Plöckenhaus- Freikofel- Lago Avostanis- Zollnerseehütte

~1600 Höhenmeter (mittel- schwer, lang)

25.7.2013

 

Mit dem Auto oder dem Bus (Busfahrplan beachten) geht es von Kötschach-Mauthen bis zum Plöckenhaus (1220m, Parkplatz).

 

Zu Fuß geht es nun nach Osten am Fahrweg hinein ins Angerbachtal. Beim Grünsee hält man sich rechts und steigt am Forstweg höher. In einer auffallenden Kehre zweigt linker Hand ein schmälerer Fahrweg ab (Wegweiser Freikofel). Dieser leitet den Weitwanderer bis zu einem Wegweiser in knapp 1500m höher. Hier biegt man nach rechts (Süden) auf einen Wanderweg ab und steigt so hinauf in den Freikofelsattel (1637m). Auf der italienischen Seite geht es ein paar Höhenmeter bis zu einer Weggabelung hinab. Dort folgt man dem Wegweiser Freikofel aufwärts, wobei kurz unter dem Gipfel ein paar Stahlseile eine felsige Stelle entschärfen.

 

Vom Gipfel aus, auf welchem sich zahlreiche zum Teil rekonstruierte Stellungen aus dem 1. Weltkrieg befinden, hat man einen wunderbaren Ausblick zum nahen Piz Timau.

 

Für den Weiterweg folgt man einem markierten Steig (in zahlreichen Karten nicht eingetragen) nach Osten hinunter zum Rossbodentörl (1581m). Hier wechselt der Wanderer auf die Südseite, steigt dort einige Höhenmeter ab, wendet sich bei einer Weggabelung nach links (Osten) und erreicht nach kurzem Auf und Ab die Casera Palgrande di sotto (1536m). Von hier weg steigt der breite Kriegssteig zunächst in leichter Steigung und dann über einige Kehren hinauf zur Casera Palgrande di sopra (1705m). Nun geht es in östlicher Richtung unterhalb des Großen Pal zum Tischlwanger Törl (1760m). Wer will kann natürlich auch den Großen Pal mitnehmen. Von der Alm erreicht man diesen Gipfel auf Steigresten aus dem 1. Weltkrieg.

 

Auf der italienischen Seite bleibend geht es nach dem Törl zunächst durch Blockwerk höher, dann leitet der Steig über steile Almflächen bis zu einer Weggabelung knapp unter dem Kamm. Nach rechts (Süden) geht es zum Piz Timau, nach links (Nordosten) erreicht man nach wenigen anstrengenden Minuten einen breiten Sattel (~2060m). Von diesem führt ein unmarkiertes Steiglein nach links (Norden) zum Gipfel des Blaustein (2193m).

 

Vom Blaustein (Promos) hat man einen herrlichen Ausblick nach Osten und Süden, welcher bei guter Sicht bis zu den Julischen Alpen im Osten und zum Meer im Süden reicht. Aber auch der bisher zurückgelegte Weg lässt sich von hier oben wunderbar überblicken.

 

Der Abstieg erfolgt zunächst zurück zum breiten Sattel (~2060m) und dann wieder auf markiertem Steig nach Südosten hinunter zum herrlichen Promos See/ Lago Avostanis (Casera Pramos Alta, 1940m). Hier stößt man auf einen betonierten Fahrweg, auf welchem es rasch talwärts bis zur Casera delle Manze (1820m) geht. Nur wenige Meter nach der Alm zweigt ein Steiglein nach links ab und führt zum Kronhof Törl (1785m). Am Törl angelangt wandert man bis zu dessen Ostseite, wo der Bergsteiger wieder auf einen markierten Steig trifft, welcher nach links (Nordwesten) auf die österreichische Seite hinunter zieht. Nach einem Abstieg von etwa 70 Höhenmetern  trifft man auf den „klassischen“ Karnischen Höhenweg, welchem der Wanderer nun nach rechts (Osten) folgt. Der Weitwanderweg zieht unter leichtem Höhenverlust in einem weiten Bogen talaus nach Norden und dann wieder nach Osten, wo man auf den Forstweg zur Oberen Bischofalm gelangt. Jetzt gilt es am Forstweg einen Gegenanstieg von etwas mehr als 100 Höhenmeter zu bewältigen, ehe der Almweg unter leichtem Höhenverlust zur idyllisch gelegenen Oberen Bischofalm (1573m) führt. Bei der Alm angelangt gilt es den letzten knapp 200 Höhenmeter langen Anstieg nach Südosten hinauf zur Zollnerseehütte (1741m) zurückzulegen. Schließlich erreicht man in etwa 1765m die sanften Almwiesen rund um die Schutzhütte und folgt dem leicht abwärts führenden Steig nach Norden zur Hütte.

 

Diese Etappe startet eher unspektakulär mit einem Forstwegabschnitt. Ab dem Freikofel bewegt man sich jedoch in wunderschöner Landschaft. Die Almen auf der italienischen Südseite haben ihren eigenen Flair, sind aber leider oft verlassen und werden nicht mehr bewirtschaftet. Bewegt man sich gerade rund um den Großen Pal in fast absoluter Einsamkeit ändert sich das beim Promos See rasant. Dieser ist ein absoluter Hotspot. Der Abschnitt bis zur Oberen Bischofalm zieht sich dann wieder ein wenig, bei der Zollnerseehütte wird man aber wieder mit einem wunderbaren Panorama belohnt. Die Hütte liegt entgegen ihrem Namen nicht direkt neben dem See, sondern einige Minuten westlich davon. Mit knapp 30 Lagerplätzen ist sie schon deutlich kleiner als die Hütte im westlichen Teil des Höhenweges.

 

weiter zu Tag 2...

Wegweiser knapp unter dem Freikofel
Wegweiser knapp unter dem Freikofel
Am Freikofel mit dem Blick zurück (rechts der Bildmitte ist klein der Grünsee zu erkennen)
Am Freikofel mit dem Blick zurück (rechts der Bildmitte ist klein der Grünsee zu erkennen)
Der Blick nach Osten, rechts der Piz Timau, oberhalb der Bildmitte der Promos
Der Blick nach Osten, rechts der Piz Timau, oberhalb der Bildmitte der Promos
Casera Pal Grande di sopra
Casera Pal Grande di sopra
Zoom auf den Promos, der AUfstieg in den Sattel erfolgt in der Bildmitte
Zoom auf den Promos, der AUfstieg in den Sattel erfolgt in der Bildmitte
Kurzer Abstecher auf den Promos mit gewaltigem Ausblick nach Osten
Kurzer Abstecher auf den Promos mit gewaltigem Ausblick nach Osten
Der Lago AVostanis (Promos See)
Der Lago AVostanis (Promos See)
Die "alte" Zollnerseehütte (2014)
Die "alte" Zollnerseehütte (2014)

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining