt. Die phasenweise über 40° steilen Hänge erfordern aber absolut sichere Schitechnik. Immer wieder geht der Blick prüfend durch das Gelände. Wo ist die ideale Spur? Wie sieht die Lawinengefahr aus? Gibt es Einwehungen oder Rutschungen?

Aber schlussendlich war die Rinne ohne größere Probleme bezwungen.

Während im baumfreien Gelände der Nordweststurm tobte, war es bei unserer Aufstiegsroute fast durchgehend windschwach. Der große Vorteil dadurch:

Von oben bis unten gab es noch sehr guten Pulver.

Fazit: Welch eine rassige Schitour! Sichere Verhältnisse sowie sehr gute Schitechnik sind für eine erfolgreiche Absolvierung der Unternehmung aber zwingend notwendig.

13.1.2021 Wabenkopf 2.0

Manchmal braucht es einfach einen zweiten Anlauf um das gesamte Potential einer Tour richtig auszuschöpfen. Nach meiner ersten Tour auf den Wabenkopf vor etwa einer Woche ging es heute am Vormittag kurz entschlossen nochmals dort hinauf. Startpunkt war dieses Mal in Pogöriach am Stadtrand von Villach.

Über die Rodelbahn ging es bis knapp über 800m und dann ab ins Gelände. Nach der ersten Tour und etwas Kartenstudium habe ich ein super Linie gefunden, welche von etwa 1300m bis eben auf knapp über 800m absolut lohnendes Schigelände bietet. Gerade an Tagen, an denen in den freien Lagen einem kräftiger Nordwind um die Ohren pfeift, bietet solch eine Schitour eine super Alternative. Und der größte Pluspunkt dieser Tour ist die kurze Anreise (zumidnest für alle Villacher).

12.1.2021 Krainer Törl und Hühnerkogel (Karawanken)

Wie oft schaut man von der Südautobahn von Klagenfurt Richtung Villach fahrend Richtung Mittagskogel und sieht das schöne Kar östlich des Mittagskogels?

Schon vor Jahren habe ich die Tour dorthin erkundet und ja, der Weg bis in dieses Kar ist mühsam. Entweder muss man über die Bertahütte aufsteigen und dann 300 Höhenmeter abfahren, oder man wählt den Weg von Rosenbach über den Gratschenitzgraben. Da gilt es den Bach zwischen 900 und 1000m Seehöhe mehrmals recht mühsam zu überqueren.

Aber, dann, dann wird diese Tour so richtig genial und entschädigt für den mühevollen Zustieg.

Mitte Jänner 2021 fanden wir von Rosenbach kommenden sogar einige Spuren Richtung Krainer Törl. Unsere Vorgeher waren dann aber doch zum Kärntner Törl unterwegs. Wir durften also den Weiterweg zum Krainer Törl spuren. Bei diesem herrlichen Pulver (siehe Video) aber ein Genuss.

Dieses Mal schaffte ich es im dritten Anlauf auch zum ersten Mal auf den Gipfel des Hühnerkogels.

Die Abfahrt war bis zum Bachbett ein reiner Pulvergenuss. Wir kamen aus dem Genießen gar nicht mehr heraus. Welche eine gewaltige Tour!

7.1.2021 Wabenkopf

Was, ihr kennt den Wabenkopf nicht?

Und das, obwohl so viele von euch schon unzählige Male mit dem Auto an ihm vorbeigefahren sind.
Die meisten haben ihn aber wohl nicht wirklich wahrgenommen, da er sich gut im weiten Wald des Dobratsch-Ostrückens versteckt und nur knapp über 1300m hoch ist.

Aber ich wollte die Gunst der sensationellen Schneelage nutzen und wieder von Villach aus eine Schitour unternehmen.

Startpunkt war dieses Mal die Langlaufloipe bei der Alpenarena. Über die alte Rodelbahn ging es hinauf Richtung Völkendorfer Alm und eine möglichst gute und direkte Route suchend hinauf zum Wabenkopf. Ganz perfekt ist uns das nicht gelungen, aber für's erste Mal war es ganz ok. Die Verhälnisse sind aktuell noch immer top. Mit den Erfahrungen der letzten beiden Tage werde ich in nächster Zeit wohl nochmals vom Tal aus Richtung Dobratsch unterwegs sein.

6.1.2021 Kaserin (Dobratsch) vom Tal

Irgendwie bin ich in der aktuellen Wintersaison sehr oft auf meinem Hausberg dem Dobratsch unterwegs. Schnee antesten Anfang Dezember von Heiligengeist aus. Zwei Mal von der Rosstratte mit den Kindern auf den Zehner. Dazwischen einmal von Heiligengeist auf den Zehner. Dann die 3- Generationentour von Heiligengeist bis ins Waagtal und heute die gleiche Tour mit meiner Tochter und ihrer Cousine nochmals.

Aber ich wollte die aktuelle Schneelage noch weiter ausnutzen. So bin ich nach dem Mittagessen an den westlichen Stadtrand von Villach und von dort über die ehemalige Rodelbahn hinauf Richtung Hundsmarhof und weiter bis zur Kaserin (1400m) marschiert.

Wann kann man schon direkt am Stadtrand  eine Schitour starten?

Die Schneelage Anfang Jänner 2021 ist aber sensationell. Von oben bis unten kann man im Gelände abfahren, denn selbst auf 600m liegen schattseitig knapp 70cm! Auf 1400m sind es schließlich etwas mehr als 1,5m. Die obersten 40cm davon habe ich bei der Abfahrt durch den Wald besonders im oberen Teil so richtig stauben lassen! Welch ein Genuss!

3.1.2021 Heiligengeist-Waagtal 3- Generationenschitour

In Oberkärnten und Osttirol hat es in letzter Zeit wahrlich häufig und teils auch verdammt viel geschneit. Karl Valentin würde vielleicht sagen:

Ich freue mich wenn es schneit, denn wenn ich mich nicht freue, schneit es trotzdem!

Und wer sich eigentlich immer freut, wenn es schneit, sind die Kinder.

Selbst wenn draußen schon ein halber Meter Schnee liegt, glänzen ihre Augen jedes Mal, wenn es in der Früh wieder frisch angezuckert ist. Wenn sie dann noch raus in den Schnee können, ist die Freude perfekt!

Raus in den Schnee ging es letztens mit 3 Generationen. Von den Enkeln bis zu den Großeltern genossen alle den frischen Schnee am Weg von Heiligengeist hinauf Richtung Dobratsch. Als dann oben noch die Sonne strahlte, waren alle hoch zufrieden. Die Abfahrt durch rund 40cm Neuschnee war dann für den Kleinesten nochmals eine richtige Herausforderung. Unten angleangt war er aber schwer stolz auf sich und seine Leistung!

17.12.2020 Millstätter Alm

Die Millstätter Alm kennen wohl fast alle Bergbegeisterten. Aber wie heißt eigentlich die höchste Erhebung der Millstätter Alpe? Der höchste Punkt ist in der Karte mit 2108m eingezeichnet, aber Namen gibt es dazu interessanter Weise keinen! Handelt es sich um eine Verschwörung? Dem gilt es nachzugehen. Also sind wir auf der Suche nach einem Namen und nach Pulverschnee von Norden her über die Litzlhofalm zum Höhenzug der Millstätter Alpe aufgestiegen.

Im Aufstieg haben wir ein wenig Pulver gefunden, meist war der Schnee aber gepresst oder bruchharschig.

Einen Namen für die höchste Erhebung haben wir jedoch nicht gefunden, nicht einmal ein würdiges Gipfelzeichen, nur ein schiefes kleines Kreuz.

Zu Hause angekommen, stellt sich die Frage: Unter welchem Namen läuft die heutige Tour?

Ein Fall für einen lieben Bergfreund, der einfach alle Gipfelnamen kennt.

So filtert er aus dem Franziszeischen Kataster als Namen für die höchste Erhebung der Millstätter Alpe Hofalpeneck heraus. Gleich dazu merkt er auch an, dass der Hochpalfennock einfach ein aus der Kurrentschrift falsch gelesener Hofalpennock sein dürfte. Das macht Sinn, steigt man doch über die Hofalm auf.

So wird diese Tour selbst im Nachhinein am Schreibtisch noch eine spannende Angelegenheit.

Noch kurz ein Wort zu den aktuellen Schneeverhältnissen:

Sobald die Sonne schattseitig nur ein wenig dabei war, findet man herrlichsten Bruchharsch vor. Pulver gibt es nur mehr in windgeschützten und sehr schattigen Bereichen. Sonnseitig lässt es sich hingegen im tagsüber deckelfreien "Firnpulver" genussvoll schwingen.

Panorama von der Millstätter Alm nach Westen
Panorama von der Millstätter Alm nach Westen

14.12.2020 Zehner

Es ist 7h in der Früh. Der Papa packt die Schitourensachen vor den Augen des Sohnemanns zusammen. Dieser schaut ihn mit großen Augen an und sagt:

Will auch Schitour gehen!

Kann man seinem Sohn solch einen Wunsch abschlagen? Also folgt das Versprechen:

Am Nachmittag geh ich mit dir auch eine Schitour.

Versprochen ist versprochen und so geht es nach der Vormittagstour auf die Göriacher Alm am Nachmittag mit meinem kleinen Mann sowie seinem etwas älteren Cousin hinauf auf die Roßtratte.

Dort schnallen wir unsere Schier an und wandern auf den Zehner. Mein Neffe ist mit 8 Jahren schon fast ein Schitourenvollprofi und feuert seinen 5-jährigen Cousin bei dessen erster Schitour super an.

Oben angekommen genießen wir alle den Sonnenuntergang und schwingen im letzten Tageslicht hinunter. Was für ein Erlebnis!

 

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining