Stawipfel 2514m

~1100 bis 1400 Höhenmeter (schwer)

16.9.2020

 

Mit dem Auto geht es nach Greifenburg, wo man von Villach kommend kurz vorm Gnoppnitzbach nach rechts (Norden) abzweigt. Immer den Hinweisschildern Gnoppnitz oder Gaugenschutzhaus folgend fährt man bis zum Hof Reiter in 1268m auf einer Asphaltstraße. Dann führt eine Schotterstraße bis zum Parkplatz knapp vor dem Gaugenschutzhaus (1616m).

 

Unmittelbar vor dem Schutzhaus zweigt vom Fahrweg nach links ein markierter Almweg ab, der zu einem kleinen Schlepplift leitet. Entlang der Lifttrasse geht es nun in gerader Linie hinauf bis zum Liftende (~2010m). Alternativ kann man auch daneben über die Schipiste aufsteigen. Bei der Bergstation führt der markierte Weg zur Feldnerhütte nach links weg. Nach wenigen Minuten erreicht der Wanderer in rund 2075m eine markante Weggabelung. Um zum Stawipfel zu gelangen folgt man dem Steig gerade aus weiter und gelangt so ins Gnoppnitztörl (2074m). Vom Törl weg zieht der hier kaum zu erkennende aber immer wieder mit Markierungen am Boden oder auf den Zaunpfählen versehene Wanderweg nach Norden hinauf zur Kote 2205m (Greinwald- oder Grauenwaldbichl). In weiterer Folge geht es immer in nördlicher Richtung weiter, wobei sich der ausgetretene Steig auf den breiten Almrücken immer wieder verliert, die Markierungen sind jedoch durchwegs gut zu sehen. Der markierte Weg verlässt schließlich den Höhenrücken und zieht auf der Westseite unterhalb des oder der Putzen (2330m) ins Schanitzentörl (2188m). Wer möchte kann natürlich auch am Höhenrücken bleiben und die Kote 2242m sowie den/die Putzen überschreiten. Von diesem 2330m hohen Gipfel leiten schließlich Steigspuren  auf einem steilen Gratrücken nach Nordwesten hinab ins Schanitzentörl.

 

Am Törl verlässt der Bergsteiger den rot-weiß-rot markierten Wanderweg, welcher nach links (Nordwesten) leicht abwärts zieht und folgt dem zunehmend ansteigenden Rücken in nördlicher Richtung zum Stawipfel. Schwarz-weiße Punkte geben hierbei grob die Richtung an, es finden sich aber nur Steigspuren und hin und wieder gilt es die Hände zu Hilfe zu nehmen. Es ist also genau auf die Markierungen zu achten. Ab etwa 2300m verläuft das kaum erkennbare Steiglein tendenziell auf der Westseite des Grates. Ein markanter Felsgupf (2400m) wird einige Höhenmeter tiefer auf dessen Westseite umgangen. Die schwarz-weißen Punkte leiten darauf steil in eine schmale Scharte. Die letzten Meter geht es in direkter Linie über steiles Wiesengelände hinauf zum Gipfel.

 

 

Der Abstieg erfolgt entweder über die Aufstiegsroute oder alternativ nach Norden zur Annaruhe. Für diese Variante überschreitet man den Stawipfel nach Norden. Auch hier findet man einzelne schwarz-weiße sowie einige weiße Punkte vor, welche die Richtung vorgeben. Nach den ersten gemütlichen Metern muss man immer wieder leicht felsige Passagen überwinden. Einmal geht es kurz steil hinab, dann traversiert man auf der Ostseite eine steile mit Felsen durchsetzte Flanke, sich immer an den großen weißen Punkten orientierend. Meist bewegt man sich in unmittelbarer Gratnähe oder knapp rechts (östlich) davon. Nach wenigen Minuten wird das Gelände wieder einfacher und zuletzt steigt man über einen breiten Rücken zur Annahöhe auf. Der Weiterweg verläuft jetzt am markierten Kreuzeckhöhenweg nach Westen (links) Richtung Feldnerhütte. Um den Rückweg ein wenig abzukürzen kann man auf einer markanten Geländerippe unterhalb der Kote 2416m auf einem unmarkierten Steiglein nach Südwesten absteigen und erreicht so in knapp 2275m den Höhenweg, welcher von der Feldnerhütte zum Gaugenschutzhaus leitet. Vorbei an der Bödenalm (2215m) sowie zwei herrlichen Seen geht es nun in leichtem Auf und Ab in südöstlicher Richtung zurück ins Schanitzentörl (2188m). Dort trifft man wieder auf den Anstiegsweg und wandert auf diesem zum Ausgangspunkt.

 

 

Der Stawipfel ist ein selten besuchter Gipfel. Neben ausgezeichneter Kondition braucht man für einen Gipfelsieg auch Trittsicherheit, Schwindelfreiheit sowie sicheres Steigen in steilem und teils weglosem Gelände. Für die Überschreitung zur Annruhe kommt noch sicheres Bewegen in leichtem Fels dazu. Dafür wird man bei dieser Tour mit Einsamkeit pur belohnt. Die Kreuzeckgruppe entfaltet bei der Höhenwanderung vom Tolzer zur/ zum Putzen all ihre Reize. Welch ein Genuss! Am Stawipfel hat man schließlich auch eine wunderbare Rundumsicht zu fast allen größeren Gipfeln der Kreuzeckgruppe.

 

Blick von der Gaugen über den breiten Höhenrücken zum Stawipfel (Gipfel im Bildhintergrund, rechts der Bildmitte)
Blick von der Gaugen über den breiten Höhenrücken zum Stawipfel (Gipfel im Bildhintergrund, rechts der Bildmitte)
Schwarz-weiße Markierung am Grat hinauf zum Stawipfel
Schwarz-weiße Markierung am Grat hinauf zum Stawipfel
Rückblick über den Grat vom Stawipfel (Bild) zur Annaruhe
Rückblick über den Grat vom Stawipfel (Bild) zur Annaruhe
Kurze Pause im Bereich der Bödenalm, bevor der weite Rückweg beginnt, rechts der Stawipfel
Kurze Pause im Bereich der Bödenalm, bevor der weite Rückweg beginnt, rechts der Stawipfel
Der weite Weg zurück (rechts im Dunst der Tolzer), im Vordergrund die Bödenalm
Der weite Weg zurück (rechts im Dunst der Tolzer), im Vordergrund die Bödenalm

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