Krainer Törl 1895m - Großer Frauenkogel 1891m

~1350 bis 1800 Höhenmeter (schwer)

4.6.2026

 

 

 

Mit dem Zug geht es nach Rosenbach. Wer möchte kann natürlich auch mit dem Auto bis über den Ort Rosenbach bis zum Kraftwerk Bärental (kleiner Parkplatz) anreisen.

 

 

 

Beim Bahnhof folgt man dem Wegweiser nach Süden (Bertahütte, Mittagskogel) über einen Steig hinab zur Straße, welcher man vorbei am Kraftwerk Bärental (Startpunkt Kleiner Frauenkogel) bis zum Nordportal des Karawankentunnels folgt. Jetzt verjüngt sich die Straße zu einem Forstweg (Wegweiser Bertahütte), welcher in den Gratschenitzengraben hinein zieht. Immer am Forstweg bleibend wandert man bis zu einer Kehre (Wegweiser) in rund 900m. Hier leitet der markierte Steig ins Bachbett des Rosenbachs. Zunächst geht es auf die linke (südliche) dann wieder auf die rechte (nördliche) Bachseite. Schließlich zieht der Steig nach rechts (Westen) in den Wald hinein und leitet zu einem Forstweg höher. Auf diesem geht es nun ein paar Minuten in gemütlicher Steigung bis zu einer etwas unscheinbaren Weggabelung weiter. Jetzt verlässt man die Markierungen und überquert den Rosenbach nach Süden. Auf der anderen Bachseite folgt der Wanderer dem Forstweg bis zur sechsten Kehre aufwärts (~1340m). Hier verlässt man den Forstweg nach rechts (Südwesten) und folgt einem zunächst kaum sichtbaren Steiglein durch eine Schuttrinne in ein schütter mit Bäumen bestandenes Schuttfeld. Gleich zu Beginn heißt es etwas mühsam ein paar Höhenmeter machen. Bevor der erste von oben herabziehende Latschenstreifen erreicht ist, sollte man aber auf einen deutlich ausgeprägten Steig treffen. Auf diesem quert der Wanderer nun die ganze Flanke bis zu einem schönen Hochwald. Durch diesen leitet der sich nun teils wieder etwas schlechter abzeichnende Jägersteig in mehreren Kehren höher. In etwa 1570m wendet sich der Weg nach rechts (Westen) und führt zu zur Tennalm (Jagdhütte, ~ 1630m). Direkt auf der Jagdhütte sowie an einem dort stehenden Baum findet man einen alten Pfeil, welcher nach Westen zeigt und zu einem weiteren Pfad führt. Auf diesem wandert man jetzt wenige Minuten bis in den zweiten Graben. Hier geht es nach rechts (Südwesten) weg. Im Sinne des geringsten Widerstandes steigt man durch den ausgeschnittenen Graben höher bis in knapp über 1700m freies Gelände erreicht wird. Den Steigspuren in südwestlicher Richtung folgend geht es bis knapp unter das Krainer Törl (1895m). Die letzten Meter hinauf ins Törl sind steil und führen durch eine Latschengasse.

 

Jetzt hat man mehrere Möglichkeiten. Wer will kann über den Aufstiegsweg auch wieder absteigen. Es ergeben sich aber auch Varianten um zum Mittagskogel oder dem Großen Frauenkogel weiterzuwandern. Im weiteren wird hier der Weg zum Großen Frauenkogel und zurück nach Rosenbach beschrieben. Die Tour zum Mittagskogel findet man z.B. hier.

 

Am Törl wendet man sich nun nach links (Südosten) und wandert am markierten Steig auf slowenischer Seite abwärts. Bei einer Weggabelung (Quelle) in etwa 1600m bleibt man am Hauptweg, überwindet eine kurze Gegensteigung (kleine Almwiese) und erreicht nach einer längeren Waldpassage schließlich den Mlinzasattel (1581m). Über freies Almgelände zieht der Steig unmittelbar an der Grenze nach Osten höher und quert dann nach rechts (Süden) in die Westflanke des Großen Frauenkogels. Unter leichtem Höhengewinn erreicht man so die Planina Dovška Rožca (~1650m). Hier wendet sich der Wanderer links (Norden) und steigt über die Almflächen am teils stark ausgewaschenen Steig bis zum Gipfel des Großen Frauenkogels (Dovška Baba, 1892m).

 

Der Weiterweg führt nun am Grenzkamm nach Osten abwärts bis in einen breiten Sattel (~1750m). Dort geht es scharf nach links (Nordwesten) weg. Der Steig leitet nun der Höhe entlang der den wunderschönen Kessel der Roschitzaalm in einem weiten Rechtsbogen bis zum Kleinen Frauenkogel (1754m). Vom Gipfel steigt man kurz nach Osten ab, folgt dann aber den Markierungen nach Norden zunächst durch lichten Wald und dann über die Almwiese abwärts. In etwa 1550m wendet sich der Steig nach Süden (Markierungen auf den Bäumen beachten) und zieht durch den Wald zur Babahütte (~1480m). Nach der Hütte überquert der Steig einen Forstweg und zieht dann durch eine Gasse aus jungen Buchen (Stand 2026) bis zur Zollhütte (~1300m) hinab. Vorbei an der Hütte wandert man nun in nördlicher Richtung am markierten Wanderweg talauswärts. Nach einem kurzen Forstwegabschnitt in etwa 1160m Höhe zweigt der Steig wieder nach rechts hin ab und leitet durch den steilen Wald hinab in den Bärengraben, wo man wieder auf den Forstweg trifft. Jetzt geht es nach rechts weg über den Bach (kleine Brücke) und dann für ein paar Minuten in nordöstlicher Richtung aufwärts bis zu einer Forststraßengabelung. Dem Wegweiser „Rosenbach“ folgend geht es nun am Forstweg hinab bis zum Kraftwerk Bärental und wer öffentlich angereist ist die letzten Meter zurück zum Bahnhof Rosenbach.

 

 

 

Die hier beschriebene Runde ist nur etwas für ausdauernde, trittsichere und orientierungsstarke Berggeher. Der Bereich Aufstieg zum Krainer Törl verläuft nur auf selten begangenen Jägersteigen. Die gesamte Runde ist über 20km lang und überwindet mehr als 17500 Höhenmeter. Aus diesem Grund sollte diese Tour nur bei sicheren Verhältnissen durchgeführt werden. Im Tenn und unterm Krainer Törl liegt im Regelfall bis weit ins Frühjahr hinein Schnee. Vor Anfang Juni ist diese Wanderung nach durchschnittlichen Wintern nicht anratsam. Wer sich an einem nicht zu heißen Sommertag aber doch an diese Tour heranwagt, wird mit absoluter Einsamkeit, wunderbaren landschaftlichen Eindrücken und herrlicher Tier- und Pflanzenwelt belohnt. Im Tenn kann man im Regelfall Gämsen beobachten und wer früh im Jahr unterwegs ist, findet auf der Südseite des Großen Frauenkogels auch zahlreichen Narzissen.

 

 

Der Gratschenitzengraben hat einen mediterranen Flair
Der Gratschenitzengraben hat einen mediterranen Flair
Wegweiser in 900m bei der Kehre
Wegweiser in 900m bei der Kehre
Das Bachbett
Das Bachbett
Schon am Jägersteig knapp vor dem ersten Latschenfeld, rechts der Mittagskogel
Schon am Jägersteig knapp vor dem ersten Latschenfeld, rechts der Mittagskogel
Jagdhütte auf der Tennalm
Jagdhütte auf der Tennalm
Am Törl, Blick nach Osten
Am Törl, Blick nach Osten
Im Süden die Julier
Im Süden die Julier
Am Weiterweg zum Großen Frauenkogel (rechts), die grüne Wiese links der Bildmitte ist der Mlinzasattel und darüber der Kleine Frauenkogel
Am Weiterweg zum Großen Frauenkogel (rechts), die grüne Wiese links der Bildmitte ist der Mlinzasattel und darüber der Kleine Frauenkogel
Die Planina Dovška Rožca mit den Juliern im Hintergrund
Die Planina Dovška Rožca mit den Juliern im Hintergrund
Narzissen am Weg hinauf zum Großen Frauenkogel
Narzissen am Weg hinauf zum Großen Frauenkogel
Am Gipfel des Großen Frauenkogels
Am Gipfel des Großen Frauenkogels
Roschitzaalm mit Kleinem Frauenkogel (links) und Kahlkogel (Golica, rechts in der Sonne)
Roschitzaalm mit Kleinem Frauenkogel (links) und Kahlkogel (Golica, rechts in der Sonne)
Der Blick zurück vom Kleinen zum Großen Frauenkogel
Der Blick zurück vom Kleinen zum Großen Frauenkogel
Abstieg durch die Buchengasse
Abstieg durch die Buchengasse

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining