Spitzegel 2119m

~1460 Höhenmeter (schwer)

 

19.2.2021

 

Mit dem Auto geht es ins Gailtal und dort nach Kühnburg. Am nordöstlichen Ortsende am Ende der asphaltierten Straße findet man ein paar Parkmöglichkeiten (~650m). Alternativ kann man auch mit dem Zug anreisen (Haltestelle Vellach- Kühnburg, 591m). Von dort  muss man dann zu Fuß zum Nordostende der Ortschaft aufsteigen.

 

Mit den Schiern geht es nun auf einem flachen Forstweg, welchen man bei passender Schneelage etwas abkürzen kann, hinauf zur Ruine Kühnburg (839m). An der Ruine vorbei geht es am markierten Forstweg in mehreren Kehren höher. Bei einer markanten Weggabelung in rund 1000m wandert man gerade aus weiter und erreicht so nach zwei kurzen Kehren in rund 1060m den unteren Rand der sogenannten Weißen Riesen. Dieses mit der Höhe breiter werdende Schuttfeld zieht in gleichmäßiger Steigung (meist um oder knapp über 30°) rund 600 Höhenmeter aufwärts Richtung Spitzegel. Mit zunehmender Höhe hält sich der Schibergsteiger tendenziell rechts (östlich) und verlässt schließlich in rund 1750m Seehöhe über eine Rinne (~35°) in nordöstlicher Richtung den breiten Hang. Vom Ausstieg der Rinne geht es einige Höhenmeter etwas gemütlicher bergauf. In rund 1900m gilt es nochmals eine Steilstufe (um 40°) zu überwinden. Je nach Schneelage geschieht dies auf direktem Weg in nördlicher Richtung oder in einer links rechts Kurve. In etwa 2075m erreicht man schließlich den schmalen Gipfelgrat, über welchen es nach links (Westen) zum Gipfel geht.

 

Die Abfahrt erfolgt über die Aufstiegsroute.

 

Der Spitzegel scheint vom Tal als Schitour kaum machbar zu sein. Tatsächlich ist diese Unternehmung nur in überdurchschnittlich schneereichen Wintern machbar. Der richtige Zeitpunkt für diese Tour ist schwer zu finden. Im Hochwinter ist die Lawinengefahr in den steilen Hängen unter dem Gipfel meist sehr hoch und im Spätwinter apern die unteren Passagen rasch aus und die Weiße Riesen wird von Nassschneelawinen ausgeputzt. Idealerweise geht man diese Tour in schneereichen Wintern entweder bei Pulver und sehr geringer Lawinengefahr oder an den ersten Firntagen des Jahres, welche in diesem steilen Gelände schon Ende Jänner auftreten können.

 

Ab der Weißen Riesen bewegt man sich durchwegs in steilen, unter dem Gipfel in sehr steilem Gelände! Absolut sichere Schitechnik sowohl im Aufstieg als auch bei der Abfahrt ist zwingend notwendig. Auch Schwindelfreiheit ist bei dieser Tour ein Muss. Harscheisen im Frühling und ev. Steigeisen (könnten am Gipfelgrat oder beim steilen Aufstieg in rund 1900m notwendig sein) sollten im Rucksack nicht fehlen.

 

Wer am Gipfel steht wird mit einem traumhaften Aus- und einem wunderschönen Tiefblick belohnt. Bei der Abfahrt heißt es nicht zu spät dran sein, denn die steilen Südhänge firnen im Spätwinter rasch auf.

 

Wir sind im Feber 2021 am letzten Abdruck unterwegs, die Weiße Riesen ist im unteren Teil leider schon voll mit Lawinenschnee
Wir sind im Feber 2021 am letzten Abdruck unterwegs, die Weiße Riesen ist im unteren Teil leider schon voll mit Lawinenschnee
Weiter oben weniger Lawinenschnee aber auch weniger Schnee. Im linken Teil finden wir bei der Abfahrt jedoch perfekten Firn.
Weiter oben weniger Lawinenschnee aber auch weniger Schnee. Im linken Teil finden wir bei der Abfahrt jedoch perfekten Firn.
Durch diese Rinne verlässt man die Weiße Riesen
Durch diese Rinne verlässt man die Weiße Riesen
Schon knapp über der Steilstufe in 1900m Seehöhe, der Gipfelgrat ist nicht mehr weit
Schon knapp über der Steilstufe in 1900m Seehöhe, der Gipfelgrat ist nicht mehr weit
Die letzten Meter zum Gipfel; 2021 liegt extrem viel Schnee und man muss die Schier nur einmal kurz abschnallen.
Die letzten Meter zum Gipfel; 2021 liegt extrem viel Schnee und man muss die Schier nur einmal kurz abschnallen.
Blick zurück hinunter, steil ist es...
Blick zurück hinunter, steil ist es...
Am Gipfel
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