Dobratsch 2166m via Grünnock 2022m

~1300 Höhenmeter (schwer)

 

19.10.2017, 4.7.2024

 

Mit dem Bus (fährt ab Herbst 2024 wochentags im Stunden- und am Wochenende im Zwei-Stundentakt) bis zur Haltestelle Hauptschule Bad Bleiberg. Alternativ kann man natürlich auch mit dem Auto anreisen, dann fährt man bis zur Abzweigung zum Schaubergwerk Terra Mystica, wo man unmittelbar neben der Landesstraße parken kann.

 

Von der Hauptschule weg folgt man kurz der Landesstraße in westlicher Richtung abwärts, bis linker Hand (Süden) eine asphaltierte Straße abzweigt. Wer mit dem Auto gekommen ist folgt hingegen der Landesstraße Richtung Villach einige Meter aufwärts, bis rechter Hand (Süden) die besagte Straßenkreuzung erreicht wird.

 

Jetzt geht man zunächst auf der Straße und dann dem Bachbett entlang auf einem Fahrweg bis zum Waldrand, wo man sich rechts hält und das Bachbett überquert. Nun folgt man einem Steiglein in südwestlicher Richtung aufwärts und steigt dann den Markierungen folgend wenige Höhenmeter ins oft trockene Bachbett ab. Auf der anderen Seite des Bachbetts zieht der mit rot-weiß-roten Markierungen versehene Jägersteig in mehreren Kehren durch den Wald höher. Bei einer kurzen Querung findet man sogar ein Stahlseil, welches den Anstieg erleichtert. Von ca. 1100 bis 1200m zieht der Steig über eine Rippe im Wald höher um dann zu einem neuen (Stand 2024) Kahlschlag zu kommen. Der Steig leitet in einer rechts-links Kurve durch den steilen Wald hinauf zu einem flachen und breiten Forstweg. Hier hält sich der Wanderer links (Südosten) und erblickt nach kurzer Zeit auf der rechten Seite hoch über dem Forstweg eine Holztafel mit dem Hinweis Dobratsch. Dem Steig durch den Wald folgend erreicht man nach weiteren rund 130 Höhenmetern in einer Kehre neuerlich einen Forstweg. Nach wenigen Metern am Forstweg hat man nun für den weiteren Anstieg zwei Möglichkeiten. Nach wenigen Metern am Forstweg zweigt nach links ein Steiglein (kleine Holztafel Emil Hütte ab. Der Steig führt hier unmittelbar neben einem (Schlund) vorbei und zieht danach kaum an Höhe gewinnend in südöstlicher Richtung zur Emil Hütte (Jagdhütte). Unmittelbar hinter der Hütte führt das noch immer mit Markierungen versehene Steiglein zu einer Steilstufe in einem Graben, welche mit der Hilfe einer Leiter überwunden wird. In weiterer Folge geht es durch einen herrlichen Lärchenwald wiederum steil bergauf, bis der Steig in etwa 1660m nach rechts (Südwesten) zu einer markanten Rippe zieht.

 

Wer vom Forstweg nicht links abgezweigt ist, sondern geradeaus weiter gegangen ist, erreicht nach wenigen Minuten eine markante Verebnung samt Tisch. Hier führt der markierte Steig (Holztafel Grünnock) über eine gut definierte Rippe durch den Wald bzw. teils über eine Waldschneise in südöstlicher Richtung höher, bis man in rund 1660m auf den Route via Emil-Hütte stößt. Von hier weg steigt man immer am Steig bleibend durch den steilen höher, wobei der Steig teils eine sehr direkte Linie wählt. Zuletzt geht es durch eine "Latschengasse" höher und man erreicht schließlich den Grünnock. Von diesem geht es meist unmittelbar am Nordwestengrat (teils ausgesetzt) bis zum Dobratsch-Gipfel.

 

Der Abstieg erfolgt über eine der beiden die Aufstiegsroute (Empfehlung Aufstieg via Emil Hütte) oder den Alpenlahner. Für diese Variante folgte man dem Fahrweg Richtung Rosstratte bis zum Wegweiser Alpenlahner und steigt dann steil durch den selbigen nach Bad Bleiberg ab. Wer mit dem Bus angereist ist, findet direkt beim Ausgangspunkt des Wanderweges in Bad Bleiberg eine Bushaltestelle. Wer mit dem Auto gekommen ist, muss wenige Meter oberhalb der Seilbahnstation auf einem Forstweg nach links (Westen) abbiegen und diesem zum Ortsteil Dörfl folgen. Von dort geht es vorbei am Fußballplatz über den Leiningerweg zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man auch nach Westen zum Alpl absteigen (vgl. Dobratsch Westanstieg). In rund 1200m hält man sich aber bei einer Weggabelung rechts (Wegweiser Bleiber Kreuth) und folgt dem Steig zum Tor (1140m). Von diesem Sattel geht es nach Norden den Fahrweg immer wieder auf einem alten aber noch markierten Steig (teils nicht auf den Karten eingezeichnet) hinab ins Tal und von dort nach Osten zurück zum Ausgangspunkt.

 

 

 

Diese Aufstiegsvariante ist kaum bekannt und noch seltener begangen. Der Steig wurde aber in den 2020er Jahren von einer privaten Initiative markiert und ist seither gut zu finden. Landschaftlich weiß der Aufstieg besonders ab etwa 1300m Seehöhe zu begeistern. Man möchte kaum glauben, dass man sich auf einem der stärksten frequentierten Gipfel Kärntens befindet. Der Aufstieg als auch der Abstieg erfordern ausgezeichnete Kondition, Trittsicherheit und guten Orientierungssinn.

 

Im Herbst wandert man die längste Zeit im Schatten, die Farbenspiele der Lärchen sorgen aber für das "nötige" Gelb.

 

Die Rundumsicht am Gipfel ist dann altbekannt, aber bei schönem Wetter trotzdem jedes Mal wieder ein Genuss.

 

Startpunkt an der Landesstraße
Startpunkt an der Landesstraße
Seilpassage
Seilpassage
Die Leiter knapp oberhalb der Jagdhütte
Die Leiter knapp oberhalb der Jagdhütte
Der herrliche Lärchenwald
Der herrliche Lärchenwald
Markierungen zeigen den Weg an
Markierungen zeigen den Weg an
Holzwegweiser am Beginn der Latschengasse
Holzwegweiser am Beginn der Latschengasse
Am Grat geht es zum Gipfel
Am Grat geht es zum Gipfel
Traumhafter Blick über den Ganges und das Gailtal zu den Julischen Alpen
Traumhafter Blick über den Ganges und das Gailtal zu den Julischen Alpen

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining