25.6.2026
Mit dem Auto geht es nach Maria Alm (Salzburg), bis in die Ortsmitte fährt auch der Wanderbus. Vom Ortszentrum geht es zunächst nach Nordosten und dann über eine Brücke nach Nordwesten in den Ortsteil Grießbachwinkel. Immer den Wegweisern Riemannhaus folgend erreicht man in rund 1100m einen ersten Parkplatz (Stand 2026). Einen weiteren Parkplatz gibt es auch einige Meter höher (~1160m).
Zu Fuß folgt nun dem Forstweg in mehreren kurzen hinauf nach Norden Richtung Riemannhaus. In rund 1550m endet der Forstweg bei der Talstation der Materialseilbahn vom Riemannhaus. Kurz davor zweigt linker Hand der markierte Wanderweg ab. Dieser zieht zunächst unter scheinbar sperrende Felswände, überwindet diese Passage aber über ein kurzes mit Seilen versichertes Band (Stufen). Danach geht es steil aufwärts bis in knapp 2000m Seehöhe die nächste sperrende Felswand wartet. Hier nutzt der Steig geschickt eine Rinne und führt den Wanderer so an Stahlseilen gesichert und über zahlreiche teils betonierte Stufen höher. Nach rund 50 Höhenmetern legt sich das Gelände deutlich zurück, der markierte Weg wendet sich nach Nordosten und leitet zum Riemannhaus. Für eine Besteigung des Sommersteins geht man zunächst auf die Nordseite der Hütte. Hier teilen sich die Wanderwege auf. Für den Sommerstein hält man sich rechts (Wegweiser) und wandert über das Karstplateau in östlicher Richtung los. Schon nach wenigen Minuten wird eine Weggabelung erreicht, wo sich der Wanderer rechts (Süden, Wegweiser Sommerstein) hält. Jetzt steigt das Gelände zunächst leicht an. Bald schon wird der Steig aber steiler. Bei einer weiteren Wegkreuzung wendet man sich nach rechts (Westen). Nun zieht der Steig über einzelne Felsbänder höher. Hier muss man auch das eine oder andere Mal kurz die Hände zu Hilfe nehmen. Die letzten Meter zum Gipfel verlaufen dann in Gratnähe.
Vom Gipfel geht es wieder rund 80 Höhenmeter zurück hinunter. Ein verblichener Pfeil deutet nach Osten. Diesem folgt man dem Grat entlang und gelangt so gleich wieder zum markierten Wanderweg. Dieser führt nun meist knapp unterhalb (nördlich) des Grates durch karges felsiges Gelände, vereinzelt muss man die Hände zu Hilfe nehmen, hinauf zum Schönegg. Vom breiten Gipfel wandert man am breiten Grat leicht bergab nach Osten unterm Streichenbeil vorbei Richtung Wurmkopf. Wer möchte kann natürlich auch das Streichenbeil (rund 20 zusätzliche Höhenmeter) mitnehmen. Knapp unterm Wurmkopf geht es schließlich wieder bergauf. In rund 2400m erreicht der Wanderer eine unscheinbare Weggabelung. Wer nicht über den Wurmkopf (rund 50 zusätzliche Höhenmeter) gehen möchte, hält sich hier rechts und quert in etwa die Höhe haltend durch die steile Südflnake des Wurmkopfs zur Wurmscharte (2373m). Die Gipfelsammler werden natürlich auch den Wurmkopf mitnehmen. Dazu geht man bei der Weggabelung in 2400m einfach gerade aus bis zum felsigen Gipfelaufbau weiter. Hier steigt man den Markierungen folgend zum Gipfelkreuz auf. Von dort geht es unmittelbar am Grat entlang nach Osten hinab in die Wurmscharte. Dort quert man auf die Nordseite und trifft nach wenigen Minuten unter leichtem Höhenverlust auf den Aufstiegsweg zur Schönfeldspitze, welcher vom Riemannhaus herüber zieht. Über gestuften Felsen geht es nun steil bergauf, wobei man immer wieder die Hände zu Hilfe nehmen muss. Zunächst leiten die Markierungen nach Norden. Nach einem kurzen Aufschwung geht es entlang einer Verschneidung nach Südosten, ehe man sich wieder kurz nach Norden wendet. Nach einem kleinen Aufschwung wird es deutlich gemütlicher und man gelangt in knapp über 2500m auf den Grat. Jetzt quert der Steig die steile Südflanke der Schönfeldspitze. Bei einer auffallenden Felsplatte (rote Pfeile) zieht der Steig kurz nach links hinauf und gelangt so auf die Ostseite der Schönfeldspitze. Über sehr steiles gestuftes Gelände steigt man nun, teils die Hände zu Hilfe nehmend, die letzten rund 70 Höhenmeter in westlicher Richtung zum markanten Gipfelkreuz auf.
Für den Abstieg gibt es nun mehrere Möglichkeiten:
Variante a)
Über die Aufstiegsroute geht es zurück hinunter bis zur Weggabelung unter der Wurmscharte. Hier bleibt man am Hauptweg und quert zunächst durch felsiges Gelände und dann auf einem recht „schuttigen“ Steig unter den Nordwänden des Wurmkopfs zum Wanderweg, welcher vom Riemannhaus durch das Steinerne Meer nach Osten leitet. In etwa 2200m wird der gut ausgetretene Steig erreicht und in westlicher Richtung (links) gelangt man in einigen Minuten zum Riemannhaus, von wo aus es zurück ins Tal geht.
Variante b)
Vom Gipfel aus steigt man über die sehr steile Ostflanke zur Buchauer Scharte ab. Hierfür hält man bei einer etwas unscheinbaren Weggabelung (blaues B auf einem Felsen) einfach talwärts. In rund 2500m legt sich das Gelände deutlich zurück. Nach einem kurzen Gegenanstieg steigt man schließlich zur Buchauer Scharte (2269m) ab. Hier hält sich der Wanderer links (Norden, Wegweiser Riemannhaus). In einem weiten Bogen folgt man dem markierten Wanderweg zunächst nach Norden und dann nach Osten auf die Nordseite und in weiterer Folge auf die Ostseite der Schönfeldspitze, wobei man sich bei zwei Wegkreuzungen immer links hält. So gelangt man schließlich wieder zum Riemannhaus, von wo aus es zurück ins Tal geht.
Variante c)
Vom Gipfel aus steigt man über die sehr steile Ostflanke zur Buchauer Scharte ab. Hierfür hält man bei einer etwas unscheinbaren Weggabelung (blaues B auf einem Felsen) einfach talwärts. In rund 2500m legt sich das Gelände deutlich zurück. Nach einem kurzen Gegenanstieg steigt man schließlich zur Buchauer Scharte (2269m) ab. Hier hält sich der Wanderer rechts (Süden) und steigt durch ein weites Kar zur Freithofalm (1557m) ab (Quelle). Von dort führt ein Almweg in direkter Linie talwärts. Bei einer scharfen Rechtskurve leitet der Wanderweg (Wegweiser Maria Alm) geradeaus in den Wald. In mehreren Kehren geht es so hinab zur Kasereggkapelle (1049m). Bei der Kapelle geht es nach rechts weg hinab zu einem Bach (Brücke). Auf der anderen Bachseite gelangt man auf einen Forstweg, auf welchem es zum Hof Kraller geht. Nach dem Hof leitet der breite Fahrweg hinab zum Kraller Bach, wo man auf den Wanderparkplatz trifft. Von dort braucht man ein Taxi, ein Zweitauto oder ein Rad, mit welchem man zurück zum Ausgangspunkt gelangt. Zu Fuß geht es natürlich auch, dafür muss man aber schon vor dem Hof Kraller rechts abzweigen und in einem weiten Rechtsbogen zum Hof Liebmann und von dort hinauf zum Parkplatz vom Riemannhaus wandern.
Die Schönfeldspitze ist wohl der beliebteste Gipfel im Steinernen Meer. Der Grund dafür ist ganz klar: Es ist das markante hölzerne Gipfelkreuz (Madonna mit Leichnam Christi). Der Weg zur Schönfeldspitze ist aber weit, erfordert ausgezeichnete Kondition, Trittsicherheit, absolute Schwindelfreiheit!!! und sicheres Steigen in sehr steilem und ungesichertem Gelände. Die hier beschriebe Route nimmt auch noch drei weitere Gipfel mit. Im Gegensatz zum Normalweg macht man aber nur rund 200 Höhenmeter mehr, weshalb sich dieser „Umweg“ meiner Meinung nach absolut auszahlt. Vom Gipfel aus hat man einen traumhaften Ausblick, welcher im Norden zum Watzmann und im Süden bis zum Großglockner reicht. Der Aufstieg zum Gipfel ist aber nur die halbe Miete, gerade der Abstieg durch die steile Gipfelflanke ist nicht zu unterschätzen!

















