von SchönFeld nach St. Oswald

~ 1200 bis 1500 Höhenmeter (schwer)

20.02.2020

Mit dem Auto geht es über das Liesertal nach Kremsbrücke von dort in die Innerkrems und weiter nach Schönfeld bis zur Dr. Josef Mehrl Hütte (1730m, Parkplatz).

Nun wandert man mit den Schiern auf dem markierten Fahrweg nach Süden ins Rosanintal, wobei die Aufstiegsspur zeitweise der Langlaufloipe folgt. Das Rosanintal selbst ist relativ flach und zieht sich bis zum Fuße des Gr. Königstuhls (2336m). In rund 1800m wird das breite Tal deutlich schmäler und das Gelände allmählich steiler. In westlicher Richtung erreicht man über schön geneigte Hänge den Rosaninsee (~2050m) und in weiterer Folge über den Sommerweg die südwestlich vom See gelegene Königstuhlscharte (2190m). Der letzte Aufschwung ist relativ steil, hier auf die Lawinengefahr achten! Von der Scharte weg quert der Schitourengeher in die weite Westflanke des Königstuhls und über diese unschwierig auf den Gipfel.

Jetzt erfolgt eine Abfahrt hinunter ins Grundtal. Hierfür überschreitet man den Karlnock (kurzer Gegenanstieg) oder quert bei passender Schneelage auf der Westseite des Gipfel knapp über der steilen Westflanke nach Süden hin. Über den Stangboden geht es nach Südwesten auf einen flachen Rücken. Diesem folgt man bis in einen kleinen Sattel (~1850m) und fährt dann über herrliches Schigelände durch lichten Lärchenwald zur Tangernalm (1715m) ab. Von dort leitet ein Forstweg (bei geringer Schneelage ev. teilweise aper) zur Nockalmstraße. Nach einigen kurzen Kehren erreicht man so im Bereich der Sacklhütte das Grundtal (~1530m, Achtung: Wildfütterung).

Nun heißt es wieder anfellen und dem flachen Grundtal nach Südosten bzw. Süden hinauf zur Grundalm (1688m) zu folgen. Wenige Meter nach der Alm zweigt in einer Kehre (1700m) ein Forstweg nach rechts ab. Dem flachen Forstweg folgend erreicht man in südlicher Richtung die Kleinkirchheim Wolitzenalm (1777m).

Wer die Tour möglichst kurz gestalten möchte, steigt jetzt über herrliches Schigelände in südwestlicher Richtung zum Oswalder-Bock-Sattel (1958m) auf. Wer noch etwas Kraft übrig hat, hält sich auf der Alm rechts (Westen) und steigt in eine wunderschöne Mulde und über diese bis in einen Sattel (~2150m) zwischen Pfannnock und Lahnernock auf. Die letzten rund 100 Höhenmeter auf den Pfannnock geht es über den schon ausgeprägten Nordgrat auf den flachen Gipfelkamm.

Die Abfahrt vom Pfannnock erfolgt je nach Schneelage, idealerweise aber über die steile Südflanke hinab zu einem kleinen See. Entlang des Baches fährt man Richtung Südosten ab und erreicht in weiterer Folge über teils flaches und kuppiertes Gelände die Oswalder Bockhütte (~1840m).

Hier heißt es ein letztes Mal anfellen. Ein gemütlicher Forstweg zieht nach Süden hinauf zur Brunnachhöhe, welche man knapp nördlich der Gondelstation (1902m) erreicht.

Jetzt heißt es nur mehr über die Piste nach St. Oswald abzufahren.

 

Diese Nord-Süd-Durchquerung der Nockberge ist traumhaft schön, einsam und lässt sich gut an einem Tag durchführen. Man benötigt aber einen Shuttelservice. Idealerweise hat man eine Person, welche nur bis zum Königstuhl mitgeht und die Durchquerer dann in St. Oswald abholt.

Die Abfahrt vom Karlnock zur Tagernalm ist wunderschön und auch das Schigelände zwischen Kleinkirchheimer Wolitzenalm und Pfannnock lässt den Schitourengeher jubeln. Dazwischen gilt es das relativ lange Grundtal entlang zu schreiten. Hier lässt sich die Einsamtkeit dieser Tour so richtig erspüren.

Ideal ist diese Durchquerung in schneereichen Wintern nicht zu spät im Jahr, wenn selbst du südseitigen Hänge und Wege noch ausreichend Schnee aufweisen. Durch den hohen Startpunkt in Schönfeld (1730m) sowie die Schneesicherheit der Piste bei der letzten Abfahrt, sollte diese Tour jedoch auch in durchschnittlich schneereichen Winter gut machbar sein.

Für den Aufstieg zum bzw. die Abfahrt vom Pfannnock braucht es sichere Verhältnisse.

Das lange Rosanintal (rechts im Hintergrund über den Baumspitzen zeigt sich der Gr. Königstuhl)
Das lange Rosanintal (rechts im Hintergrund über den Baumspitzen zeigt sich der Gr. Königstuhl)
Blick vom Königstuhl nach Süden. Im Vordergrund (leicht rechts) der Karlnock, rechts daneben die Erlacher Bockscharte und der "flache" Pfannnock
Blick vom Königstuhl nach Süden. Im Vordergrund (leicht rechts) der Karlnock, rechts daneben die Erlacher Bockscharte und der "flache" Pfannnock
Durch diese Mulde geht es hinauf Richtung Pfannnock (links)
Durch diese Mulde geht es hinauf Richtung Pfannnock (links)
Rückblick zum Könnigstuhl (links über der Bildmitte). Die Abfahrt ins Grundtal erfolgt im Prinzip über die freien Flächen in der Bildmitte
Rückblick zum Könnigstuhl (links über der Bildmitte). Die Abfahrt ins Grundtal erfolgt im Prinzip über die freien Flächen in der Bildmitte
Am Nordgrat geht es die letzten Meter hinauf zum Pfannock
Am Nordgrat geht es die letzten Meter hinauf zum Pfannock
Blick vom Pfannnock nach Südosten hin zum Mallnock, rechts ist die Brunnachhöhe, das letzte Ziel zu erkennen.
Blick vom Pfannnock nach Südosten hin zum Mallnock, rechts ist die Brunnachhöhe, das letzte Ziel zu erkennen.

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